Clicker im Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Clarissa, letzte Aktualisierung am: 15. August 2019

Kleines Trainingswerkzeug mit großer Wirkung: der Clicker

Selbst Wildtiere lassen sich gern auf einen Clicker-Test ein - so ist in Zoos z. B. medizinisches Training möglich.

Selbst Wildtiere lassen sich gern auf einen Clicker-Test ein – so ist in Zoos z. B. medizinisches Training möglich.

Ein Clicker ist ein kleines, aus Kunststoff oder Metall gefertigtes Werkzeug, das auf Knopfdruck ein Klickgeräusch von sich gibt. Durch dieses akustische Signal lassen sich Tiere wie Hunde und Katzen, aber auch viele andere Arten auf den Punkt genau belohnen und trainieren.

Wer einen Katzen- oder Hunde-Clicker zum Test kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Es sind verschiedenste Modelle auf dem Markt, einige ähneln sich auch stark. In der Regel funktioniert ein Clicker wie ein Knackfrosch, bei dem ein metallener Streifen durch Verbiegen ein Knackgeräusch von sich gibt.

Dieses Geräusch ist mehr oder weniger einmalig und für das Tier mit keiner Bedeutung verbunden, was für das Training ideal ist. Denn so kann es unbeeinflusst lernen, dass das Klicken als Bestätigung fungiert und wird das Geräusch in jeder Situation wiedererkennen.

Die besten Clicker aus dem Test im Überblick

Timing ist keine Stadt in China!

Damit aus dem Training mit dem Clicker kein einmaliger Test wird, bedarf es eines gewissen Grundwissens über die Lernprozesse, die dabei ablaufen, aber vor allem benötigen Tierbesitzer ein gutes Timing. Das Klickgeräusch bestätigt immer jenes Verhalten, das das Tier zum Zeitpunkt des Klicks zeigt oder zumindest innerhalb der letzten maximal 0,7 Sekunden (bei Hunden und Katzen) gezeigt hat. Der Klick muss also präzise und schnell eingesetzt werden.

Wie funktioniert Klickertraining?

Clicker für Hund und Katz': Test- oder probeweise ist das Training jedoch nur für kleinere Tricks sinnvoll.

Clicker für Hund und Katz’: Test- oder probeweise ist das Training jedoch nur für kleinere Tricks sinnvoll.

Die Arbeit mit einem Clicker – in einem Test wie im regulären Training – basiert auf operanter Konditionierung. Nach diesem Konzept der Lerntheorie lässt sich spontanes Verhalten nachhaltig formen, d. h. verstärken oder verhindern. Im Fall des Klickertrainings wird erwünschtes Verhalten durch den Klick bestätigt und so verstärkt.

Dazu bedarf es vorbereitend jedoch klassischer Konditionierung, denn ohne diese hat das Klickgeräusch für das Tier keine Bedeutung. Dazu wird geklickt und unmittelbar daran erfolgt die Belohnung, meist mit einem kleinen Stück Futter. Nach einigen Wiederholungen weiß das Tier nun, dass der Klick die Belohnung ankündigt.

Nicht der Klick an sich ist also die Belohnung, er dient lediglich

  • als Markersignal (“Gut gemacht!”) und
  • als Überbrückung des Zeitraums zwischen Bestätigung des Verhaltens und der Belohnung für dieses Verhalten.

So kann der Katzen- oder Hunde-Clicker zum Test beispielsweise zum schnellen Erlernen von Tricks genutzt werden (allerdings erst nach dem ersten Schritt zur klassischen Konditionierung der Belohnung auf den Clicker). Soll das Tier lernen, die Pfote zu heben, müsste immer dann geklickt werden, wenn dieses Verhalten gezeigt wird. Bei Hunden oder Katzen, die viel mit der Pfote machen, ist dies einfacher als bei solchen, die eher wenig ihre Tatzen einsetzen.

Ist es nötig, können Besitzer jedoch auch das gewünschte Verhalten provozieren, z. B. durch Antippen der Pfote, oder in kleinen Teilschritten formen. Vor allem Hunde werden im Training durchaus auch aktiv und versuchen herauszufinden, was ihr Mensch von ihnen möchte, und dazu verschiedene Verhaltensweisen ausprobieren.

Wann ist Klickertraining geeignet, wann ungeeignet?

Clicker für den Hund: Kaufen sollten Besitzer das Trainingswerkzeug, wenn z. B. ein Alternativverhalten aufgebaut werden soll.

Clicker für den Hund: Kaufen sollten Besitzer das Trainingswerkzeug, wenn z. B. ein Alternativverhalten aufgebaut werden soll.

Das Training mit dem Clicker ausschließlich test- oder probeweise auszuprobieren, lohnt in der Regel nur, wenn es um einfache Tricks geht. Soll ein komplexeres Verhalten erlernt werden, ist etwas Geduld nötig – dafür ist korrekt ausgeführtes Klickertraining aber auch extrem nachhaltig.

Allerdings kann dem jeweiligen Test-Tier mit Clicker kein unerwünschtes Verhalten abgewöhnt werden – jedenfalls nicht unmittelbar. Mit dem Clicker lässt sich jedoch gut ein Alternativverhalten aufbauen und etablieren. Bellt ein Hund bspw. an der Leine Artgenossen an, so kann mit dem Clicker im Praxis-Test das Alternativverhalten (z. B. Anschauen des Halters auf ein Kommando hin) zielgenau bestätigt werden.

Dazu muss zuvor jedoch dieses Verhalten aufgebaut, d. h. ohne den Reiz trainiert werden, der sonst das unerwünschte Verhalten auslöst. Erst danach kann auch unter Ablenkung geübt werden. Kippt das hündische Verhalten wieder ins Bellen, war der Reiz (= Artgenosse) zu stark und muss verringert werden – etwa durch Vergrößern der Distanz zum auslösenden Reiz.

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (32 votes, average: 4,60 out of 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar


Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2019 vom VFR Verlag zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.