Seefunkgerät-Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 12. August 2019

Kein Blauwasser ohne Funk

Ein UKW-Seefunkgerät, das im Test von Ihnen geprüft werden kann, hat in der Regel eine Reichweite von höchstens 30 Seemeilen.

Ein UKW-Seefunkgerät, das im Test von Ihnen geprüft werden kann, hat in der Regel eine Reichweite von höchstens 30 Seemeilen.

Kaum ein Sportboot segelt heute noch ohne Funkgerät an Bord. Insbesondere beim Blauwasser- oder Hochseesegeln ist eine gute Seefunkanlage unerlässlich. Ob Sie nun während eines Törns mit Schiffen in der Nähe kommunizieren oder sich bei einer Marina, also einem Yachthafen, anmelden wollen: In der Regel nutzen Segler hierfür ein UKW-Seefunkgerät. Auch wenn Sie in Seenot geraten oder eine Person aus Ihrer Mannschaft ärztliche Hilfe benötigt, kann so ein Gerät essentiell sein. Spätestens, wenn Sie in ein fremdes Land einreisen wollen, benötigen Sie es, um sich bei den Behörden anzumelden.

Bevor Sie eine Funkanlage an Bord installieren und nutzen, müssen Sie sicherstellen, dass zumindest ein Crew-Mitglied ein Short Range Certificate (SRC) besitzt – das ist gewissermaßen ein Funkzeugnis. Weiterhin benötigen Sie ein Rufzeichen und eine Ihrer Seefunkstelle zugeordnete Nummer (Maritime Mobile Service Identity, MMSI), die Sie bei der Bundesnetzagentur beantragen können. Ob sich ein UKW-Seefunkgerät im persönlichen Test schließlich behaupten kann, hängt von diversen Faktoren ab.

Das Blauwassersegeln verdankt seinen Namen der tiefblauen Farbe des offenen Meeres. In Küstennähe ist das Wasser oft eher gräulich gefärbt.

Die besten Seefunkgeräte aus dem Test im Überblick

Handfunkgerät oder Seefunkanlage?

Nicht in allen Fällen muss die Kommunikation auf Gewässern mittels eines fest verbauten Seefunkgeräts erfolgen, sondern kann auch durch ein Handfunkgerät ablaufen. Wollen Sie sich allerdings auf den deutschen Binnengewässern bewegen, brauchen Sie zwingend eine Seefunkanlage, denn anders als in der Seeschifffahrt ist die Verwendung von Handgeräten in der Binnenschifffahrt untersagt. Obwohl Handfunkgeräte den Vorteil bieten, dass sie auf dem ganzen Boot verwendet und im Notfall mitgenommen werden können, bietet ein Seefunkgerät in Ihrem Test durch entscheidende Funktionen einen deutlichen Mehrwert. Um welche es sich handelt, erfahren Sie hier.

DSC: Digitaler Selektivruf

Damit ein Seefunkgerät im persönlichen Test überzeugen kann, muss es auf den Verwendungsort abgestimmt sein.

Damit ein Seefunkgerät im persönlichen Test überzeugen kann, muss es auf den Verwendungsort abgestimmt sein.

Nicht jedes Seefunkgerät, das einem Test unterzogen werden kann, verfügt über die gleichen Systeme. Im Gegensatz zu Handfunkgeräten können Funkanlagen DSC-fähig sein. Mit dem Digital Selective Calling ist es möglich, auf sichere Art digitale Notrufe abzusetzen und zu empfangen. Ist das Funkgerät mit GPS gekoppelt, kann im Zuge dessen auch eine Positionsangabe übermittelt werden. Üblicherweise funktioniert das über die Distress-Taste am Gerät.

Ein DSC-fähiges Seefunkgerät, das im Test von Ihnen erprobt werden kann, hört automatisch UKW-Kanal 70 ab, über den Notrufe gesendet und empfangen werden können. Ihre Position und Ihr Problem können Sie allerdings auch manuell mitteilen. Hierfür empfiehlt es sich, das eigene Rufzeichen und Ihre MMSI gut sichtbar an der Seefunkanlage anzubringen, damit diese in einer Notsituation sofort parat sind.

Daneben kann DSC auch dafür genutzt werden, verdeckte Gespräche mit einem bestimmten Schiff aufzubauen: Andere Schiffe, die sich in der Nähe befinden, bekommen dann nicht mit, was besprochen wird. Hierfür müssen Sie allerdings die MMSI Ihres gewünschten Gesprächspartners kennen.

Ein UKW-Seefunkgerät in Ihrem Test wird in der Regel eine Reichweite von höchstens 30 Seemeilen aufweisen. Für die Kommunikation mit weiter entfernten Schiffen benötigen Sie eine Kurzwellenfunkanlage. Hier beträgt die Reichweite oft mehrere hundert Seemeilen.

AIS und GPS: Was brauchen Sie wirklich?

Nicht jedes Seefunkgerät, das im Test von Ihnen erprobt werden kann, verfügt über ein Automatisches Identifikationssystem (AIS), allerdings kann es bei der Navigation hilfreich sein. So verringert es durch den Austausch von Navigationsdaten und MMSI etwa die Gefahr einer Kollision zwischen Schiffen. Zwar kann das System auch genutzt werden, um etwa illegalen Fischfang zu unterbinden, aber Sportbootfahrern hilft es hauptsächlich, um den Überblick in unübersichtlichem Schiffsverkehr zu behalten.

Ist Ihr persönlicher Vergleichssieger ein Modell mit AIS, benötigen Sie auch ein GPS, denn andernfalls können die nötigen Daten nicht übermittelt werden. Auch wenn das Seefunkgerät aus Ihrem Test DSC-fähig ist, empfiehlt sich GPS, da dieses bei einem Notruf Ihre genaue Position übermitteln kann. Die Alternative zum GPS ist eine Außenantenne am Schiff.

Berufsschiffe in nationaler und internationaler Fahrt müssen ab einer bestimmten Größe zwingend über eine AIS-Anlage verfügen. Für die Binnenschifffahrt gelten gesonderte Regelungen.

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