Tennisbälle-Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Franziska, letzte Aktualisierung am: 11. Juni 2019

Trotz Wimbledon – wer hat‘s erfunden? Die Franzosen … und die Engländer

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie in Ihrem persönlichen Tennisball-Test den richtigen Ball für sich finden.

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie in Ihrem persönlichen Tennisball-Test den richtigen Ball für sich finden.

In einem Londoner Stadtteil befindet sich der wohl berühmteste, der „heilige Rasen“ von Wimbledon. Seit 1877 liefern sich die besten Spieler beim ältesten und wichtigsten Tennisturnier spannende Duelle. Trotz dieser sehr langen Tradition ist Tennis keine rein englische Erfindung. Alles begann in den mittelalterlichen Klöstern Nordfrankreichs. Damals hielten sich die Mönche mit einem Ballspiel namens „Jeu de Paume“ fit. Das bedeutet so viel wie „Spiel mit der Handfläche“. Die Ordensbrüder spielten mit bloßen Händen und verwendeten einen Kork- oder Lederball, der allerdings nicht so gut sprang. Der Tennisschläger kam erst im 14. Jahrhundert auf.

Die Engländer kamen später ins Spiel. Walter Clopton Wingfield gilt als Erfinder des modernen Tennis, beruht der heutige Ballsport doch im Wesentlichen auf seinen Spielregeln. Ungefähr zu dieser Zeit wurden die Bälle auch erstmals mit Filz überzogen. Doch wodurch zeichnen sich gute Tennisbälle aus? Wir verraten Ihnen, wie Sie Tennisbälle im eigenen Test auf den Prüfstand stellen.

Die besten Tennisbälle aus dem Test im Überblick


Klein, rund, filzig und innen immer hohl

Der Tennisball entwickelte sich im Laufe der Zeit immer weiter. Während er früher noch aus Leder oder Kork bestand, weist er heute eine filzige Oberfläche auf und ist innen hohl. Er besteht aus zwei Schalen, die aus Gummi hergestellt und zusammengeschweißt werden. Anschließend dampfen die Hersteller eine Filzschicht auf die Gummihülle auf. Doch wofür der ganze Aufwand? Weil die Beschaffenheit des Balls maßgeblich ist für das Spiel. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Tennisbälle kaufen wollen.

Gütesiegel als Qualitätsmerkmal – ITF-geprüfte Tennisbälle

Achten Sie bei Ihrem Test darauf, dass Tennisbälle nicht allzu teuer sind, denn sie halten nicht ewig und müssen häufig ersetzt werden.

Achten Sie bei Ihrem Test darauf, dass Tennisbälle nicht allzu teuer sind, denn sie halten nicht ewig und müssen häufig ersetzt werden.

Die im Handel erhältlichen Bälle unterscheiden sich stark in ihren Eigenschaften und ihrer Qualität. Deshalb lohnt es sich, Tennisbälle im persönlichen Test unter die Lupe zu nehmen und auf die folgenden Punkte hin zu prüfen.

Die International Tennis Federation (ITF) stellt ganz konkrete Anforderungen an einen Tennisball, der bei einem offiziellen Spiel zum Einsatz kommen soll:

  • Oberfläche: Jeder Ball besteht aus zwei Gummihälften, die zusammengeschweißt sind. Die Oberfläche aus gelbem Filz muss gleichförmig rund und nahtlos verarbeitet sein. Die Schweißnaht gibt dem Ball sein charakteristisches Aussehen. Sie entspricht zwar den Regeln der ITF, bildet aber gleichzeitig den Schwachpunkt des Balls, weil er sich auf dessen Haltbarkeit auswirkt.
  • Gewicht: Wenn Sie Tennisbälle im Eigen-Test prüfen, achten Sie auch auf das Gewicht. Dieses muss für offizielle Spielbälle zwischen 56,7 und 58,5 Gramm liegen. Diese minimale Differenz beeinflusst die Beschleunigung, Flugweite und Flugbahn des Balls.
  • Größe bzw. Durchmesser: Die ITF schreibt einen Durchmesser von 6,35 und 6,67 cm vor. Auch dieser winzige Größenunterschied wirkt sich maßgeblich auf das Tennisspiel aus.
ITF-geprüfte Bälle der Hersteller sind als solche mit einem Gütesiegel gekennzeichnet und daher ein guter Hinweis auf Qualität. Achten Sie bei Ihrem persönlichen Tennisbälle-Test darauf.

Haltbarkeit von Tennisbällen: Keine Anschaffung fürs Leben

Auch geprüfte Tennisbälle halten nicht ewig. Tennisbälle verschleißen aufgrund der Beanspruchung – je nach Aufbau und Verarbeitung geht das unterschiedlich schnell. Wenn Sie sich für besonders günstige Tennisbälle entscheiden, müssen Sie damit rechnen, dass diese nicht lange halten. Der Filz lässt oft nach einigen Sätzen nach oder die Naht platzt auf.

Auch der Belag, auf dem Sie Tennis spielen, wirkt sich auf die Haltbarkeit der Bälle aus. Auf Sandboden verschleißen Tennisbälle am schnellsten, selbst wenn sie von angesehenen Marken stammen.

Achten Sie bei Ihrem persönlichen Tennisbälle-Test auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Aufgrund der sehr begrenzten Haltbarkeit sollten Tennisbälle nicht zu teuer sein.

Ganz schön unter Druck: Druckbälle oder lieber drucklose Tennisbälle kaufen?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, was Sie spielen. Benutzen Sie den jeweiligen Tennisball für ein Turnier oder trainieren Sie nur? Druckbälle sind prima geeignet für Turniere und lange Spiele, während sich drucklose Tennisbälle besser für das Training und Spiele in der Freizeit eignen. Doch letztlich ist es auch eine Frage der persönlichen Vorliebe. Machen Sie Ihren eigenen Tennisbälle-Test.

Bälle mit Innendruck enthalten ein Gas und weisen einen höheren Innendruck auf als die Umgebung. Die Hersteller verpacken sie deshalb in Dosen, die einen gleichen Druck haben wie die Bälle. Diese Tennisbälle sind recht leicht, haben gute Sprungeigenschaften und sind deshalb für Fortgeschrittene und Profis geeignet. Weil das Gas im Inneren aber im Laufe der Zeit entweicht, passt sich der Innendruck dem Außendruck an, sodass der Ball allmählich seine gute Sprungeigenschaft verliert und ausgetauscht werden muss. Außerdem ist er für Ballmaschinen nicht geeignet.

Bei drucklosen Bällen ist der Innendruck genauso hoch wie der Außendruck. Das macht sie haltbarer. Bei ihnen resultiert das gute Sprungverhalten allein aus der dickeren Gummihülle. Bei Ihrem Tennisbälle-Test werden Sie aber auch feststellen, dass drucklose Bälle schwerer sind. Sie eignen sich gut für Freizeitsportler und Anfänger sowie für das Training mit Ballmaschinen.

Beste Tennisbälle für Kinder und Einsteiger – für jeden der richtige Ball

Wie finde ich für mich geeignete Tennisbälle? Ihr persönlicher Testsieger muss zu Ihren spielerischen Fähigkeiten passen.

Wie finde ich für mich geeignete Tennisbälle? Ihr persönlicher Vergleichssieger muss zu Ihren spielerischen Fähigkeiten passen.

Den allerbesten Tennisball gibt es nicht. Vielmehr hängt die richtige Wahl davon ab, wer was spielt. Anfänger zum Beispiel können noch nicht so schnell und gewandt reagieren wie Profis. Für sie sind daher langsamere Bälle besser geeignet.

Hier lassen sich verschiedene Kategorien unterscheiden, die Sie auch bei Ihrem Tennisbälle-Test einbeziehen sollten:

  • Stage-3-Bälle sind 75 Prozent langsamer als gewöhnliche Tennisbälle. Sie eignen sich für das Training auf einem Kleinfeld (11 m x 5,5 m) und vor allem für junge Kinder zwischen 6 und 10 Jahren.
  • Stage-2-Tennisbälle sind im Vergleich zum normalen Ball um 50 Prozent verlangsamt und dienen Kindern zwischen 8 und 12 Jahren vor allem als Methodikball oder um neue Bewegungsabläufe einzuüben.
  • Stage-1-Bälle sind nur noch 25 Prozent langsamer, bieten Einsteigern aber dennoch genug Zeit, um auf einen Angriff zu reagieren. Mit diesen Tennisbällen können Erwachsene Tennis lernen. Auch für bereits im Tennisspiel geübte Kinder sind sie gut geeignet.
Viele Hersteller haben für Kinder besondere Tennisbälle entwickelt. Sie sind stark verlangsamt und teilweise aus Schaumstoff, um die Verletzungsgefahr zu verringern.

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