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Bumerang-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Früher Jagdwaffe, heute „Wegwerfartikel“ der besonderen Art

Eine Art Bumerang-Test gab es schon bei den jungen Aborigines: Sie lernten den geschickten Umgang mit dem Wurfgerät eher spielerisch.

Eine Art Bumerang-Test gab es schon bei den jungen Aborigines: Sie lernten den geschickten Umgang mit dem Wurfgerät eher spielerisch.

Wir schreiben das Jahr 1985. In der Oblazowa-Höhle in den polnischen Karpaten liegt ein merkwürdiger Gegenstand, der aus dem Stoßzahn eines Wollhaarmammuts gefertigt wurde. Sein Alter wird später von Forschern auf etwa 23.000 Jahre geschätzt. Es handelt sich um einen nicht zurückkehrenden Bumerang der Sorte „Never come back“ („Kylie“) – genauer um den ältesten bekannten Bumerang-Fund.

Damit sind zwei Dinge klar: Der Bumerang kehrt eben nicht immer zu seinem Werfer zurück. Und er gehört nicht ausschließlich zur Kultur der australischen Aborigines. Seine wahre Ursprungsgeschichte lässt sich heute nur noch schwierig zurückverfolgen.

Wurde der Bumerang einst von unseren Vorfahren gebaut, um Jagdbeute zu erlegen, erfreut er sich heute als Sportgerät zum „Wegwerfen“ großer Beliebtheit. Doch damals wie heute war und ist das Werfen dieser einstigen Jagdwaffe eine kleine Wissenschaft für sich. Freizeit-Werfer, die sich einen Bumerang kaufen möchten, sollten bei dieser Anschaffung einiges beachten. Und wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren persönlichen Bumerang-Test durchführen.

Der beste Blumerang aus dem Test im Überblick


Kylies und Killersticks – geschliffene Wurfhölzer mit leichtem Auftrieb

Den heutigen Bumerang als Freizeit-Sportgerät gibt es in zahlreichen Ausführungen, Formen und Farben. Richtig geworfen, kann der Werfer ihn am selben Ort wieder einfangen. Je nachdem, wofür Sie den Bumerang (oder Boomerang) kaufen wollen, empfiehlt sich ein anderes Modell. Wir erklären Ihnen die Unterschiede.

Turnierwerfer oder Anfänger: Bumerangs für jede Gelegenheit

Für Ihren persönlichen Boomerang-Test benötigen Sie ausreichend Platz - mindestens 50 x 50 Meter.

Für Ihren persönlichen Boomerang-Test benötigen Sie ausreichend Platz – mindestens 50 x 50 Meter.

Der Kylie-Bumerang der Aborigines flog nur geradeaus und kehrte nicht zum werfenden Jäger zurück. Er war um einiges schwerer und größer als die heutigen Modelle. Die Aborigines jagen aber auch mit wiederkehrenden Bumerangs. 1770 brachte James Cook einen davon von seiner Australienreise nach Europa mit. Dort erfreut sich die ursprüngliche Wurfwaffe seit den 1930ern als Spiel- und Sportgerät für die Freizeit großer Beliebtheit.

Die heutigen Wurfgeräte vollziehen nach dem Wurf eine rotierende Bewegung und kehren auf einer kreisrunden Flugbahn zurück zum Werfer. Je nachdem, ob Sie bereits Profi-Werfer oder Einsteiger sind oder einen Bumerang für Ihr Kind suchen, muss dieser gänzlich unterschiedlichen Anforderungen genügen. Machen Sie daher Ihren persönlichen Bumerang-Test und finden Sie das für sich am besten passende Modell.

Für das heutige Wurfvergnügen wird zwischen drei Arten von Bumerangs unterschieden:

  • Turnier-Bumerang
    Er ist klein, leicht und dynamisch, hat in der Regel drei Flügel und ist recht einfach wieder zu fangen.
  • Real-Bumerang
    Dieses Modell besteht aus zwei Flügeln und ist schwer, groß und stabil. Er lässt sich nicht so einfach fangen.
  • Anfänger-Bumerang
    Dieses Einsteiger-Gerät mit drei oder mehr Flügeln lässt sich leicht wieder fangen. Es ist groß, leicht und schlicht gehalten.
Tipp für Ihren persönlichen Bumerang-Test: Für einen schnellen Lernerfolg sollten Anfänger mit einem mindestens 3-flügeligen Anfänger- oder Turnier-Bumerang beginnen. Mit diesen Geräten bekommen Sie am ehesten ein gutes Gefühl für den richtigen Wurf. Einsteiger sollten zunächst keinen traditionellen Bumerang aus Holz kaufen, weil dieser nur schwer zu werfen und zu fangen ist.

Wie viel Flügel dürfen es sein: zwei, drei oder mehr?

Bevor Sie Ihren persönlichen Bumerang-Test machen, wollen wir Ihnen die verschiedenen Formen dieses Sportgeräts vorstellen. Den traditionellen Bumerang mit zwei Flügeln kennt wohl jeder. Es gibt aber auch Varianten mit drei oder mehr Flügeln. Diese haben bessere Flugeigenschaften und lassen sich einfach werfen und gut fangen. Deshalb eignen sie sich besonders gut für Anfänger.

Der Zweiflügler wird in verschiedenen Formen hergestellt:

  • standardmäßig mit einem Winkel von mindestens 90 Grad
  • V-förmig mit einem Winkel von circa 60 Grad
  • als Hook geformt (englisch für „Haken“)
  • Omega- oder Quirl-förmig

Statt einen Bumerang zu kaufen, können Sie sich auch selbst einen bauen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen.

Statt einen Bumerang zu kaufen, können Sie sich auch selbst einen bauen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen.

Die Flügel geben dem Bumerang den nötigen Auftrieb, ähnlich wie die Tragflächen eines Flugzeugs. Beim Wurfgerät ist der Auftrieb allerdings eher unregelmäßig und zur Seite gerichtet. Zusätzlich sorgt der gyroskopische Effekt dafür, dass das Wurfgerät trotz rotierender Bewegung stabil in der Luft liegt.

Neben der Flügelanzahl sollten Sie bei Ihrem Bumerang-Test auch die folgenden Kriterien berücksichtigen:

  • Beschaffenheit des Materials
  • Form und Größe des Bumerangs
  • Links- oder Rechtshänder

Klassiker aus Holz oder Kunststoff-Bumerang?

Turnier-Teilnehmer und geübte Werfer werden eher einen Profi- oder Sport-Bumerang aus Holz kaufen. Diese Modelle weisen bessere Flugeigenschaften auf, sind aber auch schwieriger handhabbar. Deren höheres Gewicht sorgt zwar für mehr Stabilität, kann aber auch schneller zu Verletzungen und Sachbeschädigungen führen.

Einsteiger und Kinder sollten eher zu einem Plastik-Bumerang greifen. Dieser ist leicht, robust und relativ preiswert. Außerdem hält er den Strapazen beim Üben gut stand.

Tipp: Für fortgeschrittene Werfer, die einen Bumerang aus Holz kaufen wollen, eignen sich Sport-Geräte aus finnischem Flugzeug-Sperrholz besonders gut. Dieses Material ist flexibel, robust, bruchsicher und sehr langlebig. Es kompensiert die Kräfte, die auf den Bumerang einwirken, besonders gut.

Gibt es auch Bumerangs für Linkshänder?

Die wichtigste Frage vor Ihrem ersten Bumerang-Test ist jedoch, ob Sie mit links oder rechts werfen. Denn Linkshänder können aufgrund der Bauart keinen Bumerang für Rechtshänder nutzen.

Während der Bumerang-Sport früher ausschließlich Rechtshändern vorbehalten war, gibt es heute auch Modelle, die für Linkshänder oder sogar für beide verwendbar sind. Linkshänder-Modelle sind anders profiliert als herkömmliche Bumerangs. Und Sie haben ein anderes Flugbild.

Wie führe ich einen Bumerang-Test durch?

Sie kennen nun die wichtigsten Kriterien, die Sie beim Kauf beachten sollten. Doch in den meisten Fällen werden Sie den Bumerang vorher kaum testen können, zumal selbst verursachte Gebrauchsspuren in der Regel zum Kauf verpflichten. Es gibt trotzdem einige Möglichkeiten, um auf einfache Art herauszufinden, ob der Bumerang-Sport etwas für Sie ist.

Bester Bumerang - welcher ist das? Das ist derjenige mit den besten Flugeigenschaften, sofern er für den jeweiligen Werfer geeignet ist.

Bester Bumerang – welcher ist das? Das ist derjenige mit den besten Flugeigenschaften, sofern er für den jeweiligen Werfer geeignet ist.

  1. Bauen Sie sich Ihren eigenen Bumerang
    Diese recht preiswerte Variante ist vor allem etwas für Hobby-Bastler. Wenn Sie im Internet Bumerangs suchen, finden Sie auch schnell Anleitungen für die verschiedensten Modelle aus Holz oder Papier, mit zwei, drei oder mehr Flügeln. So können Sie verschiedene Bumerangs ausprobieren und Ihr Lieblingsmodell finden.
  2. Bumerang-Wurfkurse
    Bei Wurfkursen lernen Sie, verschiedene Bumerangs korrekt zu werfen und Ihnen werden die physikalischen Grundlagen vermittelt, die hinter dem Flug dieses Wurfgeräts stecken. Allerdings müssen Sie bei diesem Bumerang-Test etwas tiefer in die Tasche greifen, weil ein Kurs schon mal so viel kosten kann wie ein guter Bumerang. Andererseits lernen Sie hier die Wurftechnik von Profis.
  3. Preiswerten Bumerang kaufen
    Einsteiger können sich einen günstigen Bumerang kaufen und mit diesem ausprobieren, ob dies das richtige Freizeitvergnügen ist. Dabei lohnt sich ein Vergleich verschiedener Modelle im Internet.
Tipp: Neben Testberichten verschiedenster Anbieter können Sie sich auch über Kundenbewertungen in Online-Shops einen guten Überblick verschaffen. Kunden geben dort gern eine persönliche Einschätzung ab.

Wenn Sie Ihren persönlichen Favoriten gefunden haben, kann es endlich losgehen. Alles, was Sie außer Ihrem neuen Bumerang brauchen, ist Windstille, ausreichend Platz (mindestens 50 mal 50 Meter) und ein wenig Geduld beim Üben. Oder wie es Joachim Ringelnatz humorvoll in seinem Gedicht beschrieb:

War einmal ein Bumerang
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
aber kam nicht mehr zurück.
Publikum – noch stundenlang –
wartete auf Bumerang.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim sportlichen „Wegwerf“-Vergnügen.

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