Pfefferspray-Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 6. August 2019

Pfefferspray: Eine gute Abwehrmöglichkeit?

In einer akuten Notsituation können Sie nicht erst eine Gebrauchsanweisung lesen. Machen Sie sich daher mit dem Pfefferspray im Test vertraut.

In einer akuten Notsituation können Sie nicht erst eine Gebrauchsanweisung lesen. Machen Sie sich daher mit dem Pfefferspray im Test vertraut.

Es ist wohl der Albtraum jeder Frau, nachts auf dem Nachhauseweg von einem Unbekannten verfolgt zu werden. Unabhängig davon, ob es sich dabei nur um ein dubioses Gefühl handelt, oder ob Sie sich in einer echten Gefahrensituation befinden, können Sie einiges unternehmen, um Ihre Sicherheit zurückzugewinnen. Eine Möglichkeit ist etwa, ein Pfefferspray bei sich zu tragen. Selbstverständlich können sich auch Männer in Situationen wiederfinden, in denen sie einen Angreifer abwehren müssen. Dennoch hat sich das Pfefferspray in der öffentlichen Wahrnehmung als Mittel der weiblichen Selbstverteidigung festgesetzt. Das mag etwa daran liegen, dass Frauen sich männlichen Angreifern häufig körperlich unterlegen fühlen und mit so einer Situation anders umgehen.

Wollen Sie Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen, indem Sie ein Pfefferspray kaufen, sollte ein Test damit auf jeden Fall einmal von Ihnen durchgeführt werden, bevor Sie in eine Situation kommen, in der Sie das Spray anwenden müssen. Nur wenn Sie wissen, wie Sie derartige Sprays verwenden müssen, können Sie unter entsprechenden Umständen sicher damit umgehen. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein Pfefferspray einem Test unterziehen wollen, und wie Sie das für Sie beste Freizeitzubehör finden, erfahren Sie hier.

Die besten Pfeffersprays aus dem Test im Überblick:

Ist Pfefferspray legal?

Unter Pfefferspray ist ein Reizstoffsprühgerät zu verstehen, das eine Capsaicin-haltige Flüssigkeit abschießt. Bei einem Angreifer, der davon getroffen wird, löst das ein starkes Brennen bzw. einen scharfen Schmerz aus. Solange so ein Spray als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist, können Sie es auch ohne Waffenschein legal erwerben. Der Einsatz gegen Menschen ist jedoch nur zur Notwehr gestattet. Wenn wir hier davon sprechen, ein Pfefferspray im Test zu erproben, ist damit daher natürlich nicht gemeint, es testweise gegen eine andere Person einzusetzen. Allerdings sollten Sie sich mit den Sprüheigenschaften Ihres Pfeffersprays vertraut machen, denn dahingehend gibt es unterschiedliche Modelle.

Pfeffersprays, die nicht eindeutig als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind, fallen in Deutschland unter das Waffengesetz. In der Regel dürfen Sie es dann weder kaufen noch bei sich tragen. Die Bezeichnung „Tierabwehrspray“ kann allerdings auch durch Begriffe wie „Spray zur Tierabwehr“ oder „Hundeabwehrspray“ ersetzt werden.

Unterschiedliche Gasarten

Bevor Sie sich an einen eigenen Test unterschiedlicher Pfefferspray-Modelle heranwagen, um die für Sie optimale Variante zu finden, sollten Sie sich mit den unterschiedlichen Arten, mit denen solche Sprays die Flüssigkeit abschießen, vertraut machen. Wenngleich die prinzipielle Wirkung immer gleich ist, sind drei Varianten von Pfeffersprays zu unterscheiden:

Wenn Sie ein Pfefferspray im Praxis-Test lediglich erproben, dürfen Sie es auf keinen Fall gegen eine andere Person einsetzen.

Wenn Sie ein Pfefferspray im Praxis-Test lediglich erproben, dürfen Sie es auf keinen Fall gegen eine andere Person einsetzen.

  1. Sprühnebel: Haben Sie vor Ihrem Pfefferspray-Test noch nie ein solches Abwehrspray benutzt, werden Sie diese Variante möglicherweise als die einfachste empfinden. Im Vergleich zu anderen Varianten, müssen Sie nicht genau zielen, um einen Angreifer mit dem Sprühnebel zu treffen, da es sich hierbei um eine Art Gaswolke handelt. Allerdings empfiehlt sich diese Variante nicht bei starkem Wind, da dieser den Sprühnebel nicht nur forttragen, sondern auch dafür sorgen kann, dass Sie sich selbst mit dem Reizgas treffen.
  2. Sprühstrahl: Für einen starken, gezielten Einsatz eignet sich ein Strahl deutlich besser als eine Wolke. Gut ist an dieser Variante, dass sich der Sprühstrahl nicht so leicht zerstreuen lässt – sofern kein zu starker Wind herrscht. Wollen Sie diese Pfefferspray-Variante im Test erproben, sollten Sie allerdings darauf vorbereitet sein, dass Sie hier besser zielen müssen, um einen Angreifer zu treffen. Manche Modelle versprühen keinen Flüssigkeits-, sondern einen Schaumstrahl, der sich nur schwer abwaschen lässt. Trauen Sie sich das genaue Zielen in einer Notsituation nicht zu, sollten Sie möglicherweise davon Abstand nehmen, ein Pfefferspray mit Strahl nach Ihrem Test mit sich zu führen.
  3. Gel: Ebenso wie ein Schaumstrahl ist das Pfeffergel bei windigen Verhältnissen relativ gut einzusetzen. Auch die Reichweite ist deutlich höher als bei der Sprühnebel-Variante. Trifft das Gel einen Angreifer, bleibt es an diesem kleben und kann sich nur schwer entfernen lassen. Sowohl der Wirkungsbereich als auch die Wirkungsintensität sind groß, wenn Sie sich für ein Pfefferspray mit Gel in Ihrem Test entscheiden.
Ein Pfefferspray, das sich in Ihrer Handtasche befindet, nützt Ihnen nichts. Wenn Sie unterwegs sind, sollten Sie es beispielsweise in Ihrer Jackentasche haben, damit es im Notfall sofort griffbereit ist. Bestenfalls umschließen Sie es bereits mit der Hand.

Bestes Pfefferspray? Ein persönlicher Test zeigt, worauf es ankommt!

Beim Test, mit welchem Pfefferspray Sie sich am sichersten fühlen, sollten Sie selbstverständlich auch keine Tiere verletzen.

Beim Test, mit welchem Pfefferspray Sie sich am sichersten fühlen, sollten Sie selbstverständlich auch keine Tiere verletzen.

Wenn Sie ein Pfefferspray einem persönlichen Test unterziehen, sollten Sie darauf achten, dass es die sogenannte Crossfire-Technologie verwendet. Dann ist in der Regel sichergestellt, dass Sie das Spray auch dann verwenden können, wenn der Dosenkopf nach unten gerichtet ist oder Sie das Behältnis schräg halten. Haben Sie geklärt, mit welchen Sprüheigenschaften Sie am besten zurechtkommen, sollten Sie beim Kauf eines Pfeffersprays vor allem auf die vom Hersteller zugesicherte Reichweite achten. Während diese bei Sprühnebel-Modellen üblicherweise etwa anderthalb Meter oder weniger beträgt, sind Sie deutlich flexibler, wenn Sie sich für ein Pfefferspray in Ihrem Test entscheiden, das einen Schaum oder ein Gel verschießt.

Solche Sprays erreichen unter optimalen Windbedingungen in der Regel zwischen drei und fünf Metern. Bedenken Sie, dass Sie einen Angreifer deutlich besser von sich fernhalten können, wenn er fünf statt nur anderthalb Meter von Ihnen entfernt ist. Allerdings muss sich aus der entsprechenden Situation auch bei größerer Entfernung eine deutliche Gefahr für Sie ergeben, damit der Einsatz des Pfeffersprays als Notwehr gilt.

Falls Sie abends oder nachts alleine unterwegs sind und sich unsicher fühlen, können Sie das Heimwegtelefon unter der Nummer 030 120 74 182 anrufen. Ehrenamtliche begleiten Sie dann am Telefon, bis Sie zuhause angekommen sind. Wenn Sie unterwegs Ihren aktuellen Standort durchgeben, kann der Mitarbeiter sofort die Polizei verständigen, wenn Sie in eine Notsituation kommen sollten. Bei einem Anruf fallen die üblichen Gebühren für einen Anruf ins Deutsche Festnetz an. Die Telefonzeiten sind folgende:

  • Sonntag bis Donnerstag: 20 bis 24 Uhr
  • Freitag bis Samstag: 22 bis 4 Uhr

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