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Reithelm-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Reithelme: Teuer ist nicht gleichzeitig immer gut

In einem Reithelm-Test erfahren Sie, wie gut die einzelnen Produkte abschneiden.

In einem Reithelm-Test erfahren Sie, wie gut die einzelnen Produkte abschneiden.

„Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde […].“ Das sagte schon Friedrich von Bodenstedt.

Trotz dieser schönen Beschreibung, bringt der Reitsport auch Gefahren mit sich, die nicht zu unterschätzen sind. Die passende Ausrüstung ist ein Muss, um im Ernstfall geschützt zu sein.

Hierzu zählen nicht nur das passende Schuhwerk und eine Reithose, sondern vor allem auch der Reithelm. In einem Test können Sie herausfinden, welche Modelle gut abschneiden und welche Eigenschaften sie aufweisen. Worauf Sie anschließend beim Kauf eines Reithelms achten müssen, erklären wir in diesem Ratgeber.

Welche EU-Normen müssen Reiterhelme erfüllen und gibt es eine Helmpflicht zu Pferde?

Die besten Reithelme aus dem Test im Überblick

Die Sicherheit geht vor: Auch hoch zu Ross

Der Reitsport ist äußerst vielseitig und kann beispielsweise im Therapiebereich helfen. Darüber hinaus zählt er auch zu den Profi-Sportarten und regelmäßig werden Turniere ausgerichtet. Beispielsweise sind die Vielseitigkeit, die Dressur und das Springen olympische Disziplinen.

Je nach Pferd und Disziplin können die Tiere bis zu 70 km/h schnell werden, teilweise sogar noch schneller. Darüber hinaus können sie über 180 cm groß werden. Selbstredend, dass da ein Sturz gefährlich sein kann.

Bei Turnieren der Prüfungsstufen E und A gibt es laut Leistunsgprüfungsverordnung eine Helmpflicht. Ansonsten tragen die meisten Reiter alleine aus versicherungstechnischen Gründen Reiterhelme.


Wichtig für einen Reithelm-Test: Die Helme müssen die EU-Norm erfüllen

Zu den wichtigsten Equipments zählt beim Reiten der Helm. Doch welcher Reithelm ist besonders gut und auf welche Angaben sollten Sie in einem Reithelm-Test achten? Als Kriterium für gute Reithelme können Sie Sicherheitsnormen heranziehen.

Die aktuelle EU-Norm ist die EN 1384:2012. Wobei das Wort „aktuell“ hier mit Vorsicht zu genießen ist, denn die EU-Kommission hat diese 2014 abgeschafft, allerdings keine neue verabschiedet. Helme, die vor dem 15.12.2014 produziert wurden, dürfen noch weiter verkauft werden.

Achten Sie bei dem Kauf eines Reithelms auf das Produktionsdatum im Helm. Liegt dieser schon seit Jahren im Laden, sollten Sie ihn nur als Restposten zu einem entsprechenden Preis erwerben. Bedenken Sie: Auch im Laden altert der Reithelm und kann dann nicht mehr so lange getragen werden.

Zurzeit gilt eine Übergangsnorm (VG1 01.040 2014-12) an der sich Reiter orientieren können. Neue Reithelme, die einem Test unterzogen werden, werden in der Regel noch entsprechend der EN 1384 geprüft. Hinzu kommen vier Neuerungen:

Es muss kein Fahrradhelm sein: Ein Reiterhelm fürs Kind ist auch in einem Test zu finden, da es die Helme schon in kleinen Größen gibt.

Es muss kein Fahrradhelm sein: Ein Reiterhelm fürs Kind ist auch in einem Test zu finden, da es die Helme schon in kleinen Größen gibt.

  • Das Sichtfeld: Es gibt nun ein Sichtfeld, welches der Reithelm freilassen muss. Es ist auf die Bedürfnisse für Reiter abgestimmt. Der am Helm befindliche Schirm muss nun kürzer und flexibler sein, damit er nicht splittern kann.
  • Die Seitensteifigkeit: Ein neuer Reiterhelm muss in einem Test eine seitliche Belastung von 60 kg aushalten.
  • Stabilitätstest: Wird ein Stabilitätstest durchgeführt, werden Helme im Labor auf einen Prüfkopf geschnallt. Dann zieht ein 5-kg-Gewicht 30 Sekunden lang vorne und hinten am Helm. Dieser darf sich maximal 15 mm bewegen.
  • Die Fallgeschwindigkeit: Auch diese wurde angehoben. Nun muss der Reithelm in einem Test eine Fallgeschwindigkeit von 5,9 m/s aushalten. Damit wird in einem Test von einer Fallhöhe von 1,80 m ausgegangen.
  • Der Helm muss zwischen vier und fünf Millimeter dicker sein als vorher.

Zu unterscheiden ist zwischen einem Reithelm und einer –kappe. Letztere wurde gerade aus optischen Gründen gerne bei Veranstaltungen getragen.

Wann muss ein neuer Reithelm her?

Muss ein Reithelm nach einigen Jahren aussortiert werden? Entspricht Ihr Helm der EN 1384 aber nicht der Übergangsnorm, können Sie diesen dennoch weitertragen. Allerdings beeinflussen verschiedene äußere Faktoren den Alterungsprozess, hierzu zählt beispielsweise die UV-Strahlung. Auch bei einer kühlen und trockenen Lagerung, sollte der Helm alle vier bis fünf Jahre ausgetauscht werden.

Besitzen Sie einen sehr guten Reithelm, der beispielsweise ein Vergleichssieger ist, nützt Ihnen das nichts, wenn Sie diesem nach einem Sturz oder Schlag weitertragen. Fallen Sie vom Pferd und prallen mit dem Kopf auf, ist der Reithelm unbedingt auszutauschen, auch wenn keine Risse zu sehen sind.

In einem Reithelm-Test müssen alle Modelle immer ein CE-Kennzeichen aufweisen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein Prüfsiegel, sondern um ein Verwaltungszeichen. Es besagt, dass das Produkt den geltenden Vorschriften entspricht. Ohne dieses Kennzeichen dürfen Helme im europäischen Wirtschaftsraum nicht verkauft werden, allerdings sind hin und wieder dennoch Produkte ohne Kennzeichnung auf dem Markt zu finden.

Reithelm gebraucht kaufen?

Gerade wenn Sie es auf einen bestimmten Reithelm aus einem Test abgesehen haben, der aber sehr teuer ist, liegt der Gedanke nahe, das Produkt gebraucht zu kaufen. Allerdings lassen sich dann einige Fragen nicht abschließend beantworten, die aber wichtig sind.

So können Sie nicht beurteilen, wie alt der Helm eigentlich ist. Darüber hinaus wissen Sie nicht, ob der Vorbesitzer vielleicht mit dem Reithelm gestürzt ist. Haarrisse lassen sich nicht mit bloßem Auge erkennen, können aber dafür sorgen, dass Reithelme bei einem Sturz nicht mehr ihre volle Schutzwirkung entfalten können. Haben Sie also Ihren persönlichen Reithelm-Vergleichssieger gefunden, ist es besser diesen nicht gebraucht, sondern neu zu kaufen.

Eine Reiterkappe ist in einem Test häufig nicht zu finden, denn sie ist nur teuer, schützt aber nicht.

Eine Reiterkappe ist in einem Test häufig nicht zu finden, denn sie ist nur teuer, schützt aber nicht.

Prüfen Sie, ob der angebotene Helm den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Daran lässt sich mitunter auch ablesen, wie alt der Helm ist. Zusammenfassend kann aber nur davon abgeraten werden, einen Reithelm gebraucht zu kaufen. Investieren Sie lieber ein paar Euro mehr und gehen Sie sicher, dass der Helm neu ist.

Für Kinder: Reithelme in einem Test bewerten

Auch wenn meist kein Reithelm fürs Kind in einem Test als solcher gekennzeichnet ist, können Sie trotzdem die jeweiligen Test-Ergebnisse heranziehen. So ist manch ein Modell schon für einen sehr geringen Kopfumfang zu haben. Auch ein Kinderreithelm wird in einem Test auf die bereits genannten Bestimmungen überprüft.

Besonders bei den Kleinsten sollten Sie eine fachkundige Beratung hinzuziehen. Der Helm sollte optimal passen, gleichzeitig aber nicht zu eng sitzen. Kinder haben häufig Probleme dies einzuschätzen. Der Gedanke „Da wächst das Kind noch rein.“, ist hier fehl am Platze.

Ein Reithelm in Kindergrößen ist in einem Test meist nicht extra gekennzeichnet, dennoch können Sie sich einen Eindruck verschaffen. Welcher Hersteller schließt beispielsweise überdurchschnittlich ab und welche Besonderheiten bietet dieser? Teilweise erhalten Sie einen Reithelm schon für einen Kopfumfang von 50 cm.

Worauf sollten Sie bei einem Reithelm-Test und beim Kauf achten? Das Video klärt auf

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie beim Reithelm-Kauf auf verschiedene Punkte achten sollten:

  • Passform: Das wichtigste ist, dass der Reithelm optimal sitzt. Senken Sie den Kopf Richtung Boden, darf er nicht herunterfallen. Gleichzeitig darf er nicht drücken. Die Ohren sollten in der entsprechenden Aussparung im Gurt sitzen.
  • Preis: Wie fast immer, sagt der Preis nicht alles. Ein Reithelm-Test kann beweisen, dass das teuerste Produkt nicht zugleich das beste sein muss.
  • Optik: Zugegeben, es gibt schönere Accessoires als einen Helm. Dennoch sollte die Optik eine untergeordnete Rolle spielen.
  • Lüftungssystem: Gerade an heißen Tagen kommen Reiter unterm Helm ganz schön ins Schwitzen. Achten Sie daher darauf, dass der Reithelm über ein Lüftungssysten verfügt.

Das nachfolge Video zeigt Ihnen nochmals zusammengefasst, wie Sie beim Reithelm-Kauf vorgehen sollten und worauf es ankommt.
https://www.youtube.com/watch?v=T0DRkj8PZZc

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