Navigationsgeräte Test 2017: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Unterziehen Sie potentielle Navigationsgeräte einem Test, bevor Sie den Kauf vollziehen.

Unterziehen Sie potentielle Navigationsgeräte einem Test, bevor Sie den Kauf vollziehen.

Jeder zweite Haushalt in Deutschland besitzt ein Navigationsgerät. Dies ergab eine Studie des Statistischen Bundesamts. Bei der Vielzahl an deutschen Autofahrern ist diese Zahl auch nicht sonderlich überraschend.

Bei den Wochenendausflügen nehmen nur noch wenige Urlauber dicke Atlanten mit zahlreichen Seiten voller Karten mit. Da verspricht ein Navigationsgerät mehr Komfort. Auch aufgrund der zahlreichen Funktionen ist dieses Gerät oft in den Fahrzeugen zu entdecken. Doch auch diese sind es, die die Verbraucher beim Kauf verwirren.

Dieser Ratgeber soll eine praktische Entscheidungshilfe für Verbraucher bilden, die über den Kauf eines Navigationsgerätes nachdenken. Erfahren Sie, wie Sie Ihren persönlichen Navi-Test gestalten können! Zudem finden Sie im folgenden Artikel hilfreiche Tipps, damit Sie wissen, auf welche Punkte es bei Navigationsgeräten im Vergleich besonders ankommt.

Die besten Navis aus dem Test im Überblick:

Karten, POIs und Co.: Was muss ein gutes Navi haben?

POIs, Park- und Geschwindigkeitsassistent, GPS – Für viele Deutsche ist die Vielzahl an Navigationsgeräten – kurz Navis genannt – und ihren Extras eher verwirrend. Doch neben den mobilen Geräten sind auch bereits Smartphone-Apps verfügbar, die das gleiche versprechen, wie herkömmliche Geräte. Worauf Sie beim Kauf achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

So kann Ihr Testverfahren aussehen

Berücksichtigen Sie beim Test verschiedener Navis insbesondere Preis, die Funktionen, die Steuerung und sämtliche Vor- und Nachteile eines Systems. In unserem Ratgebertext zum Vergleich schlüsseln wir die einzelnen Komponenten für Sie auf.

Beziehen Sie in Ihrem Navi-Test auch die Ergebnisse bereits erstellter Erhebungen, beispielsweise den Navigationsgeräte-Test der Stiftung Warentest. Aber auch Bewertungen auf Portalen wie Amazon.de bieten interessante Ansatzpunkte.

Folgende Vorgehensweise bietet sich an, um verschiedene Navis in einem Test zu vergleichen und das beste Navigationsgerät zu bestimmen:

  1. Suchen Sie nach bereits bestehenden Tests und wählen sie jeweils die drei besten Geräte aus
  2. Stellen Sie eine Liste der jeweiligen Vor- und Nachteile an
  3. Vergleichen Sie Ihr Budget mit den aufgerufenen Preisen

Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Punkte und Funktionen Sie ein besonderes Augenmerk legen sollten, um Ihre persönlichen Navigationsgerät-Vergleichssieger zu finden.

Navigationsgeräte: Geschichte und Funktionsweise

Die ersten Navigationssysteme entwickelte der US-amerikanische Anwalt und Erfinder Alfred Lee Loomis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die US Navy diente als Initiator des Projekts. Ziel war es dabei, die Navigation für Kampfflugzeuge im Gefecht zu erleichtern. Parallel dazu arbeitete der Erfinder an einer Version für Schiffe und U-Boote.

Beide Systeme gelten bis heute als Vorläufer der aktuellen Navigationsgeräte. Der Unterschied von den heutigen und den damaligen Geräten ist aber das Ortungssystem. Die Navis für Flugzeuge und Schiffe wurden mit dem LORAN-C-System bestückt, welches auf Sendestationen beruhte, die auf der gesamten Welt verteilt waren.

In regelmäßigen Zeitabständen schicken die Sendestationen elektrische Impulse. Um die Position des Schiffs oder Flugzeugs bestimmen zu können, errechnet das System die zeitliche Differenz, wann die Signale beim Empfänger eintreffen. Ein solcher Funkturm steht auch in Deutschland, auf der Insel Sylt und ist immer noch in Betrieb.

Vor dem Kauf sollten Sie verschiedene Navigationsgeräte in einem Test vergleichen.

Vor dem Kauf sollten Sie verschiedene Navigationsgeräte in einem Test vergleichen.

Das LORAN-System hatte jedoch den großen Nachteil, dass erst große Funktürme gebaut werden mussten, welche die Signale aussenden. Außerdem ist das Messsystem sehr ungenau, da es nicht auf Witterungsverhältnisse wie beispielsweise Schnee angepasst ist. Im Winter kann die angezeigte Position schon einige hundert Kilometer von der tatsächlichen abweichen.

Im Gegensatz dazu arbeitet das GPS-System mit Satelliten. Auch diese Erfindung beruht auf US-amerikanischen Erfindern. Zudem entwickelte hier ebenso die US-Marine an dem Projekt mit. Doch die Marine sorgte für eine gezielte Verschlechterung des GPS-Signals, um die Industrie davon fernzuhalten, das System für ihre Zwecke zu nutzen.

Aus diesem Grund stellten unterschiedliche Produzenten zwar Navigationsgeräte her, diese konnten sich aber nicht durchsetzen. Meist lag das daran, dass die Technik zu umständlich war.

Erst im Jahr 2000 brachten einige Hersteller rein GPS-gestützte Systeme auf den Markt. Zu dieser Zeit fiel die gezielte Verschlechterung der US-Marine weg, weshalb sich die Wirtschaft gleich auf die Neuerung stürzte.

Wie funktioniert das GPS-System?

GPS bedeutet Global Positioning System und arbeitet mit Satelliten. Davon kreisen etwa 30 um die Erde. Sie sind solarbetrieben, weshalb Probleme beispielsweise bei einer Sonnenfinsternis auftreten können. Das Navigationsgerät empfängt die Entfernungsdaten von mindestens drei aktivierten Satelliten. Mittels einer mathematischen Formel rechnet das Navi die Daten in eine Position um.

Ein Navigationsgerät verfügt darüber hinaus noch über verschiedene Karten, auf denen die korrekte Position angezeigt wird. Außerdem befindet sich eine Art Kompass in den Navis, um die Richtung des Fahrzeugs genau bestimmen zu können.

Bestes Navi versus Atlas: Brauche ich die Technik überhaupt?

Ein Navigationsgerät ist in vielen Punkten den Karten in Atlanten überlegen. Doch genau diese sind noch bei denjenigen Personen zu finden, welche sich noch nicht vollends für die neue Technik begeistern konnten. Zudem sind viele Verbraucher verunsichert, da sie nicht wissen, ob sie wirklich ein Navigationsgerät benötigen. Immerhin ist der Anschaffungspreis häufig im dreistelligen Bereich anzufinden, weshalb der Kauf reichlich überlegt werden sollte.

Doch welche Argumente sprechen für ein Navi? In diesem Abschnitt finden Sie eine Liste von Gründen, welche für die Anschaffung eines Navigationsgerätes sprechen.

Schnell zum Ziel – ohne Umwege

Der häufigste Grund, weshalb sich Verbraucher für ein Navi entscheiden, ist die einfache Bedienbarkeit, um von A nach B zu kommen. Und in der Tat können Verbraucher das Ziel in Sekundenschnelle in das kleine Gerät eintippen. Zudem bekommen Fahrer klare Anweisungen und sind meist schneller am Ziel, da das Navi die beste Route heraus sucht.

Immer die beste Route – auch im Stau

Im Rahmen der Zusatzfunktion TMC (engl. für Traffic Message Channel) können Navigationsgeräte eine Stauumfahrung anbieten. TMC überträgt die Verkehrsmeldungen vom Radioprogramm in speziellen Datenpaketen über das Radioprogramm.

Die Navis empfangen diese Daten mithilfe eines Radio-Empfängers, der eingebaut ist. Danach blendet das Gerät die Meldungen auf der Karte ein und kalkuliert, ob sich eine Umfahrung lohnt. Die Telekom erarbeitete bereits eine Erweiterung namens TMC Pro.

Mehr Sicherheit durch die besten Navis

Navigationsgeräte sind sicherer als normale Karten. Das liegt in der Bedienung begründet. Eine Karte lenkt zu sehr vom Verkehr ab. Erst recht auf unbekannten Straßen. Im Urlaub ist ein kurzer Blick auf die Karte zum Beispiel sehr gefährlich.

Mehr Funktionen als eine Karte: POIs

POI ist die englische Bezeichnung für Points of Interest, also Punkte von Interesse. Fast alle Navigationsgeräte sind mit diesem Zusatz ausgerüstet. Haben Sie beispielsweise kaum noch Benzin im Tank, können die diese Funktion nutzen. Das POI-System zeigt Ihnen nahegelegene Orte wie etwa eine Tankstelle, das nächste Krankenhaus oder Restaurant an.

Zudem können Verbraucher mit dieser Funktion eigene Orte von Interesse einspeichern und danach abrufen. Dies ist besonders dann nützlich, wenn sie im Ausland sind und an einer Sehenswürdigkeit oder einem schönen Café vorbeifahren, aber in diesem Moment keine Zeit haben, diese Punkte zu besuchen.

Nie wieder die Geschwindigkeit überschreiten

Eine kurze Unachtsamkeit und schon übersehen Autofahrer das Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung. Genau in diesem Moment blitzt es häufig. Der nun folgende Bußgeldbescheid kann teuer werden. Dieses Geld hätte der Fahrer vielleicht eher in ein neues Navigationsgerät investieren sollen.

Navis besitzen häufig eine Funktion, die die gegenwärtig erlaubte Geschwindigkeit auf einem Streckenabschnitt anzeigt und den Fahrer auch davor warnt, wenn er zu schnell ist. Gerade in unbekannten Gegenden, wenn Sie beispielsweise im Urlaub sind, ist die Geschwindigkeitsfunktion sehr nützlich.

Führen Sie einen Test durch: Was Ihr Navi besitzen sollte

Auch eine Navi-App für Smartphones sollte einem Test unterzogen werden.

Auch eine Navi-App für Smartphones sollte einem Test unterzogen werden.

Der Navi-Markt ist hart umkämpft. Viele Hersteller wie TomTom, Garmin und Co. entwickeln immer intelligentere Lösungen und Zusatzfunktionen für ihre kleinen Geräte. Doch meist kommt es auf grundlegende Punkte bei Navis an. Ein Blick hinter die Technik lohnt sich, wenn Sie verschiedenen Navigationsgeräte einen Vergleich unterziehen wollen. Dieser Abschnitt erklärt, welche Eigenschaften sich beim Navi-Test als unerlässlich beweisen sollten.

Was Navis in Ihrem Test beweisen müssen: komfortable Bedienung auf höchstem Platz

Für manche Verbraucher ist der Preis wichtig, für andere die zahlreichen Funktion. Dennoch steht häufig der Komfort in der Bedienung im Vordergrund. Und das ist auch richtig, denn das Gerät soll vor allem sicherer als die altmodische Karte sein. Das bedeutet, dass ein Fahrer schnell den Zielort eingeben kann und eine zuverlässige Route erhält.

Gerade für Vielfahrer ist eine gute Bedienung zeitsparend. Denn wenn die Person vor jeder Fahrt etliche Minuten dafür benötigt, eine Adresse einzugeben und dann noch warten muss, bis die entsprechenden Satelliten den Startpunkt gefunden haben, ist der Fahrer meist schon vor dem Fahrtantritt genervt. Die Bedienung und der Komfort gehen jedoch mit jeweiligen Funktionen einher, die die Fahrt erleichtern.

Im Auto oder im Laden sollte das Navi einem Test unterzogen werden. Dabei ist es wichtig, dass die Adresseingabe nicht allzu lange dauert, damit die Zeitersparnis wirklich eine ist. Zudem sollten sich Verbraucher die Einstellungen anschauen, um zu sehen, ob sie wirklich damit zurechtkommen.

Wunsch-Navigationsgerät im Vergleich mit anderen: Der Preis ist oft ausschlaggebend

Neben allen Funktionen, die das Autofahren erleichtern sollen, ist aber natürlich auch der Preis entscheidend. Navigationsgeräte liegen meist im dreistelligen Bereich. Doch auch Kosten unter 100 Euro sind möglich, wenn Rabattaktionen stattfinden.

Besonders wichtig ist: Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. Das bedeutet, dass Verbraucher durchaus Geräte für kleineres Geld erwerben können, dies jedoch auch immer auf Kosten der Funktionen und Bedienung geht.

Besonders Vielfahrer nutzen das Navi tagtäglich. Der lange Gebrauch soll auch eine gleichbleibende Qualität gewährleisten. Achten Sie also darauf, dass bei einen vielversprechenden billiges Modell eine gute Beschaffenheit gegeben ist.

Die Bildschirme sind beim Navi-Test besonders unter die Lupe zu nehmen

Zum einen ist die Größe des Bildschirms wichtig. Das Gerät sollte nicht so groß sein, dass es die Sichtfläche einschränkt und damit einhergehend die Verkehrssicherheit gefährdet. Das Navigationsgerät darf aber auch nicht so klein sein, dass der Fahrer Schwierigkeiten hat, die angezeigte Route zu erkennen.

Zum anderen ist auch der Bildschirmtyp entscheidend. Dabei sollte sich der Verbraucher fragen, ob er beim Tippen auf das Display Druck ausüben möchte oder ob eine leichte Berührung ausreichen muss. Die Hersteller der Navis verwenden für ihre Geräte oft unterschiedliche Bildschirm-Materialien.

Bestes Navi finden: Bei Ihrem Test ist die Displaygröße entscheidend

Die handelsüblichen Navis reichen von vier bis sieben Zoll Bildschirmgröße. Die Diagonale misst also in der Regel 10,2 bis 17,8 Zentimeter. Besonders große Displays, die an der Windschutzscheibe angebracht werden, verdecken Bereiche des Sichtfelds und schaffen damit mehr tote Winkel. So können beispielsweise Motorrad- oder Fahrradfahrer sowie Fußgänger kaum gesehen werden, weil sie hinter dem Bildschirm gewissermaßen „verschwinden“.

Doch auch kleine Displays haben Nachteile. So sollte der Fahrer immer schnell und fokussiert seinen Blick auf das Gerät werfen können, um zu wissen, wo er wann abbiegen muss. Ist der Bildschirm zu klein, kann es einige Millisekunden dauern, bis der Fahrer die richtige Richtung erkennt. Schon diese Abwesenheit kann zu schwerwiegenden Unfällen führen.

Technikexperten empfehlen eine Bilddiagonale von 5 bis 6 Zoll. Diese Größen gehören heutzutage zum Standard auf dem Navi-Markt in Deutschland. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) empfiehlt, dass Verbraucher große Navis nur bei großen und tiefen Windschutzscheiben des Autos verwendet sollten. Zudem sagen die Experten, dass Verbraucher das Gerät an der linken Seite der Windschutzscheibe, also neben der A-Säule, anbringen sollten.

Navigationsgeräte im Display-Vergleich: Welcher Typ ist der Beste?

Was Verbraucher oft nicht wissen, dass es auch in der Bildschirmart Unterschiede gibt. Hierbei sind verschiedene Kriterien zu beachten:

  • Wie ist das Display gegen Sonneneinstrahlung geschützt? (entspiegelt/matt)
  • Wie reagiert das Display auf Berührungen? (sehr/kaum sensibel)
Als bestes Navi in einem Test wird sich das Gerät behaupten, dessen Display bei Dunkelheit noch gut zu erkennen ist.

Als bestes Navi in einem Test wird sich das Gerät behaupten, dessen Display bei Dunkelheit noch gut zu erkennen ist.

Häufig sind die Displays transflektiv. Dieser Begriff definiert eine besondere Beschaffenheit der Bildschirmoberfläche und wird auch mit dem Adjektiv „halbdurchlässig“ bezeichnet. Das bedeutet, dass diese Displays bei starker Sonneneinstrahlung, aber auch im Dunkeln betrachtet werden können. Sie reflektieren also einerseits das Sonnenlicht, besitzen jedoch auch eine Hintergrundbeleuchtung. Mit dieser kann ein Fahrer die Anzeige auch im Dunkeln perfekt erkennen.

Neben diesem Entscheidungskriterium müssen Verbraucher noch die Wahl zwischen einem glänzenden und einem matten Bildschirm treffen. Die Unterschiede hierbei betreffen wiederum die Rückspiegelung des Sonnenlichts und die Stärke der Einstrahlung auf die Anzeige des Bildschirms. Navigationsgeräte besitzen im Vergleich sehr oft ein entspiegeltes, also ein mattes Display. Wie der Name es bereits vermuten lässt, spiegelt diese Art weniger Sonnenlicht und ist deshalb besser lesbar. Allerdings geht dies meist mit geringeren Kontrasten und einem vergleichweise „matschigen“ Bildeindruck einher.

Doch auch bei glänzenden Bildschirmen kann einen gute Lesbarkeit durch einen hohen Kontrast gegeben sein. Zudem bildet diese Art die Farben besser ab, ist also „farbtreuer“.

Die Wahl liegt letztendlich doch beim Käufer. Möchte er lieber Farbtreue und einen hohen Kontrast oder eher einen blendfreien Bildschirm? Bei allen Überlegungen zur Größe und zum Typ, sollte auch die Auflösung nicht zu kurz kommen: Je höher diese ist, desto schärfer wird das Bild. Einige Hersteller produzieren zudem Anzeigen, die 3D-Objekte simulieren und damit die Karte noch realistischer zeigen.

Beliebteste Navi-Hersteller

Die beliebtesten Hersteller von Navigationsgeräten sind in Deutschland:

  • Becker
  • Garmin
  • TomTom
  • Medion
  • Falk
  • Navigon
  • Mio
  • Blaupunkt
  • A-Rival
  • Snooper
  • Amundsen
  • Discover Media

Präzise Navi-Geräte: Bei jedem Test ist die Anzahl der Satelliten entscheidend

Navigationsgeräte orten den Standpunkt anhand von Satelliten. Die Anzahl und die Schnelligkeit des Geräts diese zu finden, ist dabei von besonderer Wichtigkeit. Viele Verbraucher wissen nicht, warum die Anzahl der Satelliten entscheidend ist. Aus diesem Grund klären wir hier die wichtigsten Fakten rund um die Satellitenbesonderheiten der Navis.

Wie bereits in einem vorhergehenden Abschnitt erklärt, funktioniert die Ortung der Navigationsgeräte über das GPS-System. Dabei werden verschiedene Satelliten, die um die Erde kreisen, angezapft.

Standardmäßig nutzt ein Navi zwölf bis 20 Satelliten, um eine schnelle und gute Verbindung aufbauen zu können.

Die Anzahl der Satelliten ist dahingehend entscheidend, da mehr dieser Flugobjekte auch eine bessere Verbindung garantieren. Also auf je mehr Satelliten das Navigationsgerät zugreifen kann, desto schneller funktioniert die Ortung. Das ist genau deshalb wichtig, weil der Fahrer natürlich nicht mehrere Minuten im Fahrzeug warten möchte, bevor das Gerät den Standort und die verfügbare Route anzeigt.

Deshalb ist es zu empfehlen, dass Sie das favorisierte Navi einem genauen Test unterziehen, bevor Sie dieses kaufen. Dabei sollten Sie auch eine Adresse eingeben und warten, bis das Gerät eine Verbindung aufgebaut hat.

Die Anzahl der Satelliten ist auch dann wichtig, wenn ein Verbraucher aus einem Tunnel oder einem Parkhaus hinaus fährt. Muss der Fahrer gleich nach dem Ausgang abbiegen und es wird zu spät angezeigt, muss er wenden, was bei manch einer Straßenlage viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Sollte eines der Navigationsgeräte bei diesem Test Empfangsschwierigkeiten zeigen, sollten Sie von einem Kauf absehen.

Im Fahrzeug fest eingebaute Geräte weisen in der Regel eine stabilere Verbindung mit den Satelliten auf. Sie beziehen zudem meist zusätzliche Informationen vom Tacho und besitzen einen Gyroskop. Letzteres misst die Richtungsänderungen des Fahrzeugs, sodass die Anzeige des eingebauten Navis weiterläuft, auch wenn Sie sich in einem Tunnel befinden.

Mobile Navis, die sich auf dem deutschen Markt befinden, sind noch nicht fehlerfrei dazu fähig. Der ADAC berichtet über vereinzelte Probleme, die mit metallbedampften Autoscheiben zusammenhängen. Meist liegt dies an der Positionierung des Geräts im Fahrzeug. Aus diesem Grund sollten Verbraucher ihre Navis an einer anderen Stelle im Auto positionieren, um einen besseren GPS-Empfang zu erwirken.

Vorinstallierte Karten: Ihr Navi-Vergleichssieger sollte tägliche Update durchführen

Navigationsgeräte im Karten-Vergleich: Tägliche Baustellen verändern das deutsche Streckennetz

Navigationsgeräte im Karten-Vergleich: Tägliche Baustellen verändern das deutsche Streckennetz

Ein weiterer Aspekt ist keinesfalls zu vernachlässigen, wenn Sie Ihren persönlich Navigationsgeräte-Vergleichssieger küren möchten: die Beschaffenheit des Kartenmaterials. Achten Sie darauf, dass ein tägliches Updaten kostenlos durchgeführt wird. Doch was bedeutet das und warum ist das so wichtig?

Das verwendete Kartenmaterial der Navis ist das Herzstück der Geräte. Denn es liegt auf der Hand, dass Fahrer gut und schnell an ihrem Ziel ankommen möchten. Jeden Tag gibt es zahlreiche Baustellen auf deutschen Straßen, welche eine Aktualisierung der Navi-Karten unentbehrlich machen.

Die wichtigsten Fragen, die sich Verbraucher beim Kauf bezüglich der Karten stellen sollten, sind:

  • Sind die Karten so detailliert, wie ich es haben möchte?
  • Wie alt sind die bereits vorinstallierten Karten auf dem Gerät?
  • Wie viel kostet eine Aktualisierung der Karten oder besteht sogar ein kostenloser Service?
  • Sind bereits Karten von anderen Ländern auf dem Navigationsgerät vorhanden?
  • Wie teuer sind zusätzliche Karten für das Ausland?

Die digitalen Karten befinden sich meist mittels einer Speicherkarte auf dem Navi. Bietet ein Hersteller neue Updates an, informiert das Navigationsgerät sofort über ein kleines Fenster auf der Anzeige darüber. Häufig muss das Navi dann an einen PC angeschlossen, das Update aus dem Internet heruntergeladen und auf das Gerät übertragen werden. Die Hersteller verlangen oft eine Gebühr für diesen Dienst. Doch es gibt auch Unternehmen die dies kostenlos anbieten.

Bei diesem Aktualisierungsservice sollten Anbieter auf die Häufigkeit der angebotenen Updates achten. Viele Hersteller versprechen tägliche Updates, manche wiederum nur vier oder fünf im Jahr.

Der ADAC warnt vor vermeintlichen Schnäppchen. Diese stellen sich oft als „Ladenhüter“ heraus. Das bedeutet, dass sie bereits lange in der Filiale liegen und deshalb veraltete Karten aufweisen. Besteht zudem kein kostenloses Update, wird das Schnäppchen schnell zur teuren Anschaffung.

Alte Karten führen meist zu dem Problem, dass sie falsch navigieren bzw. viel längere Strecken anzeigen. Da sich das Straßennetz tagtäglich verändert und eine alte Karte manche Streckenabschnitte nicht kennt, schlägt das Gerät eine Umfahrung vor, die oft weit entfernt von einer Zeitersparnis ist.

Auf dem Navi-Markt kann es vereinzelt vorkommen, dass sich ein Hersteller aus dem Geschäft zurückzieht. Die Konkurrenz ist hoch. Auch Smartphone- und App-Hersteller bieten heutzutage Navigationssoftware an, weshalb herkömmliche Geräte weniger gekauft werden. Sollte sich der Hersteller Ihres Navigationsgeräts aus der Branche zurückziehen, gibt es oft keine Chance mehr auf Aktualisierungen.

Schwerwiegende Kartenfehler erfolgen beim Navigationsgerät im Vergleich selten

Bei einem jeden Navi-Test sollte der Preis eine Rolle spielen.

Bei einem jeden Navi-Test sollte der Preis eine Rolle spielen.

Auch neuste Aktualisierungen sind nicht vor Fehlern gefeit. Das Streckennetz in Deutschland ist so komplex und verändert sich schnell. Aus diesem Grund ist es für die Bereitstellungsunternehmen der Kartendienste schwer, alles fehlerfrei abzubilden.

Häufig fehlen auch Geschwindigkeitsangaben, sofern das Navi diese anbietet und Hausnummern sowie kleine Dorfstraßen. Die Kartenhersteller registrieren meist nur die erste und letzte Hausnummer einer Straße. Das Gerät schätzt dann die dazwischenliegenden Hausnummern. Auch Einbahnstraßen sind ein Problem für die kleinen Geräte. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich nicht einhundertprozentig auf das Navigationsgerät zu verlassen, sondern auch stets die Augen auf die Straßenschilder zu richten.

Oben erwähnte Fehler können jedoch nie richtig ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund rät auch der ADAC dem Verbraucher, das gekaufte Navi nicht gleich nach den ersten kleinen Fehlern zurück zu geben. Dennoch sollten Navibesitzer darauf achten, dass die Fehler nur vereinzelt auftreten. Ist dies nicht der Fall, können Sie das Gerät reklamieren.

Die Unternehmen Navteq, Tele Atlas und OpenStreetMap sind die größten Kartenhersteller auf der Welt. Navteq (jetzt: Here von Nokia) liefert seine Karten vorrangig an die Hersteller Garmin und Navigon. Tele Atlas gehört nun zum Navigationsgerätehersteller TomTom und beliefert u.a. Microsoft, Google, BMW und die Daimler AG. OpenStreetMap ist ein freies Projekt, welches von über einer Million Freiwilligen auf der ganzen Welt gepflegt wird. Größere Webseiten wie pinterest oder Flickr nutzen das Angebot. Auch einige Smartphone-App-Hersteller nutzen die Geodaten von OpenStreetMap.

Oftmals sind standardmäßig bereits noch weitere Karten von anderen Ländern auf dem Navigationsgerät vorhanden. Sollten sie öfter ein bestimmtes Land mit dem Auto bereisen, müssen Sie darauf achten, dass diese Karten auch mit im Lieferumfang des Navis enthalten sind. Viele Hersteller bieten diese Karten aber auch gegen eine abweichende Gebühr zum Download an. Da die Preise hierfür stark variieren, sollten Verbraucher dies im Vorfeld vergleichen.

Mobiles Navi oder Navi-App? In Tests setzen sich Apps immer stärker durch

Die verkauften Exemplare der einzelnen Geräte mit Navigationssystem sind rückläufig. Immer mehr App-Hersteller setzen auf Navigationssoftware, die meist günstiger als ein herkömmliches Navi ist. Zudem bieten Smartphones und Tablets mehr Komfort, da hier nur ein Gerät mitgenommen werden muss.

Das Geschäft mit Navigationsgeräten steht wegen leistungsfähiger Smartphone-Anwendungen unter hohem Druck. (Quelle: Navigationshersteller Garmin auf welt.de)

Entscheiden Sie sich für eine Navi-App, ist ein Test der Funktionen und Zubehörteile ebenfalls angebracht. Auf jeden Fall benötigen Sie eine richtige Halterung, da Ihr Smartphone sonst zu einer Art „Wurfgeschoss“ bei einem Unfall werden kann.

Spezielle eingebaute Funktionen – wie etwa ein Gyroskop – fehlen bei der Wahl für eine App weg. Außerdem können je nach Vertragsart Kosten anfallen, da fast jedes Navigationssystem eine Internetverbindung benötigte. Zwar gibt es bereits einige Anbieter, die Offline-Karten zur Verfügung stellen, dennoch müssen diese riesigen Datenmengen erst einmal heruntergeladen werden, was wiederum zu Lasten der Internetverbindung geht.

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7 Kommentare

  1. Tom H. sagt:

    Ja und wo ist jetzt der Test der Navi`s

  2. Wolfgang sagt:

    Die allgemeinen Vergleichsergebnisse sehe ich, aber keine denen zugeordnete Produktnamen. Welches ist denn jetzt das Beste: TomTom, Garmin, Blaupunkt…????

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wolfgang,

      unter der Überschrift „Die besten Navis im Überblick“ ist ein Tabelle, in der die einzelnen Produkte verglichen werden. Vergleichssieger in diesem Vergleich ist das „Garmin nüvi 2699LMT-D EU“.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Stephen sagt:

    Hallo,
    oben liegt ein kleiner fehler vor.
    Das Garmin Drive 60 hat auch Blitzwarner.

    Grüße Stephen

  4. Fritz sagt:

    dass es Garmin an die Spitze schafft ist mir unverständlich … habe jetzt 3 Jahre ein Garmin gefahren und mich 3 Jahre geärgert … ständig wurden die Karten von mir aktualisiert und trotzdem nervt das Gerät z.B. auf der A1 (auch an anderen Stellen) zwischen Osnabrück und Bremen mit Warnpipsen weil es 100km/h anzeigt aber seit Jahren dort 130km/h Schilder stehen … dann hat dieses Gerät mich in Deutschland sowie im Ausland über Feldwege geschickt als offizielle Straßen … drunter mit Schildern Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art und völlig unbefahrbaren Wegen … es gibt noch eine Reihe weiterer Details die es zu bemängeln gibt …

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