Nistkasten Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Clarissa, letzte Aktualisierung am: 13. Mai 2019

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem schönen Hause …“

Wollen Sie Nistkästen kaufen, behalten Sie die Bedürfnisse Ihrer zwitschernden Mitbewohner im Blick.

Wollen Sie Nistkästen kaufen, behalten Sie die Bedürfnisse Ihrer zwitschernden Mitbewohner im Blick.

Wenn der Frühling Einzug hält und es draußen wärmer und grüner wird, dann erfüllt auch bald diverses Vogelgezwitscher wieder die Luft. Wer einen Garten hat, möchte vielleicht ein oder zwei Vogelfamilien auf seinem Grundstück ein Zuhause bieten und einen Nistkasten kaufen. So bekommen die geflügelten Zweibeiner nicht nur einen idealen Brutplatz – in der heutigen Welt, in der mehr und mehr tierischer Lebensraum dem der Menschen weichen muss, ist dies immer seltener. Auch der Gartenbesitzer kann größtenteils auf Dinge wie Insektenschutzmittel verzichten, da diese als Nahrung für seine neuen Mitbewohner Verwendung finden.

Ein Nistkasten ist aber nicht gleich Nistkasten – es gibt verschiedene Arten. Hinzu kommt, dass bestimmte Kriterien beeinflussen könnten, welche Vogelart sich in diesem neusten Freizeit-Zubehör für Vogel-Fans niederlässt. Um einen Überblick über die zu beachtenden Punkten zu bekommen, geben wir Tipps, wie Sie einen eigenen theoretischen Nistkasten-Test ausführen können. Auf diese Weise sollten Sie in der Lage sein, den passenden Nistkasten zu finden.

Die besten Nistkästen aus dem Test im Überblick

Nicht zu verwechseln mit dem Vogelhaus

Sie sollten den Nistkasten in Ihrem Test nicht mit dem Vogelhaus verwechseln. Mit letzerem ist in der Regel ein Futterhaus für Vögel gemeint, welches sich dadurch auszeichnet, dass es überdacht, aber ansonsten offen ist. Der Nistkasten bietet häufig nur ein kleines Schlupfloch als Eingang und soll als Rückzugsort, als Zuhause und vor allem als Brutstätte Verwendung finden.

Arten von Nistkästen

Welchen Nistkasten Sie in Ihrem Garten aufstellen wollen, hängt vor allem davon ab, welchen Vögeln Sie ein Heim bieten wollen. Zur Vorbereitung auf Ihren Nistkasten-Test bietet es sich demnach an, Ihre Umgebung hinsichtlich der dort lebenden Vogelarten zu beobachten. Folgende Arten von Häusern können Sie in Ihre Betrachtung einbeziehen:

  • ein klassischer Nistkasten: Für Ihren Test sind Sie mit dieser Sorte auf der (relativ) sicheren Seite. Die meisten Vogelarten fühlen sich darin wohl. Ein schlichtes Design ist die beste Lösung – zu auffällige Farben und Formen sind bei den Singvögeln nicht sehr beliebt.
  • mehrere Eingänge: Es gibt aber auch Vögel, die ein bisschen wählerischer sind und Nistkästen mit mehreren Zugängen bevorzugen. Beispiele sind der Spatz, die Dohle und der Steinkauz.
  • halboffener Nistkasten: Ihr Test kann sich auf die auch als Halbhöhle bezeichneten Brutkästen beziehen, wenn Sie Vögel wie Rotkehlchen, Bachstelzen oder Zaunkönige anlocken wollen.
  • die bunte Vogel-Villa: Viele Gartenbesitzer möchten, dass Ihr neusten Stück auch etwas Besonderes ist und das heimische Grundstück etwas verschönert. Aus diesem Grund werden auch viele Deko-Nistkästen angeboten, die kunstvoll bemalt und gestaltet sind. Beachten Sie hierbei, dass die kleinen Singvögel sich eher selten ein solches Zuhause aussuchen.

Aus welchem Material sollte ein Nistkasten sein?

Wenn Sie einen Nistkasten aus Holz kaufen, sollten Sie diesen nicht in die pralle Sonne hängen.

Wenn Sie einen Nistkasten aus Holz kaufen, sollten Sie diesen nicht in die pralle Sonne hängen.

Grundlegende Überlegungen in Ihrem Nistkasten-Test sollten sich um das Material drehen. Zu beachten ist hier zunächst, dass es witterungsbeständig sein sollte und eine leichte Reinigung ermöglicht. Häufig werden Nistkästen aus Holz oder Holzbeton angeboten. Beide Materialien sind relativ witterungsbeständig, Holzbeton hat im Vergleich aber immer noch die Nase vorn.

Bei Holznistkästen ist auf jeden Fall die Platzierung zu bedenken. Diese könnten für die frisch geschlüpften Jungtiere gefährlich werden, wenn sie in der prallen Sonne hängen. Das Innere kann sich bei Modellen aus Holz stark erhitzen.

Diese Gefahr besteht für Vögel weniger bei einem Nistkasten aus Holzbeton. Ein Preisvergleich ist das dritte Kriterium, das Sie in Augenschein nehmen können, wenn Sie sich mit der Frage zum Material beschäftigen. Ihnen wird auffallen, dass Holz typischerweise kostengünstiger ist. Dabei lassen sich gute Nistkästen im Preisvergleich schnell finden.

Wollen Sie Ihren Nistkasten besonders günstig bekommen, können Sie diesen auch selbst bauen. Damit sich ein Vogel jedoch darin willkommen fühlt, ist nicht nur das Material entscheidend, sondern auch die Größe seines neuen Heims.

Wichtige Maße und Bestandteile eines Nistkastens

Wenden Sie sich in Ihrem Nistkasten-Test der Größe des Häuschens zu, sollten Sie sich hier wieder auf die Vogelart besinnen, die sich in Ihrem Garten ein Heim einrichten soll. Dabei sollten die Maße 12×12 Zentimeter nicht unterschritten werden – andernfalls wird es auch für den kleinsten einheimischen Singvogel zu eng. Besser etwas größer als zu klein ist hier die Devise. Auch kleine Spatzen lassen sich gern in einem etwas größeren Haus nieder, sofern das Einflugloch klein genug ist.

Sollten Sie in Ihrer Umgebung größere Vögel wie Eulen oder Kauze sichten und diese anlocken wollen, dann ist eine Größe von 30 bis 80 Kubikzentimeter zu empfehlen.

Insbesondere die Größe des Einfluglochs sollte in Ihrem Nistkasten-Test Beachtung finden. Bei der Messung desselben können Sie sich an den folgenden Angaben orientieren:

  • Durchmesser zwischen etwa 8 und 9 Zentimeter eignet sich bspw. für: Kauze, Dohlen, Wiedehopfe
  • Durchmesser zwischen etwa 4,5 und 5 Zentimeter eignet sich bspw. für: Sperlingskauze, Rotschwänze, Stare
  • Durchmesser zwischen etwa 3,2 bis 3,5 Zentimeter eignet sich für: Kohlmeisen, Kleiber, Haussperlinge
  • Durchmesser zwischen etwa 2,5 bis 2,8 Zentimeter eignet sich für: Tannenmeisen, Haubenmeisen, Blaumeisen

Sitzstange und Dach: Vor- und Nachteile

Sie können den Nistkasten im Vergleich untersuchen: Verschiedene Bestandteile haben Vor- und Nachteile.

Sie können den Nistkasten im Vergleich untersuchen: Verschiedene Bestandteile haben Vor- und Nachteile.

Die Anbringung einer Sitzstange vor dem Einflugloch bietet die Möglichkeit, dass die menschlichen Gartenbewohner auch tatsächlich mal einen Blick auf Ihre zwitschernden Untermieter werfen können. Der Nachteil ist jedoch, dass eine solche Sitzgelegenheit auch Nesträubern Raum bietet – insbesondere Elstern und Spechte werden von Sitzstangen angelockt und somit zur Gefahr für eventuell vorhandene Vogelbabys.

Eine Alternative wäre es hier, einen Nistkasten mit Kamera zu kaufen, damit Sie in Ihrer Freizeit einen guten Blick haben. Sollte dieser nicht etwa im Angebot o. Ä. sein, ist dieser Nistkasten im Vergleich zur kameralosen Variante jedoch um einiges teurer.

Wenn Sie in Ihrem kleinen gedanklichen Nistkasten-Test das Dach in Augenschein nehmen, sind die Form und die Farbe von Bedeutung. Ein spitzes Dach lässt bspw. im Winter den Schnee herabrutschen, sodass das Häuschen nicht unter seinem Gewicht zusammenbricht. Ein flaches Dach lässt sich hingegen leichter abnehmen und reinigen. Was die Farbe des Daches angeht, sollten Sie sich an den Farben der Natur orientieren, um die Vögel nicht abzuschrecken.

Das ist beim Aufhängen zu beachten

Wenn Sie schließlich Ihren Nistkasten zum guten Preis und in der richtigen Größe und Farbe erworben haben, sind Sie gut damit beraten, sich Gedanken um den Aufhänge-Platz im Garten zu machen. Dabei sollte dieser mindestens in zwei bis drei Metern Höhe einen Ort finden, wo er im Schatten oder zumindest im Halbschatten angebracht werden kann. Am besten ist es, wenn das Einflugloch nach Südosten zeigt. Achten Sie außerdem darauf, dass das Häuschen leicht nach vorn geneigt hängt, damit kein Regenwasser hineinlaufen kann.

Für Ihren Nistkasten-Test sollten Sie außerdem darauf achten, dass die neu eingezogene gefiederte Familie nicht von ihren natürlichen Feinden erreicht werden kann. Dazu zählen neben den eben erwähnten Nesträubern auch Katzen und Marder. Um diesen keine Angriffsfläche zu bieten, sollte der Brutkasten möglichst frei hängen, sodass keines dieser Tiere hinaufklettern kann. Haben Sie dafür doch einen Platz in einem Baum ins Auge gefasst, helfen Manschetten aus Metall oder Kunststoff.

Haben Sie Ihren persönlichen Vergleichssieger – oder vielleicht sogar mehrere – gefunden, beachten Sie zudem, dass auch Vögel Privatsphäre schätzen. Die Brutkästen sollten daher mindestens in einem Abstand von sieben Zentimetern aufgehangen werden. Dies gilt jedoch nicht für die Heime von Staren oder Spatzen. Diese sind geselligerer Natur und mögen die Nähe ihrer Artgenossen.

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