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Quad-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Ein fahrendes Stück Freiheit

Welches Quad wird Ihr Testsieger?

Welches Quad wird Ihr Vergleichssieger?

Um das Quad hat sich in der relativ kurzen Zeit seines Bestehens eine große Fangemeinde gebildet. Im regulären Fahralltag sind sie zwar nicht so häufig zu sehen, hingegen finden sich die Gefährte u. a. auf Showveranstaltungen oder als buchbares Freizeiterlebnis. Fans schwören auf das einzigartige Fahrgefühl und den Spaß, welcher das Quad-Fahren mit sich bringt.

Wer hingegen über eine eigene Anschaffung nachdenkt und ein Quad einem eigenen Test unterziehen möchte, der sollte sich zuvor gründlich mit dem Gefährt auseinandersetzen. Der nachfolgende Ratgeber fasst deshalb die wichtigsten Informationen für Sie zusammen und gibt einen Überblick über die Verkehrsregeln, die hierzulande für Quads gelten.

Die besten Quads aus dem Test im Überblick

Vom Acker zum Freizeitgerät: Eine Geschichte des Quad

Bevor es darum geht, worauf Sie bei Ihrem eigenen Quad-Test achten sollten, hier eine Übersicht über die Entwicklung des Fahrzeuges selbst – denn dieses war nicht immer für den Freizeitgebrauch ausgelegt.

Die ersten Quads wurden im Vergleich zu heute hauptsächlich landwirtschaftlich und militärisch eingesetzt

Die ersten Quads wurden im Vergleich zu heute hauptsächlich landwirtschaftlich und militärisch eingesetzt


Als erstes Quad gilt ein Modell der deutschen Firma Faun aus dem Jahre
1962. Damals wurde das Gefährt noch Kraftkarren, kurz Kraka, genannt. Rein optisch erscheinen diese ersten Modelle im Vergleich zum modernen Quad etwas sperrig. Grundlegend zeigt sich jedoch derselbe Aufbau: vier namensgebenden, dicken Reifen, ein Motor, eine offene Sitzfläche für den Fahrer und Platz für allerlei Gerät. Krakas wurden zunächst vorwiegend für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, da sich die Stabilität beim Fahren hervorragend für Arbeit auf unwegsamen Feldern eignete. Aber auch für Hilfsdienste, Kalibergwerken und beim Schneeräumen kamen sie zum Einsatz. Die breite Ladefläche bietet zudem genug Platz, um Material
wie Saatgut und anderes über weite Strecken zu transportieren.

Dieses vorläufige Quad bestand den Test im Arbeitsalltag und punktete durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Deswegen wurden etwa ab Mitte der 1960er Jahre Kraftkarren-Modelle für militärische Zwecke eingesetzt: Zunächst im Bereich der Fallschirmjäger und der Luftwaffe, später als allgemeines Transportmittel. Bis Mitte der 1990er waren Krakas im Dienst der Bundeswehr. Auch heute haben vor allem die militärischen Kraftkarren viele Fans, und die wenigen, noch existenten originalen Kraftkarren gelten als wertvolle Sammlerstücke. Vor allem in Online-Bereich wird allerlei Merchandise dieses ersten Quad zum Kaufen angeboten.

Als weitere Vorläufer moderner Quads werden auch häufig die dreirädrigen All-Terrain-Vehicles, kurz ATV, der Firmen Honda, Kawasaki und Yamaha genannt. Diese kamen etwa zeitgleich wie die Krakas auf den Markt und fanden ihren größten Absatz in den vereinigten Staaten. Dieser Typ Quad kann als Test-Version für ein freizeittauglisches Gefährt begriffen werden, welches die breite Masse ansprechen sollte. Das Problem: Dieses ATVs führten innerhalb kurzer Zeit zu zahlreichen, teils schweren Unfällen, was u.a. an der mangelnden Erfahrung der Nutzer zu dieser Zeit lag.

Aus diesem Grund lief der Betrieb – unter anderen wegen dem Druck der Medien – zum Ende der 1980er-Jahre aus. Der Hersteller Suzuki reagierte auf diese Veränderungen und brachte 1982 das Modell „Suzuki LT125D Quadrunner“ auf den Markt, welches als das erste, vierrädrige ATV gilt. Seit etwa den 2000er Jahren setzten sich Quads in Deutschland immer stärker als Freizeitgefährt durch.

Obacht: Einen Quad zu fahren will gelernt sein

An dieser Stelle sei einmal zur Vorsicht gemahnt. Wer ein Quad einem eigenen Test unterziehen möchte, der bedenkt häufig nicht, dass die Gefährte ein völlig anderes Fahrverhalten aufweisen als Motorräder und Pkw. Das Fahrgefühl wird häufig als „schwimmend“ beschrieben: Dies hängt mit der verhältnismäßig hohe Sitzposition und den sich daraus ergebenden, erhöhten Schwerpunkt zusammen. Das führt dazu, dass sich ein Quad im Vergleich zu anderen Fahrzeugen wackelig anfühlt und bei höheren Geschwindigkeiten auch schwerer zu kontrollieren ist. Das macht zwar den besonderen Kick aus, führt aber auch häufig dazu, dass potentielle Gefahrensituationen missachtet werden.

Experten der Dekra und ähnlichen Stellen betonen immer wieder die unterschätzten Gefahren des Quad-Fahrens: Quads können Geschwindigkeiten wie reguläre PKW erreichen, durch die fehlende Karosserie bieten sie jedoch im Falle eines Sturzes keinen Schutz. Zudem ist auch die Gefahr eines Kippens in Kurven und des Ausbrechens erhöht.

Für Ihren eigenen Quad-Test ist es also empfehlenswert, jemand Erfahrenen zur Seite zu haben und zunächst Offroad zu üben, bevor Sie sich überhaupt auf die Straße begeben.

Das sollten Sie im eigenen Quad-Test beachten

Es empfiehlt sich, einmal ein Test-Quad gefahren zu haben, um das Fahrverhalten einschätzen zu können

Es empfiehlt sich, einmal ein Test-Quad gefahren zu haben, um das Fahrverhalten einschätzen zu können

Was die Schaltung angeht, sind Quads grundsätzlich in zwei Varianten zu haben: Zum einen gibt es Modelle mit Fußschaltung, ähnlich der einen Motorrades. Daneben existieren auch Ausführungen mit einer automatischen Schaltung. Wie ein regulärer Pkw besitzen auch Quads Schalthebel. Im Regelfall besitzt ein Quad sowohl eine Handbremse als auch eine Fußbremse. Bei einem Quad wird hauptsächlich über die Fußbremse gestoppt; die Handbremse ist zum Feststellen vorgesehen.

Die Sitzfläche eines Quad ist im Regelfall auf eine Person ausgelegt, mitunter findet sich jedoch auch ein Beifahrersitz für eine zweite Person. Der Lenker und das Drehgriff- bzw. Daumenhebelgas erinnert stark an die technisch verwandten Motorräder. Bei einem Quad ist eine Test-Fahrt empfehlenswert, gerade dann, wenn dies Ihr erstes Fahrzeug dieser Art ist. Erkundigen Sie sich nach Möglichkeiten in Ihrer Nähe, immer öfter werden Schnupperkurse und dergleichen angeboten.

Denken Sie darüber nach, sich ein Quad zu kaufen, dann sollten Sie sicher sein, wofür Sie das Fahrzeug überhaupt verwenden möchten. Denn längst nicht alle Modelle erfüllen hierzulande die Standards, um zum Verkehr zugelassen zu werden!

Möchten Sie ein Quad-Modell zum Offroad-Gebrauch kaufen, dann müssen im Normalfall keine Anpassungen vorgenommen werden. Ärgerlich ist es hingegen, wenn Sie ein Quad-Motorrad zum Straßengebrauch kaufen und nachträglich teure Umrüstungen bezahlen müssen. Bei Ihrem eigenen Quad-Test ist es also essentiell, wie Sie den Wagen führen und letztendlich nutzen wollen.

Grundsätzlich kann ein Quad auf unterschiedliche Weisen zugelassen werden:

  • Leicht-KFZ bis 45 km/h
  • vierrädriges Fahrzeug zur Personenbeförderung/ vierrädriges Kraftfahrzeug zur Güterbeförderung – hier ist das entsprechende Fahrzeug u. a. auf eine Leistung von 15 kW zu beschränken. Im Regelfall ist so ein weniger leistungsstarkes Quad im Test des üblichen Fahralltages jedoch vollkommen ausreichend.
  • Land-oder Forstwirtschaftliche Zulassung (LOF) – Damit das gewählte Quad als landwirtschaftliches Nutzfahrzeug durchgeht, ist einiges zu beachten: Eine Anhängerkupplung und ein Rückwärtsgang sind hierfür genau vorgeschrieben wie eine korrekte Beleuchtung mit Frontscheinwerfern, Rückscheinwerfern und einer Nebelschlussleuchte. Zudem muss das Quad dann über einen Hubraum größer als 50 Kubik verfügen.

Es existieren inzwischen unterschiedliche Quadmodelle, die bereits für den Straßengebrauch auch im europäischen Raum ausgestattet sind. Neben den Anforderungen an die Beleuchtung etc. weisen diese häufig eine Spurverbreiterung und eine passende Bereifung für den Straßengebrauch auf. Zudem sind diese mithin so gebaut, dass der Schwerpunkt weiter nach unten verlagert ist – das soll die Sicherheit der sonst eher kippeligen Quads erhöhen.

Die meisten Interessierten möchten ein Quad kaufen und möglich günstig dabei wegkommen. Dies wird jedoch nur begrenzt machbar sein, denn bei einem Quad handelt es sich um eine kostspielige Angelegenheit. Zwar sind Modelle schon ab 1.500 Euro zu haben – hier muss jedoch die Qualität ernsthaft angezweifelt werden. Für ein gutes Quad sollten Sie mindestens 3.000 – 5.000 Euro in die Hand nehmen.

Welche Verkehrsregeln gelten für Quads?

Ganz gleich, welches Ihr bestes Quad wird: Beachten Sie die geltenden Regeln im Verkehr!

Ganz gleich, welches Ihr bestes Quad wird: Beachten Sie die geltenden Regeln im Verkehr!

Ihr Wunsch-Quad hat Ihren Test bestanden? Prima! Dann sollten Sie sich nun mit den allgemeinen Verkehrsregeln für Quads auseinandersetzen.

Zum ersten gilt für die Benutzung eines Quad Helmpflicht. Dies ergibt sich aus § 21 a Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung, wo zu lesen ist:

Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.

Zwar findet sich im zweiten Satz die Einschränkung der Sicherheitsgurte; da diese im Falle eines Quad jedoch nur begrenzt schützen würden, heißt es für Fahrer und Beifahrer: Helm auf! Es gibt zwar keine genauen Vorgaben, was die Bekleidung während der Quad-Nutzung angeht; hier sollten sich Fahrer jedoch an Motorradkleidung orientieren.

Weiterhin sind auch Quad-Fahrer dazu angehalten, ein Warndreieck mitzuführen. Besitzt das Fahrzeug eine LOF-Zulassung, dann ist sogar das Mitführen einer Warnweste und eines Verbandkastens verpflichtend.

Noch bevor Sie einen eigenen Quad-Test durchführen, sollte erst einmal geprüft werden, ob Sie das betroffene Fahrzeug überhaupt führen dürfen. Denn je nach Zulassung werden verschiedene Führerscheinklassen benötigt:

  • ist das Fahrzeug auf „Leicht-KFZ bis 45 km/h“ zugelassen, dann reicht die Führerscheinklasse AM aus
  • ist das Quad als landwirtschaftliche Zugmaschine zugelassen, dann kann es im Regelfall schon mit der Fahrklasse L geführt werden
  • in allen anderen Fällen gilt im Regelfall: da Quads als vierrädrige Kraftfahrzeuge gelten, müssen Fahrer die Klasse B besitzen

Theoretisch dürfen Sie dann ein Quad ohne Führerschein benutzen, wenn Sie sich auf einem privaten Gelände befinden. Dieses darf jedoch nicht an öffentliche Straßen angebunden sein, zudem müssen Sie erst die Erlaubnis des Grundstückinhabers erfragen. Bitte beachten Sie: Die Fahrerlaubnis für Krafträder befähigt Sie nicht, ein Quad zu bedienen, da diese auf zwei- und dreirädrige Fahrzeuge beschränkt ist!

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Quad:

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