Angelschnur-Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 30. Juli 2019

Angeln ist nur mit dem richtigen Zubehör zielführend

Welche ist die beste Angelschnur? Ein Preisvergleich sollte immer der abschließende Schritt der Entscheidungsfindung sein.

Welche ist die beste Angelschnur? Ein Preisvergleich sollte immer der abschließende Schritt der Entscheidungsfindung sein.

Angeln ist eine Wissenschaft für sich. Das glauben Sie nicht? Sie denken, Sie müssen sich nur auf den Angelstuhl setzen, eine Schnur auswerfen, woraufhin sich das gewünschte Ergebnis schon einstellen wird? Dann irren Sie sich gewaltig. Nicht nur auf die richtige Angelrute und die passende Rolle kommt es an, sondern auch darauf, dass Sie eine gute und passende Angelschnur benutzen. Die Auswahl ist für den Laien häufig nicht ganz einfach, denn je dicker die Schnur ist, desto weniger schnell kann sie reißen. Auf der anderen Seite bieten dünnere Schnüre deutlich weniger Widerstand beim Werfen und können auch mit feinen Posen verwendet werden. Die Angebote von Herstellern sind vielfältig – welche Schnur wählen Sie also am besten?

Prinzipiell können Sie eine Angelschnur zwar günstig kaufen, aber dennoch sollten Sie auf gewisse Kriterien achten – der Durchmesser ist nämlich nicht das einzige Relevante. Grundlegende Informationen darüber, welche Angelschnur sich für welche Situation eignet, geben Hersteller. Auch aus Testberichten aus dem Internet oder durch Empfehlungen von Bekannten können Sie mehr erfahren. Um herauszufinden, welche Schnur Sie wann bevorzugen, ist es allerdings angebracht, eine Angelschnur im Praxis-Test selbst in Augenschein zu nehmen.

Die besten Angelschnüre aus dem Test im Überblick

Unterschiedliche Schnüre für unterschiedliche Zwecke

Nicht jede Angelschnur, die im Test von Ihnen erprobt werden kann, verhält sich im Wasser gleich. Auch ob eine Schnur für Süß- oder Salzwasser geeignet ist, muss unterschieden werden. Für unterschiedliche Fische sind dabei verschiedene Schnüre geeignet – das bedeutet allerdings nicht, dass Sie beispielsweise einen Karpfen nur mit einer einzigen bestimmte Angelschnur fangen können. Beim Spinnfischen brauchen Sie etwa eine andere Sehne als beim Posenfischen oder beim Grundangeln – auch, wenn es um die gleiche Fischart geht. Umso wichtiger ist es, dass Sie, nachdem Sie sich entsprechendes theoretisches Wissen angeeignet haben, eine Angelschnur im Praxis-Test selbständig erproben. Nur so werden Sie das für Sie optimale Freizeitzubehör finden.

Monofile oder polyfile Angelschnur

Um Ihren persönlichen Testsieger unter verschiedenen Angelschnur-Varianten zu finden, sollten Sie einen praktischen Test wagen.

Um Ihren persönlichen Vergleichssieger unter verschiedenen Angelschnur-Varianten zu finden, sollten Sie einen praktischen Test wagen.

Vor Ihrem Test, das heißt im Fachgeschäft oder im Internet, werden Sie zunächst feststellen, dass sich die Angelschnüre, die im Test von Ihnen einer Belastungsprobe unterzogen werden können, in zwei Kategorien einteilen lassen: monofile und polyfile Angelschnüre.

Eine monofile Angelschnur in Ihrem Test besteht immer nur aus einem einzelnen Nylonfaden, wobei die Sorte des Nylons variieren kann. Daraus lässt sich schließen, dass die Tragkraft zweier Monofilschnüre gleichen Durchmessers durchaus nicht identisch sein muss. Für Ihren praktischen Test einer Angelschnur sollten Sie unbedingt die Frage einbeziehen, wo Sie angeln möchten. Hat Ihr Angelgebiet etwa einen steinigen Grund, auf dem Sie Ihren Köder auslegen wollen, kann eine monofile Angelschnur in Ihrem Test möglicherweise überzeugen, da sie in der Regel recht unempfindlich gegen mechanische Beschädigungen und Abrieb ist.

Eine polyfile Angelschnur ist im Vergleich zur monofilen Variante in der Regel um einiges teurer. Das liegt daran, dass die Herstellung dieser Schnüre aufwendiger ist, denn hier werden mehrere Fäden zusammengeflochten. Daraus ergibt sich einerseits eine deutlich höhere Tragkraft, andererseits aber auch eine höhere Tendenz der Schnur, zu verdrallen. Erproben Sie so eine Angelschnur in Ihrem Test, werden Sie bemerken, dass sie beinahe keine Dehnung hat. Abhängig davon, wo Sie angeln, kann das sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein. Gegen Salzwasser sind sie aber in der Regel unempfindlich. Polyfilschnüre zeichnen sich durch eine geringere Knotenfestigkeit als Monofilschnüre aus, die jedoch mit einer speziellen Knotentechnik behoben werden kann.

Dass die Tragkraft durch das Flechten der Schnüre deutlich zunimmt, sehen Sie an folgenden Beispielwerten:

Durchmesser der AngelschnurTragkraft einer monofilen SchnurTragkraft einer polyfilen Schnur
0,10 mm1,20 kg3,50 kg
0,20 mm3,80 kg14,20 kg
0,30 mm7,70 kg22,40 kg
0,40 mm14,50 kg32,80 kg
0,50 mm22,00 kg51,10 kg
Auch die beste Angelschnur nutzt sich einmal ab. Eine polyfile Schnur ist wegen ihrer Oberflächenstruktur in der Regel empfindlicher gegen Abrieb als die monofile Variante. Diese ist hingegen nicht so UV-beständig wie geflochtene Schnüre und sollte daher bei Nichtgebrauch nicht unbedingt dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Auch im Salzwasser nutzt sich eine Monofilschnur deutlich schneller ab.

Hauptschnur oder Vorfach?

Bei der Entscheidung, welche Angelschnur Ihr persönlicher Vergleichssieger wird, sollten Sie auch beachten, in welcher Funktion die Schnur zum Einsatz kommen soll. Wollen Sie eine Hauptschnur oder ein Vorfach? Ein solches bezeichnet ein kurzes Stück Schnur zwischen Hauptleine und Haken. Wenn Sie eine Angelschnur einem persönlichen Test unterziehen, sollten Sie darauf achten, dass das Vorfach grundsätzlich eine geringere Tragkraft haben sollte als die Hauptschnur.

Wollen Sie eine Angelschnur kaufen, hängt der zu wählende Durchmesser auch davon ab, ob Sie eine Hauptschnur oder ein Vorfach suchen.

Wollen Sie eine Angelschnur kaufen, hängt der zu wählende Durchmesser auch davon ab, ob Sie eine Hauptschnur oder ein Vorfach suchen.

Andernfalls bzw. wenn Sie kein Vorfach benutzen, könnte die Hauptschnur reißen, wenn der Haken sich an einem Hindernis verfängt oder die Schnur dem angebissenen Fisch nicht standhält. In beiden Fällen verlieren Sie in der Regel nur das Vorfach, wenn Sie ein solches haben und korrekt benutzen. Das schont gleichzeitig die Umwelt, denn dann landet nicht die gesamte Sehne im Wasser und stellt dort ein Risiko für Tiere dar.

Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil so einer Vorschnur: Sie bietet weniger Widerstand als die Hauptschnur, was dazu führt, dass mehr Fische anbeißen werden. Abhängig davon, wie und wo Sie angeln, sollten Sie in Ihrem Angelschnur-Test auch eine andere Länge des Vorfachs wählen. Welche Werte hier optimal sind, kann allerdings bereits wieder Gegenstand von Diskussionen sein.

Bedenken Sie, dass Sie nie ohne Angelschein angeln sollten. Werden Sie dabei erwischt, drohen abhängig vom jeweiligen Bundesland nicht nur hohe Bußgelder, sondern in manchen Fällen auch eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

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