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Blumenerde-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Was ist die beste Blumenerde? – Der richtige Nährboden für Ihre Pflanzen

Welche Blumenerde wird Ihr Testsieger? Das hängt von den Bedürfnissen der Pflanzen ab, die darin wachsen und gedeihen sollen.

Welche Blumenerde wird Ihr Vergleichssieger? Das hängt von den Bedürfnissen der Pflanzen ab, die darin wachsen und gedeihen sollen.

Man kann einen Garten nicht düngen, indem man durch den Zaun furzt.“ Der Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki war und ist für seine deutlichen, mitunter recht deftigen Worte berühmt. Und auch wenn er es eher im übertragenen Sinne in einem anderen Zusammenhang meinte, wird er dem Gärtner damit doch aus der Seele sprechen.

Denn der Boden ist der Lebensraum aller Pflanzen und einer der wichtigsten Standortfaktoren für sie. Mit seinem Wasser- und Nährstoffangebot hat er neben Standort und Klima einen maßgeblichen Anteil daran, wie gut das Grün gedeiht. Die einen Gewächse mögen es eher trocken, die anderen feucht, manche sandig oder lehmig.

Ob ein Gärtner Erfolg hat in seinem kleinen Paradies, hängt also auch von der richtigen Blumenerde ab. Das gilt natürlich auch für Pflanzen-Liebhaber, die sich ihr grünes Paradies nur auf dem Balkon oder in den eigenen vier Wänden schaffen können. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen im Folgenden, worauf Sie achten sollten, wenn Sie gute Blumenerde kaufen wollen und welche Kriterien Blumenerde in Ihrem Test erfüllen sollte, um z. B. als umweltfreundlich oder hochwertig zu gelten.

Die beste Blumenerde aus dem Test im Überblick


Gut und doch preiswert? Welche Blumenerde ist die Beste?

Wenn es in Nachbars Garten üppiger blüht und grünt, dann vielleicht, weil er die richtige Blumenerde gewählt hat. Doch wer auf der Suche nach dem richtigen Boden durch das Gartencenter schlendert, hat die Qual der Wahl. Die Qualitäts- und Preisunterschiede sind enorm. Ob Sie gute Blumenerde auch günstig kaufen können, verraten wir Ihnen hier. Und Sie erfahren, wie Sie Blumenerde einem persönlichen Test unterziehen können.

Die Qual der Wahl: Allrounder Universalerde oder doch lieber Spezialerde?

Wie finde ich gute Blumenerde? Ein Vergleich zwischen verschiedenen Produkten lohnt sich. Lesen Sie die Verpackungsangaben genau durch.

Wie finde ich gute Blumenerde? Ein Vergleich zwischen verschiedenen Produkten lohnt sich. Lesen Sie die Verpackungsangaben genau durch.

Die meisten Pflanzen gedeihen gut in klassischer, hochwertiger Universalerde. Doch welche Blumenerde ist gut bzw. hochwertig? Um das herauszufinden, können Sie die jeweilige Blumenerde einem eigenen Test unterziehen:

  • Gute Erde hat eine feine, lockere Struktur. Sie klumpt nicht, wenn sie zusammengedrückt wird. Lockerer Boden sorgt dafür, dass die Pflanzen genügend Sauerstoff erhalten.
  • Ein auffälliger Geruch von Rindenmulch ist ein Zeichen für schlechte Qualität. Riecht die Erde hingegen nach humosem Waldboden, spricht das für ein gutes Produkt.
  • Die beste Blumenerde ist jene, die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgt, insbesondere mit Phosphor, Kalium und Stickstoff. Billige Blumenerde enthält oft nur wenig Nährstoffe. Doch auch hochwertige Erde muss nach sechs bis acht Wochen gedüngt werden, weil die Stoffe dann aufgebraucht sind.
Pflanzerde sollte außerdem Kalzium, Schwefel, Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium und Mangan enthalten. Damit die Pflanze die Nährstoffe richtig aufnehmen kann, muss die Erde den richtigen pH-Wert haben. Der Optimalwert liegt zwischen 5,5 und 6,5.

Spezialisten für besondere Bedürfnisse

Bevor Sie Ihren eigenen Blumenerde-Test machen, Produkte vergleichen und die Verpackungsangaben genauer unter die Lupe nehmen, sollten Sie überlegen, wofür Sie die Erde verwenden wollen. Pflanzen können ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Manche von ihnen benötigen deshalb Spezialerde mit einer speziellen Nährstoffzusammensetzung, während andere sich auch mit herkömmlicher Gartenerde zufriedengeben.

Exotische Pflanzen wie Orchideen benötigen einen speziellen Mutterboden. Ihre Wurzeln würden in normaler Blumenerde verfaulen. Orchideenerde hat deshalb einen sehr hohen Rindenanteil (meistens Pinienrinde). Sie gibt den exotischen Blumen ausreichend Halt und versorgen diese mit genügend Feuchtigkeit.

Übrigens: Orchideen gehören zu den Aufsitzerpflanzen (Epiphyten), die vor allem in den Tropen vorkommen. Sie wachsen dort auf anderen Pflanzen wie Bäumen, um so an möglichst viel Licht zu gelangen.

Heide- und Moorbeetpflanzen mögen sauren Boden mit wenig Kalk. Hierzu gehören z. B. Rhododendren, Azaleen, Kamelien und Heidepflanzen. Sie benötigen spezielle Blumenerde. Bei Ihrem Test sollten Sie daher auf einen geringen pH-Wert achten und sich für eine hochwertigere Rhododendronerde entscheiden.

Rosen, Zitruspflanzen und Tomaten brauchen keine Spezialerde. Trotzdem sollten Sie für die Pflanzen keine billige Blumenerde verwenden, sondern für eine ideale Nährstoffversorgung eher zu einem hochwertigen Produkt greifen.

In der Regel ist auf der Verpackung angegeben, wie viel Dünger die Pflanzerde enthält:

  • Typ 0: kein Dünger (für empfindliche Aussaaten geeignet)
  • Typ P: wenig Dünger (für Aussaaten, Stecklinge, Umpflanzen junger Sämlinge)
  • Typ T: nährstoffreich (Kübel und größere Pflanzen)

Sowohl der Hinweis auf das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) als auch das RAL-Siegel der Gütegemeinschaft Substrat sind ein Zeichen für gute Qualität der Blumenerde.

Blumenerde: Im eigenen Test auch auf Torfgehalt achten – der Umwelt zuliebe

Gute Blumenerde kann auch preiswert sein. Wichtig sind eine lockere Struktur der Erde und genügend Nährstoffe.

Gute Blumenerde kann auch preiswert sein. Wichtig sind eine lockere Struktur der Erde und genügend Nährstoffe.

Gartenliebhaber, die ihrem ohnehin schon grünen Hobby auf besonders umweltschonende Weise nachgehen wollen, sollten sich für torffreie Erde entscheiden. Heutzutage besteht handelsübliche Blumenerde immer noch zu bis zu 90 Prozent aus Torf.

Dieser fördert zwar das Wachstum der Pflanzen und gibt ihnen ausreichend Halt ihm Boden. Dennoch sollten Hobby-Gärtner lieber darauf verzichten.

Torfhaltige Erde ist deswegen kritisch, weil beim Abbau von Torf Moore entwässert werden. Innerhalb kürzester Zeit werden so Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere zerstört, die Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende brauchten, um zu entstehen. Außerdem binden Moore circa 700 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar. Ein Wald schafft gerade mal ein Sechstel davon.

Woran erkennen Sie torffreie Blumenerde? Ein einfacher Test genügt:

  • Prüfen Sie die Liste der Inhaltsstoffe. Diese sollte keinen Torf enthalten.
  • Torffreie Erde hat immer eine entsprechende Kennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung oder in der Online-Produktbeschreibung. Sie lautet „torffrei“ oder „ohne Torf“.
  • Das Etikett „Bio“ allein bedeutet hingegen nicht immer, dass die Erde torffrei ist. Diese Bezeichnung ist in diesem Zusammenhang eher irreführend, zumal es sich hierbei nicht um ein geprüftes Siegel handelt. Außerdem sind die Vorgaben für Bio-Qualität bei Erde nur gering.
  • Auch die Bezeichnungen „torfarm“ und „torfreduziert“ können einen falschen Eindruck erwecken. Derart gekennzeichnete Blumenerde kann noch bis zu 70 Prozent Torf enthalten.

Als Alternativen für Torf bieten sich Kokosfasern, Kompost, Rindenhumus und Chinaschilf an. Kokosfasern sind besonders widerstandsfähig gegen Schädlinge. Auch Unkraut siedelt sich dort eher ungern an.

Tipp! Schauen Sie sich die Verpackung und Beschilderung genau an. Das ist der einfachste Test, um Blumenerde auf ihren Torfgehalt zu prüfen.

Lohnt es sich, günstige Blumenerde zu kaufen?

Welche Blumenerde ist am besten? Vergleichen Sie im Gartencenter oder auch online die verschiedenen Sorten und unterziehen Sie die Verpackung oder Produktbeschreibung jeder Blumenerde einem genauen Test – insbesondere in Bezug auf Zusammensetzung der Erde und Nährstoffe.

Aber lässt sich Qualität auch am Preis festmachen? Machen Sie bei Blumenerde einen Preisvergleich, werden Sie schnell feststellen, dass ein 20-Liter-Sack zwischen ca. 1,50 Euro und 10 Euro kostet. Aber heißt teuer auch gleich gut? Nein, teuer muss nicht gleich gut heißen. Allerdings sollten Sie auch nicht ganz billige Blumenerde kaufen. Es muss zwar kein teures Markenprodukt sein, dennoch hat gute Erde ihren Preis. Mit 1,99 Euro pro 40 Liter-Sack schaffen Hobbygärtner ihren Gewächsen keinen qualitativ hochwertigen Nährboden.

Was macht gute umweltfreundliche Blumenerde aus? Eine Empfehlung von Umweltschützern ist der Verzicht auf Torf.

Was macht gute umweltfreundliche Blumenerde aus? Eine Empfehlung von Umweltschützern ist der Verzicht auf Torf.

Die wichtigsten Kriterien zusammengefasst: Machen Sie selbst den Blumenerde-Test

  • feine, lockere Struktur
  • riecht angenehm nach Walderde
  • kein Torf enthalten (für Umweltfreunde)
  • ausreichend Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Stickstoff
  • richtiger pH-Wert, je nachdem welchen Boden die Pflanze bevorzugt (lieber sauer oder alkalisch?)
  • Blumenerde nicht zu billig kaufen
  • „Bio“ bedeutet nicht automatisch Qualität und steht auch nicht unbedingt für Umweltfreundlichkeit
  • Qualitätshinweis: RAL-Siegel der Gütegemeinschaft Substrate oder Hinweis auf das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
  • Preis allein sagt nichts über die Qualität der Erde aus
Achten Sie außerdem auf die richtige Lagerung der Blumenerde im Geschäft: kühl, trocken, geschützt vor Regen und Sonne. Die Verpackungen enthalten immer Hinweise wie „vor Witterungseinflüssen wie Sonne und Regen schützen“ oder „kühl und trocken lagern“. Eine starke Erwärmung über 30 Grad kann z. B. dazu führen, dass Nährstoffe verloren gehen.

Sie sind auf der Suche nach weiterem Zubehör für die Gartenarbeit? Im Folgenden finden Sie Kaufberatungen zu anderen Utensilien für Hobbygärtner:

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