Integralhelm Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 11. August 2019

Maximale Sicherheit auf dem Motorrad

Im Integralhelm-Test wird der sicherste Helmtyp für Motorradfahrer vorgestellt.

Im Integralhelm-Test wird der sicherste Helmtyp für Motorradfahrer vorgestellt.

Für viele Motorradfahrer ist das Fahren mehr als nur das Erreichen eines bestimmten Ortes. Es ist die Fortbewegung auf dem Motorrad selbst, auf die es Ihnen ankommt. Doch im Vergleich zu Autofahrern sind Verkehrsteilnehmer auf Motorrädern deutlich gefährdeter. Es gibt mehrere Gründe dafür:

  • Bei einem Motorradunfall mildert keine Knautschzone den Aufprall ab.
  • Sobald die Bodenhaftung schlecht ist (z. B. bei Nässe), verringert sich die Bremsleistung und erhöht sich die Sturzgefahr.
  • Der tote Winkel ist größer als der eines Pkw-Fahrers.
  • Ab 30 km/h ist das Ausweichen schwieriger als für einen Autofahrer.
  • Andere Verkehrsteilnehmer neigen dazu, die Geschwindigkeit eines Motorradfahrers zu unterschätzen.

Ein Helm ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung für das Fahren auf dem Motorrad. Integralhelme sind Motorradhelme, die eine besonders hohe Sicherheit bieten. In unserem Artikel zum Integralhelm-Test zeigen wir, welche Punkte beim Kauf eines solchen Helmes beachtet werden sollten.

Die besten Integralhelme aus dem Test im Überblick:

Helmpflicht für Motorradfahrer

In Deutschland besteht seit 1976 eine Helmpflicht für Motorradfahrer und deren Beifahrer. Gesetzliche Grundlage dafür ist § 21a, Absatz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Wird kein Helm getragen, muss derjenige mit einem Verwarngeld von 15 Euro rechnen. Übrigens gilt diese Pflicht unter anderem auch für Personen, die Mofa oder Moped fahren.

Der Helm ist nicht die einzige Möglichkeit, das Fahren auf einem Motorrad sicherer zu gestalten. Ein anderer Bestandteil der fahrzeugspezifischen Schutzkleidung ist die Motorradkombi bzw. Protektorenkombi, welche den Großteil des Körpers bedeckt. Ihr Tragen ist allerdings keine gesetzliche Verpflichtung.

Welche Arten von Motorradhelmen gibt es?

Neben dem Integralhelm existieren noch andere Arten von Motorradhelmen. Wir erläutern kurz, worin sich diese Motorradhelme unterscheiden:

Im Test haben alle Integralhelme das Prüfsiegel, das die Straßenverkehrs-Ordnung verlangt.

Im Test haben alle Integralhelme das Prüfsiegel, das die Straßenverkehrs-Ordnung verlangt.

  • Integralhelm: Dieser Helmtyp gilt als der sicherste von allen. Integralhelme bedecken den gesamten Kopf inklusive des Kinns. Sie sind außerdem relativ leicht. Solche Helme werden unter anderem im Motorradrennsport eingesetzt. Sie lassen sich allerdings nicht so leicht auf- bzw. absetzen wie andere Helmvarianten.
  • Klapphelm: Diese Helme sind den Integralhelmen sehr ähnlich. Aber im Gegensatz zu letzteren kann die Kinnpartie hochgeklappt werden. Dadurch gestaltet sich das Aufsetzen und Abnehmen etwas leichter. Fahrer, die eine Brille tragen, kommen außerdem leichter an diese heran. Nach einem Unfall kann der Helm schneller entfernt werden. Allerdings ist die Schutzfunktion nicht ganz so ausgeprägt wie beim Integralhelm und das Gewicht fällt ein wenig höher aus.
  • Motocross-Helm/ Enduro-Helm: Auch diese Formen des Integralhelms besitzen eine hochklappbare Kinnpartie. Ihnen fehlt jedoch ein festes Visier. Der Abstand zum Kinn ist in der Regel größer als beim klassischen Integralhelm.
  • Jethelm: Er ist auch als Halbschalenhelm bekannt. Seine Schutzwirkung ist noch geringer als die des Klapphelms, denn der Jethelm besitzt keine Kinnpartie. Er eignet sich daher eher für Mofas.

Die Kaufberatung zum Test der Integralhelme: Wichtige Aspekte

Der jeweilige Integralhelm wird im Test nach verschiedenen Kriterien bewertet. Damit diese Bewertung nachvollziehbar ist, erläutern wir im Folgenden die wesentlichen Punkte:

  • Größe: Die richtige Größe ist entscheidend, damit Helme ihre Schutzfunktion erfüllen können. Auch beste Integralhelme sind nutzlos, wenn sie zu groß ausfallen. Denn dann besteht die Gefahr, dass sie bei einem Unfall abgerissen werden.
  • Gewicht: Die Unterschiede im Gewicht sind im Integralhelm-Test nicht sehr groß. Der niedrigste Wert liegt bei 1200g, der höchste beim Modell von Nolan nur 380g darüber. Ein schwerer Helm kann sich nachteilig auf ein angenehmes Fahrgefühl auswirken. Doch das ist individuell unterschiedlich.
  • Verschluss: Jedes Modell im Integralhelm-Test besitzt einen Microlock-Ratschenverschluss. Dieser Verschluss ist gut zu handhaben. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass die Haut beim Verschließen nicht eingeklemmt wird.
  • Sonnenblende: Eine Sonnenblende erfüllt dieselbe Funktion wie eine Sonnenbrille. Indem sie auch bei Sonneneinstrahlung für gute Sicht sorgt, erhöht sie die Sicherheit eines Helms. Im Test ist der Integralhelm mit Sonnenblende die Regel. Das Modell, welches keine aufweist, kann nachgerüstet werden.
  • Visier: Beschlagene Visiere stellen eine Gefahr dar, denn sie verhindern eine klare Sicht im Straßenverkehr. Ein Pinlock-Visier sorgt dafür, dass kein Beschlag auftritt. Die meisten Modelle im Test verfügen über ein solches Visier.
  • Prüfsiegel: Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) schreibt für Motorradhelme die Zertifizierung nach der europäischen Norm vor – der ECE 22.05. Das entsprechende Prüfsiegel verleiht der TÜV. Es ist auf der Kinnpartie des Helmes angebracht. Jeder Integralhelm im Test besitzt dieses Prüfsiegel.

Das Fazit zum Test für den Integralhelm: Vergleichssieger und Preis-Sieger

Der Test für den Integralhelm berücksichtigt auch das Vorhandensein einer Sonnenblende.

Der Test für den Integralhelm berücksichtigt auch das Vorhandensein einer Sonnenblende.

Auf der Grundlage der zuvor erläuterten Testberichte über die Integralhelme wurde ein Vergleichssieger und ein Preis-Sieger ermittelt. Beide stellen wir Ihnen ausführlicher vor.

Vergleichssieger der Integralhelme

Als bester Integralhelm aus dem Test hat sich das Modell HJC IS-17 erwiesen. Der Integralhelm-Vergleichssieger vom Hersteller HJC bietet eine gute Druckverteilung und ist mit 1200g das leichteste Modell im Test. Er verfügt außerdem über eine Sonnenblende und einen Microlock-Ratschenverschluss. Das Modell entspricht der vorgeschriebenen europäischen Norm und wird vom Hersteller in vielen unterschiedlichen Größen angeboten. Der Preis beträgt 298,43 Euro.

Preis-Sieger der Integralhelme

Der Preis-Sieger im Integralhelm-Test, Shox Sniper Solid, hingegen ist mit 48,99 Euro deutlich günstiger. Auch dieses Modell erfüllt die europäische Norm ECE 22.05. Außerdem liegt es gut am Hals an und verfügt ebenfalls über einen Microlock-Ratschenverschluss. Das Visier lässt sich problemlos wechseln. Allerdings hat der Preis-Sieger weder eine Sonnenblende noch ein Pinlock-Visier. Beides kann nachträglich hinzugefügt werden. Das Gewicht liegt mit 1450g etwas höher als beim Vergleichssieger.

Sicherheitsnormen für Motorradhelme

Ob ein Motorradhelm die im Integralhelm-Test bereits erwähnte europäische Norm ECE 22.05 erfüllt, wird auf in Tests auf der Grundlage bestimmter Kriterien festgelegt. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Sichtfeldgröße
  • Belastbarkeit von Kinnriemen- und verschluss
  • Stoßdämpfung
  • Dämpfungsschalenform und -größe
  • Durchdringungswiderstand des Helmvisiers
Wichtig: Wenn es zu einem Motorradunfall kommen sollte, muss der Motorradhelm danach ersetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn von außen keine Beschädigung zu erkennen ist. Denn es ist trotzdem möglich, dass sich im Innern des Kopschutzes Risse gebildet haben. Daher gilt ein Motorradhelm nach einem Unfall nicht mehr als sicher und damit nicht mehr als gut genug. Auch Alterung ist ein Grund dafür, den Integralhelm zu wechseln, denn Verschleiß kann ebenfalls ein Nachlassen der Schutzfunktion bewirken. Nach ungefähr fünf Jahren ist es sicherungsbedingt besser, ein neues Modell zu benutzen.

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