Marderschreck Test 2017: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Ausgenagt! Dank Marderschreck ist der Motor Ihres Autos geschützt

Welcher ist der für Sie beste Marderschreck? Führen Sie einen Test durch!

Welcher ist der für Sie beste Marderschreck? Führen Sie einen Test durch!

Marderschreck, Marderschutz, Marderabwehr – Die kleinen Geräte, um Marder zu vertreiben, haben verschiedenste Bezeichnungen. Eines ist jedoch Fakt: Ein Pkw von 300 Fahrzeugen ist jährlich in Deutschland von dem Nager betroffen. Insgesamt kostet das deutsche Bürger 50 bis 70 Millionen Euro – im Durchschnitt sind das also 300 Euro für einen einzelnen Betroffen, die er ausgeben muss, um die Marderschäden zu beseitigen.

Aus diesem Grund sind Marderschreck-Geräte so beliebt auf dem deutschen Markt. Was die Besitzer einer solchen Marderabwehr aber wenig interessiert, ist, ob dies auch legal ist. Zwar gibt es den Marderschutz günstig zu kaufen, jedoch ist die rechtliche Situation sehr schwierig.

Dieser Artikel erklärt, wie Sie selbst bei verschiedenen Geräten einen Marderschreck-Test durchführen können, um das für Sie passende Produkt zu finden. Die juristische Seite der Geräte wir ebenfalls erläutert. Auf was Sie zudem beim Kauf achten sollten, erfahren Sie im Folgenden, sodass Sie eine informierte und bewusste Kaufentscheidung treffen können.

Die besten Marderschreck-Geräte aus dem Test im Überblick:

Was hilft gegen Marder?

Der Markt zur Bekämpfung der Marder hat in den letzten Jahren einige Gerätschaften und Erfindungen hervorgebracht. Marderspray, Marderfalle, Marderschreck, aber auch natürliche Hausmittelchen werden gekauft und angewendet. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was wirklich funktioniert.

Marderschreck: Berücksichtigen Sie Funktionelles und Gesetzliches

Es gibt verschiedene Arten von Marderschreck-Geräten. Im Grunde sollen sie die Tiere vom Motorraum fernhalten. Dabei arbeiten sie entweder mit

  • Ultraschall oder
  • Elektroschock.

Mit Ultraschall gegen Marder

Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Doch wie funktionieren sie? Die Ultraschallgeräte arbeiten, wie der Name es bereits vermuten lässt, mit Ultraschall. Die erzeugte Tonfrequenz befindet sich über den Frequenzen, die ein Mensch hören kann. Sie sind also nur für Tiere mit feinem Gehör zu spüren.

Teure Geräte wechseln den Frequenzbereich ständig und verhindern dadurch einen Gewöhnungseffekt, sodass sie einen Marder effektiv vertreiben. Der Marderschreck ist nicht nur für das Auto gedacht, sondern kann auch im Haus oder auf dem Dachboden genutzt werden.

Der Vorteil der Marderschreck-Ultraschall-Geräte ist der, dass sie leicht und mit wenig Werkzeug im Motorraum zu montieren sind. Diese Montage ist zudem innerhalb kürzester Zeit getan.

Natürlich gibt es hierbei auch Nachteile. Oftmals berichten Nachbarn oder Bewohner, in deren Nähe sich ein solches zur Marderabwehr geeignetes Ultraschall-Gerät befindet, dass die Töne im hörbaren Frequenzbereich seien. Dies kann in der Tat bei Billigprodukten passieren, die auch den Frequenzbereich nicht wechseln.

Führen Sie einen eigenen Marderschreck-Test im Laden durch, stellen Sie schnell fest: Die Wirkung dieser billigen Varianten ist verschwindend gering, sodass es sich nicht lohnt, beim Kauf Geld zu sparen. Schalten Sie das Gerät also vor dem Kauf mindestens 10 Minuten lang ein, um zu testen, ob er zu hören ist. Kinder hören hohe Frequenzen übrigens besonders gut. Es empfiehlt sich also, Ihren Wunsch-Marderschreck zum Test jungen Ohren vorzuführen, bevor Sie den Kauf tätigen.

Allerdings besitzen die Ultraschall-Geräte gegen Marder auch einen gesetzlichen Nachteil. Denn bis heute wird noch darüber diskutiert, ob gestörte Nachbarn anwaltlich gegen diese Geräte vorgehen können.

Marderabwehr mit Ultraschall: Ist das überhaupt erlaubt?
Der Marderschutz mit Ultraschall ist laut Gesetz erlaubt

Der Marderschutz mit Ultraschall ist laut Gesetz erlaubt

Den Marder mittels Ultraschall vom Auto wegzulocken, funktioniert mit manchen Geräten sehr gut. Auch Prüfinstitute wie der ADAC empfehlen diese Methode. Jedoch gibt es auch wieder besorgte Bürger, die diese Gerätschaften verurteilen.

Der Marderschutz mit Ultraschall erzeugt Schalldruck und einen Pegel von teilweise über 200 dB(C). Dieser Schalldruck ist Grundlage für einen Piepton, den besonders junge Menschen hören. Besonders Babys nehmen diese hohen Töne wahr, während Erwachsene ab 30 bis 40 Jahren diesen nicht mehr hören können.

Dies kann dazu führen, dass Babys und Kleinkinder nicht mehr schlafen können, Kopfschmerzen bekommen oder sogar Hörprobleme erleiden. Oftmals tritt bereits Besserung ein, wenn Nachbarn von diesem Mittel gegen Marder mit dem Besitzer dessen sprechen. Bei einem guten Nachbarschaftsverhältnis sollte hier eine Einigung zu erwirken sein.

Jedoch ist nicht jedes Nachbarschaftsverhältnis das beste und deshalb von Spannungen geprägt. Wenn hier also kein Reden mehr helfen sollte, muss das Ordnungsamt informiert werden. Oftmals sind die Beamten in einem Alter, in welchem sie den Piepton nicht mehr wahrnehmen können. Aus diesem Grund ist dieser Weg immer sehr schwierig. Jedoch können die Behörden eine Schallmessung durchführen.

Je nachdem, um welchen Wert es sich handelt, kann das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zurate gezogen werden. Dieses „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen“ gehört zum Umweltrecht und soll nicht nur Pflanzen und Tiere schützen, sondern auch die Menschen.

Aus diesem Grund werden hier Werte festgelegt, die als Lärmstörung gelten. Ob sich das zuständige Ordnungsamt jedoch auf dieses Verfahren einlässt, ist fraglich. Oftmals sind die Behörden der Meinung, dass der vom Marderschreck erzeugte Ultraschall nicht laut genug ist, weshalb eine Anzeige wegen Lärmstörung keine Wirkung erzielen würde.

Schnelle Hilfe für Babys und Kleinkinder

Sollte Ihr Nachbar einen Marder mittels Ultraschall vertreiben wollen und deshalb dieses Gerät rund um die Uhr laufen lassen, gibt es wenige Möglichkeiten, um dieses Geräusch zu unterbinden. Da Babys und Kleinkinder besonders anfällig für dieses Fiepen sind, müssen Sie diese Menschengruppe bzw. deren Gehör schützen.

Oftmals wird geraten, das Kind in einem anderen Raum schlafen zu lassen. Dies bringt jedoch häufig nichts. Aus diesem Grund hat sich das Rauschen bewährt. Dieses Geräusch überdeckt den Piepton und schützt das Gehör des Kindes. So können Sie zum Beispiel einen Titel mit Meeresrauschen in Endlosschleife im Kinderzimmer spielen, um Ihre Kleinen zu schützen.

Natürlich kommt es aber auch darauf an, ob Sie sich dazu entscheiden, anwaltliche Schritte einzuleiten. Denn ein Anwalt kann möglicherweise in einer unverbindlichen Erstberatung verraten, welche Chancen Sie mit einer Anzeige oder gar vor Gericht haben. Oftmals kann ein anwaltliches Schreiben aber auch abschrecken, sodass sich der Nachbar entscheidet, das Gerät selbst zu entsorgen.

Marder vom Auto fernhalten – mit Elektroschock-Geräten

Im Gegensatz zum Ultraschall gegen Marder sind Elektroschock-Geräte effektiver. Auch der ADAC empfiehlt, eher zu dieser Variante zu greifen. Der Marderschreck ist also ein bewährtes Mittel gegen Marder. Doch wie funktionieren diese Geräte?

Wie bereits aus dem Namen herzuleiten ist, gibt der Marderschutz Elektroschläge an Eindringlinge ab, was ihm dem Namen „Weidezaunprinzip“ eingebracht hat. Dabei werden kleine Metallplättchen in den unteren Teil des Motorraums montiert, die mithilfe eines Gerätes zur Steuerung mit Strom versorgt werden.

Dies ist jedoch ungefährlich für das Tier sowie auch für Menschen, da beim Marderschreck eine Strombegrenzung integriert ist. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass empfindliche oder schwache Menschen sowie Menschen mit Herzschrittmachern die abgegebenen Stromschläge nicht verkraften und es so zu Komplikationen kommen kann.

Elektroschock-Geräte sind also gut geeignet, um Marder abschrecken zu können. Denn der Schlag soll sie nicht nur kurz davon abhalten, Teile des Motors kaputtzumachen. Vielmehr kann diese Marderabwehr-Methode dafür sorgen, dass die Tiere langfristig fernbleiben.

Im Gegensatz zum Marderschreck mit Ultraschall ist die Montage der Stromgeräte etwas schwieriger und langwieriger. Oftmals empfehlen Experten, dass Kfz-Fahrer eine geeignete Werkstatt aufsuchen sollten. Ob das Gerät wirklich wirkt, ist davon abhängig, ob die Metallplättchen an den richtigen Stellen angebracht sind.

Die Marderschreck-Geräte müssen an die Batterie des Wagens angeklemmt werden. Moderne Varianten zur Marderabwehr sollten in der Lage sein, sich auszuschalten, sobald die Motorhaube geöffnet wird oder die Zündung eingeschaltet ist. Bei älteren Autobatterien kann es vorkommen, dass die Batterie nach etwa ein oder zwei Tagen eingeschalteter Marderabwehr leer ist. Der ADAC schätzt die Einbauzeit auf etwa ein- bis eineinhalb Stunden.

Marderschreck fürs Auto: Sind Elektroschock-Geräte in Deutschland erlaubt?
Die Marderabwehr mit Elektroschock ist laut Gesetz teilweise erlaubt

Die Marderabwehr mit Elektroschock ist laut Gesetz teilweise erlaubt

Den Tieren Elektroschläge zu verpassen, klingt zwar nicht besonders freundlich, was den Tierschutz anbelangt, jedoch sind diese Geräte nicht verboten. Denn die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), welche im Anhang alle besonders und streng geschützten Tiere in Deutschland benennt, listet den Marder nicht auf.

In Deutschland gibt es mehrere Arten der Gruppe der „Echten Marder“. Dazu zählen neben den berühmtesten Vertretern ihrer Gattung, den Baum- und Steinmardern, auch der Hermelin, das Mauswiesel, der Iltis und der Amerikanische Nerz.

Keines dieser Marderarten steht unter Arten- oder Naturschutz, weshalb das Tier eigentlich gefangen werden darf. Dennoch steht dies im Konflikt zum Bundesjagdgesetz (BJagdG). Denn die verschiedenen Arten gehören zur Gruppe des „Haarwilds“, welches in Paragraph 2 Absatz 1 des BJagdG einer näheren Beschreibung wiederfährt.

Besitzen Sie also einen Jagdschein dürfen Sie das Tier töten; sollte dies jedoch nicht der Fall sein, begehen Sie eine Straftat. Zudem müssen die Schonzeiten der Tiere beachtet werden. In dieser Zeit pflanzen sich die Marder fort und pflegen ihren Nachwuchs. Die Schonzeiten gelten nicht bundesweit, weshalb jedes Bundesland eigene Zeiträume deklariert hat. Diese finden Sie im Ratgeber zum Marder.

Fazit: Wer einen Marder tötet, durch einen Marderschreck oder auf eine andere Art, begeht eine Straftat, wenn diese Person diese Tat in den gesetzlich festgelegten Schonzeiten oder ohne Jagdschein begeht. Wird das Tier jedoch lediglich „vergrämt“, wie es im Jagdjargon für „Verschrecken“ heißt, folgt keine Strafe. Aus diesem Grund ist der Marderschreck mit Elektroschlägen erlaubt.

Warum der Marder im Auto ist

Oftmals haben Kfz-Halter einen Marder im Auto und wissen nicht, was zu tun ist. Denn der Markt für Marderschreck-Geräte ist riesig. Doch warum haben es die kleinen Tiere auf den Motorraum von Fahrzeugen abgesehen?

Um diese Fragen beantworten zu können, muss man wissen, dass Marder warme und dunkle Plätze favorisieren. Aus diesem Grund ist der Motorraum bestens für die Tiere als Wohnareal geeignet. Dabei hinterlässt er Duftspuren. Bis hierhin ist dies noch ungefährlich für den Motor des Autos.

Fahren Sie nun mit dem Auto an einen anderen Platz, befinden Sie sich vermutlich im Revier eines anderen Tieres, welches den anderen Duft wahrnimmt. Dieser lockt das andere Tier in den Motorraum. Dort angekommen, will der Marder den Geruch „wegbeißen“ und trifft dabei Kabel sowie Isoliermatten.

Wenn der Marder im Auto war

Findet ein Fahrzeugfahrer Pfotenabdrücke auf dem Kfz, sollte er nicht einfach achtlos losfahren. Dies ist das erste Indiz dafür, dass sich möglicherweise ein Marder im Motorraum des Autos aufgehalten hat. Vielleicht benötigen Sie einen Marderschreck? Zum Test sollten Sie die Motorhaube öffnen und einen kurzen Blick darunter werfen.

Der ADAC hat die Bauteile des Fahrzeugs aufgezählt, die am meisten unter Marderschäden leiden:

  • Zündkabel
  • Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser-Schläuche
  • Kunststoffschläuche
  • Faltenbälge an Antriebswellen und an der Lenkung
  • Stromleitungen bzw. deren Isolierung
  • Isoliermatten für die Geräusch- und Wärmedämmung

Fahrzeughalter sollten also die Bestandteile des Motors genauestens prüfen, bevor sie weiterfahren. Zudem lohnt es sich auch, eine Motorwäsche durchführen zu lassen – besonders bevor ein Marderschreck eingebaut wird.

Manche Schäden werden erst spät entdeckt – nämlich dann, wenn es zu spät ist und der Motor nicht mehr rund läuft. Angebissene Kabel oder Schläuche können im schlimmsten Falle dazu führen, dass der Motor überhitzt oder in das Notlaufprogramm wechselt. Diese Motorschäden können teuer werden, falls die Versicherung diese nicht übernimmt.

Bisse trotz Marderabwehr: Zahlt die Versicherung?

Tritt ein Marderschaden ein, ist es wichtig, dass die Versicherung zahlt

Tritt ein Marderschaden ein, ist es wichtig, dass die Versicherung zahlt

Bis vor einigen Jahren waren Marderschäden noch in der Teilkasko-Versicherung inbegriffen. Jedoch kam mit der Einführung von Basistarifen auch die Kürzung der Entschädigungen bei durchgebissenen Kabeln und Co.

Aus diesem Grund ist es wichtig, den Leistungsumfang der favorisierten Versicherung zu prüfen. Bei Preisvergleichen schauen Verbraucher meist nur auf den Preis – in Unkenntnis darüber, dass auch die Leistung „billiger“ wird.

Dabei ist es wichtig, dass besonders Marderbisse und auch Folgeschäden in der Versicherung integriert sind. Ist ein Kabel angebissen, kann dies auch schnell die Bordelektronik eines modernen Kfz lahmlegen. Muss diese getauscht werden, sieht sich der Pkw-Besitzer schnell bei einer fünfstelligen Summe konfrontiert.

Folgt ein Motorschaden, kommt es bei älteren Fahrzeugmodellen einem Totalschaden gleich. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, die Vertragsbedingungen zu prüfen. Natürlich ist der Schutz in unbegrenzter Höhe für Bissen und Folgeschäden am besten, jedoch ist dieser auch am kostenintensivsten.

Bietet die Versicherung hingegen nur einen Schutz im preislichen Rahmen von 1.500 bis 3.000 Euro an, kann dies meist zu wenig sein. Sollten Sie einen Versicherungstarif besitzen, der nur die primären Schäden abdeckt, ist es von Vorteil, bereits beim geringsten Indiz auf einen Marder im Auto den Motor und sämtliche Kabel sowie Schläuche zu prüfen.

Denn die Versicherung ersetzt dann meist nur diese Gegenstände im Auto. Folgt auf den zerbissenen Kühlwasserschlauch ein Motorschaden aufgrund von Überhitzung, übernimmt die Versicherung diesen Folgeschaden meist nicht.

Es heißt bei dem Schutz vor den Nagern mit den scharfen und zerstörerischen Zähnen also nicht nur, das gewünschte Marderabwehr-Gerät für Ihr Auto einem Test vor dem Kauf zu unterziehen, sondern ebenfalls Ihre Versicherung zu prüfen.

Den Marder vertreiben: Weitere Möglichkeiten, das Auto zu schützen

Neben den bereits genannten Marderschreck-Typen, die Sie auch im obiger Marderabwehr-Vergleichstabelle einsehen können, gibt es weitere Mittel, die dem Auto einen Marderschutz versprechen sollen. Wer also nicht auf diese mechanischen Geräte zurückgreifen will, findet in den nächsten Abschnitten weitere Mittel zur Abwehr.

Kabelschutz gegen Marder

Einen wirksamen Schutz bildet die Kabelummantelung. Sie kann zwar keinen Marder aus dem Motorraum fernhalten, jedoch schützt sie Kabel im Innenraum. Das Material besteht aus Hartkunststoff. Das Wellrohr ist bereits geschlitzt, sodass es schnell über die bestehenden Kabel gezogen werden kann.

Der Hartkunststoff macht es für Marder sehr schwierig, mit ihren spitzen Zähnen an die Kabel zu gelangen. Autozubehörläden sowie große Baumärkte führen das Wellrohr im Sortiment. Dieser Schutz ist jedoch nur für Zündkabel gedacht und kann nicht für Achs-Manschetten oder Schläuche benutzt werden. Zudem sollten Sie darauf achten, dass das Material nicht an heiße Teile im Motor geraten kann.

Motorschutzwanne als Marderschreck? Ein Test muss für jedes Fahrzeugmodell durchgeführt werden

Bevor Kfz-Besitzer Kabel ummanteln oder diverse Mardersprays oder andere Hausmittelchen kaufen, bietet eine Motorschutzwanne die Möglichkeit, Marder von Anfang an vom Motorraum fernzuhalten. Die Wanne hat mehrere Namen: Schallschutzwanne, Dämpfungswanne, Motorunterfahrschutz oder auch Lärmschutzwanne.

Mit diesen ganzen Bezeichnungen kann man sich als Laie bereits ein Bild davon machen, welchen Zweck die Motorwanne eigentlich einnimmt. Sie soll den Motor und seine empfindlichen Bestandteile vor Rollsplitt und anderen Materialien schützen sowie auch Geräusche dämpfen.

Die Motorschutzwanne zeigte in verschiedenen Marderschreck-Tests, dass sie großes Potenzial besitzt, andere Geräte vom Markt zu vertreiben. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Wanne keine Löcher aufweist, durch welche die schlanken Tiere hindurchschlüpfen können.

Schöner Nebeneffekt der Wanne: Hiermit lässt sich sogar etwas Sprit sparen, da mit dem Schutz nun weniger Luft im Motorraum verwirbelt.

Das einzige Manko an der Marderschutzwanne ist jedoch, dass sie bei den meisten Fahrzeugen nicht serienmäßig vorhanden ist, weshalb Kfz-Besitzer die Wanne nachrüsten müssen. Je nach Marke und Modell schlägt dies mit 150 bis 300 Euro zu Buche.

Volkswagen bietet beispielsweise bei aktuellen Modellen vom Golf, Jetta und Touran an, den Motorraum abzuschotten. Gegen einen Aufpreis ist dies bereits ab Werk möglich oder später nachrüstbar. Die Kosten liegen bei etwa 90 Euro für den Einbausatz; jedoch sind noch andere Teile für die Montage notwendig, die zusätzlich Geld kosten.

Marderfalle als Marderschutz unter dem Auto

War der Marder im Auto, kann es Folgeschäden geben

War der Marder im Auto, kann es Folgeschäden geben

Die Marderfalle ist aus gesetzlicher Sicht heikel. Denn, wie bereits erwähnt, ist es nur dann erlaubt, das Tier lebend zu fangen, wenn derjenige einen gültigen Jagdschein besitzt. Sollte die Person diesen nicht besitzen, begeht sie eine Straftat und muss mit einem Strafverfahren rechnen.

Sollten Sie jedoch einen deutschen Jagdschein besitzen, müssen Sie zusätzlich auf die Schonzeiten der Tiere achten. Diese sind je nach Bundesland unterschiedlich und sollen den Zeitraum zeigen, in welchem sich die Tiere der Fortpflanzung und der Pflege des Nachwuchses widmen. Wer dennoch Marder mittels einer Marderfalle in der Schonzeit fängt oder gar tötet, muss mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro rechnen.

Ein weiterer Punkt, der gegen die Marderfalle spricht, ist, dass die Jagd in befriedeten Bezirken ruhen muss. Solche Gebiete sind beispielsweise Wohnbezirke. Hier dürfen laut Bundesjagdgesetz keine Tiere gefangen werden. Ein Sonderfall liegt jedoch vor, wenn eine Person eine Sondergenehmigung besitzt. Diese kann beispielsweise beim Ordnungsamt beantragt werden.

Unterziehen Sie diesen Marderschutz einem Test, werden Sie zudem schnell herausfinden, dass er nur dürftig funktioniert. Verjagen/Versetzen Sie nämlich einen Marder, kann es passieren, dass das jetzt freie Gebiet von einem neuen Tier besetzt wird.

Marderspray und andere Duftstoffe gegen Marder

Ein sogenanntes „Marderspray“ wurde noch nie von irgendeiner Prüfinstitution zum Marderschreck-Vergleichssieger gewählt. Dies liegt daran, dass Duftstoffe im Motorraum oftmals nicht den gewünschten Erfolg bringen. Auch der ADAC warnt davor, auf spezielle Angebote oder Wundermittel hereinzufallen, da sie keinerlei Wirkung bei diversen Marderschreck-Tests aufzeigten.

In vielen Foren werden zudem meist folgende Hausmittel empfohlen:

  • Hundehaare
  • Marderspray
  • Mottenkugeln
  • WC-Steine
  • Tabasco

Keines dieser Mittel hat allerdings das Potential, Marder auf Dauer zu vertreiben – führen Sie einen entsprechenden Test nur auf eigenem Risiko durch!

Marderspray und Co. bringen oftmals keine Wirkung, da sich die Tiere schnell an den neuen Geruch gewöhnen – die Situation kann sich auch verschlimmern. So können die kleinen Nager aggressiv werden und so noch größeren Schaden im Motorraum anrichten.

Mit Blitzlicht und Geräuschen gegen die Nager

Neben den Marderschreck-Geräten gibt es zusätzliche Varianten, die neben Ultraschall auch Bewegungsmelder und Blitzlicht besitzen. Dies soll wohl besonders effektiv sein. Nachtaktive Tiere stören sich an dem grellen Licht, welches das Gerät mithilfe von Bewegungssensoren ausstrahlt.

Ein solcher Marderschutz wird einen Test vor allem deshalb bestehen, weil er viele verschiedene Signale kombiniert. Dennoch besteht bei diesem Marderschreck ebenfalls eine hohe Gefahr, dass sich die pfiffigen Tiere an die Lichtblitze gewöhnen. Wenn jedoch akustische Signale dabei sind, sollte der Marderschreck eine Weile für Ruhe sorgen.

Die Geräte können sogar eine Sirene besitzen. Hier sollten Sie jedoch aufpassen, da zwischen 22 und 6 Uhr gesetzliche Nachtruhe herrscht. Auch das Blitzlicht kann als störend empfunden werden.

Maschendraht und Gitterrost

Achten Sie, wenn Sie einen Marderschutz einem Test unterziehen, auf das mögliche Schadenpotential des Geräts.

Achten Sie, wenn Sie einen Marderschutz einem Test unterziehen, auf das mögliche Schadenpotential des Geräts

Sind Sie auf der Suche nach einem Marderschreck? Ein Test verschiedener Geräte ist Ihnen anzuraten. Doch bevor Sie alle möglichen Vorrichtungen, die Marder abwehren sollen, im Laden unter die Lupe nehmen, sei an dieser Stelle auf einfache und preiswerte Alternativen hingewiesen. Denn auch einfache Materialien bringen mitunter Schutz. So zum Beispiel ebenfalls der Maschendraht. Dieser wird einfach unter den Motor bzw. vorne unter das Auto gelegt.

Dieses Material ist billig, die „Montage“ ist einfach und der Marder erschrickt, wenn es raschelt. Jedoch gewöhnt sich das vorsichtige Tier bald an die Neuerung unter dem Motor. Zudem gibt es einen weiteren Nachteil: Marder beißen erst dann zu, wenn sie fremde Gerüche wahrnehmen; dies passiert aber vor allem dann, wenn der Autofahrer nicht am üblichen Standort parkt.

Hierbei ist die Schwierigkeit, dass der Maschendraht eher unhandlich und sehr groß ist, weshalb sich der Transport schwierig gestaltet. Beim Gitterrost hingegen handelt es sich um einen starren Gegenstand, der als Boden eines Carports bestens geeignet ist.

Aufgrund der Löcher im Rost haben Marder und andere Tiere Angst, darauf zu gehen – sie scheuen sich. Der Gitterrost ist jedoch sehr unflexibel.

Fazit: Achten Sie auf diese Punkte, wenn Sie einen eigenen Marderschreck-Test durchführen

Was also tun gegen Marder? Wie Sie sehen, gibt es mehrere Möglichkeiten, um gegen die Nager vorzugehen. Das Marderspray wirkt nur bedingt, da es beim ersten Regen wieder abgewaschen ist. Damit dem Marder also eine Abwehr widerfährt, müsste der Kfz-Halter nach jedem Regentag und jeder Autowäsche wieder neues Spray auftragen. Dies ist auf lange Sicht gesehen sehr kostenintensiv.

Die Anschaffung eines Marderschreck-Gerätes ist hingegen eine gute Methode, um die Tiere langfristig vom Motor fernzuhalten. Hierbei müssen Sie jedoch Ihre Individuellen Umstände in Betracht ziehen. Wahrscheinlich ist, dass Ihr persönlicher Marderschreck-Vergleichssieger eine Kombination aus Ultraschall und Hochspannung ist.

Zusätzlich kann der Kabelschutz aus Wellrohr als Marderabwehr dienen.

Kombinieren Sie also die verschiedenen Geräte und Hausmittelchen, um den besten Schutz gegen den Marder in Ihrer Nachbarschaft zu ermitteln.

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7 Kommentare

  1. Matthias sagt:

    Schöner Bericht über die Komplexität des Themas.

    Aber schade, daß offenbar nur eine Hand voll (5) Geräte von nur 3 Anbietern nebeneinander gestellt wurden und nicht von allen Herstellern wie zB die Ultraschallgeräte von KONTEC. Oder gibt es noch mehr Vergleichsdaten mit den Geräten der anderen Hersteller?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Matthias,

      in der Übersicht finden Sie lediglich einen Vergleich über fünf verschiedene Geräte.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Anna sagt:

    Vielen Dank für das Schreiben zu sagen, dass Babys und Kleinkinder können durch Ultraschallgeräte beeinträchtigt werden. Das ist sehr wahr.

    Allerdings kann die Gesundheit von Erwachsenen ebenfalls betroffen sein – Ultraschalltöne Migräne verursachen und beeinflussen zu hören.

    Hintergrundmusik Putting on ist nicht jung genug, um Kinder zu schützen. Die Ultraschalltöne, und der Druck, den sie auf das Ohr setzen, können kurzfristig Ohrenschmerzen und langfristige Probleme wie Hyperakusis verursachen (wo Anhörung wird schmerzhaft ) oder Migräne, wenn das Kind lange genug ausgesetzt ist. Erwachsene und Kinder können auch Tinnitus leiden.

    Wenn ein Nachbar eine solche Ultraschallgerät installiert, um es so schnell wie möglich entfernt werden können gesundheitliche Probleme, um Ihre Kinder und Sie möglicherweise zu stoppen. Wenn Sie ihnen sagen, es könnte ihre Gesundheit beeinträchtigen, könnten sie schneller hören.

    Besser noch – nicht verwenden Ultraschalls.

  3. MF sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Test.

    Dennoch habe ich eine Frage/Anmerkung: Oben schreiben Sie „Die Motorschutzwanne zeigte in verschiedenen Marderschreck-Tests, dass sie großes Potenzial besitzt, andere Geräte vom Markt zu vertreiben. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Wanne keine Löcher aufweist, damit die schlanken Tiere hindurchschlüpfen können“ aber im Fazit ist nicht mehr von der Motorschutzwanne die Rede. Warum nicht? Obiger Satz hört sich doch so an, dass das eine sehr gute Alternative zu den Marderschreckgeräten ist. Was den Preis angeht: Offenbar gibt es für unter 100 EUR bereits Motorschutzwannen und die Montage erscheint mir ähnlich einfach wie die eines Marderschreckgeräts zu sein.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo MF,

      der Vergleich bezieht sich vor allem auf die elektronischen Geräte zur Marderabwehr. Die Motorschutzwanne wurde entsprechend als weitere Möglichkeit beschrieben. Es ist natürlich stets abhängig von den individuellen Bedürfnissen, welche Form der Prävention eingesetzt wird.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Stefan sagt:

    Ich finde Ihren Artikel sehr umfangreich und freue mich, dass Sie neben der Abschreckung auch andere Aspekte wie den Tierschutz und die Wirkung bei Mensch und Kind berücksichtigt haben.

    Mich würde dazu noch interessieren, wie Sie die Wirksamkeit der verschiedenen Maßnahmen getestet haben.

    Grüße Stefan

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