Kinderfahrradsitz Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 15. Mai 2019

Sicherheit und Fahrspaß für die Kleinsten

Kinderfahrradsitz: In einem Test sollten Sie erfahren, ob die Modelle sicher genug sind.

Kinderfahrradsitz: In einem Test sollten Sie erfahren, ob die Modelle sicher genug sind.

Ist Ihr Kind so klein, dass es noch nicht selbstständig Fahrrad fährt, können Sie es entweder im Fahrradanhänger oder im Kinderfahrradsitz transportieren. Mit dem Rad sind Sie flexibel, halten sich fit und sind gleichzeitig umweltbewusst unterwegs. Lesen Sie den Test, der Ihnen bei der Wahl eines guten Kindersitzes hilft.

Fahrradkindersitze sind ideal für kurze Strecken in der Stadt und für Fahrradtouren. Doch soll es ein Front- oder ein Heckmodell sein? Welche Voraussetzungen bringt Ihr Rad mit und worauf ist beim Kauf noch zu achten?

Der Ratgeber auf bussgeldkatalog.org bringt Ihnen alle wichtigen Informationen die Kriterien, die Modelle in einem Kinderfahrradsitz-Test erfüllen sollten. Lesen Sie, welche Eigenschaften ein Fahrradsitz-Vergleichssieger vorweisen sollte, was Sie während des Fahrradfahrens beachten sollten und welche Vor- und Nachteile es gibt.

Die besten Kinderfahrradsitze aus dem Test im Überblick

Wie können Sie durch einen Fahrradsitz-Test Ihren persönlichen Kinderfahrradsitz-Vergleichssieger ermitteln?

Ein Fahrrad-Kindersitz Vergleichssieger entspricht den Sicherheitsanforderungen. Sie werden durch die Norm DIN EN 14344 festgeschrieben. Das Speichensystem, das Gurtsystem, die Sitzbefestigung und die Signalwirkung müssen die Sicherheitskriterien erfüllen. Es gibt darüber hinaus das GP-Prüfzeichen, welches jedoch nicht immer einen sicheren Fahrradsitz garantiert.

In Tests werden oft zu scharfe Ecken und Kanten, eine fehlende Signalwirkung, zu geringe Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Fußstützen oder unzureichendes Einhalten von Maßgaben wie z. B. die Länge der Rücklehne bemängelt. Die Stiftung Warentest testete zuletzt 2007 Kinderfahrradsitze, bei dem nur zwei Modelle mit „gut“ bestanden und viele Mängel festgestellt wurden.

Bei einem guten Kindersitz sollten demzufolge die Fußstützen höhenverstellbar sein. Bevor Sie sich für einen Kindersitz entscheiden, achten Sie darauf, dass die Rücklehne lang genug ist, um ausreichend Komfort zu gewährleisten. Besonders gut ist es, wenn die Kopfabstützung variierbar ist und je nach Größe an das Kind angepasst werden kann. Neben dem Komfort bietet die Kopfstütze bei einem Unfall zusätzlich Schutz. Praktisch ist zudem, wenn sich die Rückenlehne leicht neigen lässt, damit der Nachwuchs während der Fahrt bequem schlafen kann.

Lüftungsschlitze an den Sitz- und Rückenflächen bieten den Vorteil, das Schwitzen im Fahrradsitz zu vermeiden. Teilweise verfügen Kinderfahrradsitze über Armstützen oder einen Bügel. Diese bieten mehr Komfort und Sicherheit. Achten Sie darauf, dass sich auf der Rückseite des Sitzes ein großer Reflektor befindet, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.

Ein Fahrradsitz-Test zeigt meist, dass Sie mit einem Heckmodell auch größere Kinder bis 5 Jahre transportieren können.

Ein Fahrradsitz-Test zeigt meist, dass Sie mit einem Heckmodell auch größere Kinder bis 5 Jahre transportieren können.

Heck- und Frontsitze im Vergleich

Bei Kinderfahrradsitzen wird zwischen dem Hecksitz und dem Frontsitz unterschieden. Der Kinderfahrradsitz hinten zeigt in einem Test oft, dass es durch die zusätzliche Last zu Schwankungen und Rahmenflattern kommen kann. Hecksitze werden entweder am Sattelrohr oder mit einem Halteblock am Gepäckträger montiert. Sie können einen zweiten Heckblock an ein weiteres Rad anbringen, um beim Radwechsel den Kindersitz schnell umstecken zu können.

Der Fahrradkindersitz vorne zeigt in einem Test hingegen meist, dass es hierbei leichter ist, die Kontrolle über das Rad zu behalten. Ist der Frontsitz zwischen Lenker und Sattel angebracht, ändert sich der Schwerpunkt des Rads kaum. Von einer Montage des Sitzes vor dem Lenker wird auf Basis unterschiedlicher Kinderfahrradsitz-Test-Ergebnisse in der Regel abgeraten, da dies das Fahrverhalten negativ beeinflusst und es besonders in Kurven schwierig wird, die Balance zu behalten.

Frontsitze eignen sich nur für kleine Kinder bis 15 Kilogramm. Sie sollten mindestens neun Monate alt sein. Diese Sitze sind nur für kurze Strecken praktisch, da es weder Lehne noch Nackenstütze gibt und der Sprössling wenig Halt hat. Nachteilig ist weiterhin, dass Kinder im Frontsitz bei Unfällen nicht ausreichend geschützt sind und sie vorne Wind und Regen ausgesetzt sind. Durch den Fahrtwind können sie schnell auskühlen.

Vorteile sind beim Frontsitz, dass das Kind eine gute Sicht hat und Sie unproblematisch miteinander kommunizieren können. Die Sitze werden am Lenkrohr des Rahmens befestigt.

Gurtsysteme

Meistens befindet sich an einem Fahrradsitz ein Dreipunkt- oder Fünfpunktgurt. Fünftpunkt-Gurtsysteme sind besonders sicher, da sie zusätzlich einen Schrittgurt vorweisen. Achten Sie darauf, dass der Gurt leicht verstellbar ist.

Der Fahrradkindersitz im eigenen Praxis-Test: Mit Kindern unterwegs

Fahren Sie mit dem Kind, ändert sich das Fahrverhalten des Fahrrads. Sie müssen besonders aufmerksam fahren, um die Balance zu halten. Auch der Bremsweg verlängert sich. Das Gewicht des Kindes führt zu einem hohen Schwerpunkt, der besonders beim Befahren unebener Straßen und Hindernissen ein besonders vorsichtiges Fahren verlangt.

Nicht jeder Kindersitz kann an jedem Rad montiert werden. Das Fahrrad muss stabil genug sein, um ein Kind zu transportieren. Beim Kauf des Rads können Sie sich über das zulässige Gesamtgewicht informieren. Teilweise ist es notwendig, kleine Änderungen am Fahrrad zu vollziehen. Bei einer Vollfederung am Hinterrad ist die Montage eines Kindersitzes nicht möglich.

Machen Sie unbedingt eine Probefahrt – zunächst mit dem Kindersitz ohne Kind und dann mit Kind. So bekommen Sie ein Gefühl für den veränderten Schwerpunkt.

Auf dem Fahrrad einen Kindersitz-Test durchführen: Was Sie dabei beachten sollten

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Sie Kinder ab neun Monaten bis fünf Jahren oder mit einem Gewicht von 9 bis 22 Kilogramm auf dem Kinderfahrradsitz transportieren dürfen.

  • Helme im Kindersitz sind unverzichtbar.
  • Stellen Sie die Gurte richtig ein, damit Ihr Kind sicher im Radsitz sitzt.

Seien Sie vorsichtig, wenn Ihr Nachwuchs im Kindersitz sitzt und das Fahrrad steht. Selbst mit zweibeinigen Fahrradständern ist nicht ausreichend Standsicherheit gewährleistet. Besonders beim Ein- und Ausladen des Kindes darf der Lenker nicht einschlagen. Lassen Sie Ihr Kind außerdem niemals allein im Sitz.

Vermeiden Sie unbedingt eine Überladung des Fahrrads. Ist der Nachwuchs zu groß und zu schwer, sollten Sie ihn nicht mehr auf dem Fahrradsitz transportieren. Verzichten Sie außerdem darauf, zusätzliche Lasten wie Taschen und Tüten anzuhängen, sonst verlieren Sie schnell das Gleichgewicht.

Kinderfahrradsitze: In einem Test zeigen sich häufig diese Vor- und Nachteile

  • Sie sind günstiger als Fahrradanhänger.
  • Fahrradsitze lassen sich einfach befestigen und bleiben stets am Fahrrad. Werden Sie abmontiert, lassen sie sich einfach verstauen.
  • Zwei Kindersitze gleichzeitig beeinträchtigen die Sicherheit bei einem Sturz. Transportieren Sie zwei Kinder, sollten Sie eher auf einen Fahrradanhänger zurückgreifen.
  • Wenn es regnet, werden Kinder im Fahrradsitz nass. Fahrradanhänger sind wetterfester.
Einen Kinderfahrradsitz einem Vergleich unterziehen: Welcher kann Ihr bester Kinderfahrradsitz werden?

Einen Kinderfahrradsitz einem Vergleich unterziehen: Welcher kann Ihr bester Kinderfahrradsitz werden?

Nach einem Test: Den Fahrradsitz richtig pflegen

Um sich lange am Fahrradsitz erfreuen zu können, sollten Sie ihn hin und wieder säubern. Mit einem feuchten Lappen und Spülmittel lässt sich der Sitz pflegen. Meist können Sie die Polster an Rückenlehne und Sitzfläche herausnehmen, um sie zu waschen.

Überprüfen Sie auch regelmäßig die Schrauben des Sitzes. Sie können sich bei häufigem Gebrauch lockern. Ziehen Sie sie fest, können Sie Unfälle vermeiden. Nutzen Sie den Sitz eine längere Zeit nicht, sollten Sie ihn abmontieren und in einem trockenen Raum lagern. Ist das Plastik nicht von Wind und Wetter täglich beansprucht, hält das Material länger.

Für den eigenen Kinderfahrradsitz-Test: Was darf der Sitz kosten?

Kinderfahrradsitze kosten etwa 40 bis 130 Euro. Geben Sie mehr Geld aus, können Sie auch mit einer besseren Verarbeitung rechnen.

Wollen Sie den Kinderfahrradsitz länger benutzen, zeigt sich in einem Test oft, dass Fahrradkindersitz den Hecksitz hierfür besonders geeignet sind. Der Frontsitz eignet sich nur für maximal 15 Kilogramm.

Einige Hersteller: Römer Jockey, Hamax, Thule, OK Baby, Polisport, Prophete, Ballelli, Bobike, Kettler

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