Fahrradanhänger Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 11. August 2019

Alle an Bord – Was Sie beim Kauf eines geeigneten Anhängers fürs Bike berücksichtigen sollten

Sie suchen einen Fahrradanhänger im Selbst-Test? Welches Modell hat das Zeug zu Ihrem Testsieger?

Sie suchen einen Fahrradanhänger im Selbst-Test? Welches Modell hat das Zeug zu Ihrem Vergleichssieger?

Ob Gepäck und Einkäufe transportieren, das Kind zum Kindergarten fahren oder den Hund auf lange Radtouren mitnehmen – der Fahrradanhänger ist für vielfältige Einsatzzwecke eine wunderbare Hilfe. Fahrradanhänger sind umweltfreundlich und im Gegensatz zum Auto kostengünstig. Sie sind praktisch und einfach handhabbar.

In einem Fahrradanhänger-Test sollte die Sicherheit deshalb stets an vorderster Stelle stehen. Eine große Rolle spielen aber auch Haltbarkeit, Verarbeitung, Handhabung und Fahrgefühl. Handelt es sich um einen Kinderanhänger, soll sich Ihr Nachwuchs schließlich wohl fühlen und Spaß dabei haben, wenn Sie ihn durch die Gegend kutschieren. Damit Sie im Verkehr niemanden gefährden, müssen Sie einige Regeln berücksichtigen. Welche, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ob Kinderanhänger, Lastenanhänger oder Schwenker: Erfahren Sie in diesem Ratgeber Informationen über Vor- und Nachteile sowie die jeweiligen Eigenschaften der verschiedenen Modelle, sodass Ihnen die Wahl des passenden Fahrradanhängers leichter fallen wird.

Was müssen Sie bei Ihrem Fahrradanhänger-Test beachten?

Die besten Fahrradanhänger aus dem Test im Überblick

Fahrradanhänger einem Test unterziehen: Das sollten Sie wissen

Die heutigen Modelle bieten viel Sicherheit, einen sehr guten Komfort und viel Fahrspaß für alle Beteiligten. Entscheiden Sie sich vor dem Kauf des Fahrradanhängers, was Sie transportieren, wie oft und für welche Zwecke Sie ihn verwenden wollen.

Soll es ein Fahrradanhänger sein, der faltbar ist, um ihn mit dem Auto transportieren zu können? Soll es ein Fahrradanhänger fürs Kind oder ein Fahrradanhänger fürs Baby sein? Möchten Sie ein oder zwei Kinder transportieren und ab welchem Alter eignen sich Fahrradanhänger? Lesen Sie die Informationen zu all den Fragen in dieser Übersicht.

Ein Fahrradanhänger fürs Kind lässt sich bequem am Rad montieren, sodass Sie sicher und schnell Ihr Kind von A nach B fahren können.

Ein Fahrradanhänger fürs Kind lässt sich bequem am Rad montieren, sodass Sie sicher und schnell Ihr Kind von A nach B fahren können.

Mit der Erneuerung der Straßenverkehrsordnung (StVO), die seit dem 01. April 2013 gilt, gibt es genaue Bestimmungen für die Nutzung von Fahrradanhängern. Die StVO regelt, wer in Fahrradanhängern transportiert werden und wer das Fahrrad-Anhänger-Gespann fahren darf.

Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.(§ 21 Abs. 3 StVO)

Stellen Sie sich vor dem Kauf einige Fragen:

  • Soll der Radanhänger gefedert sein?
  • Soll der Fahrradanhänger faltbar sein?
  • Lässt er sich leicht auf- und abbauen?
  • Soll er zum Jogger oder Buggy umgewandelt werden können?
  • Wie groß soll der Innenraum sein?
  • Soll der Fahrradanhänger ein Einsitzer oder Zweisitzer sein?

Während des Fahrens lasten Kräfte auf dem Fahrradrahmen. Nutzen Sie daher nur Fahrräder, die sich für diese Lasten eignen. Die Anhängerkupplung sollte so gebaut sein, dass sie eine verkehrssichere Verbindung zwischen Fahrrad und Hänger herstellt.

Höhe und Breite des Fahrradanhängers

Für die Größe der Fahrradanhänger gibt es keine speziellen Regelungen, daher gelten die Bestimmungen aus Paragraph 32 aus der StVZO für Kraftfahrzeuge. Der Paragraph besagt, dass die Länge maximal 12 m, die Höhe maximal 4 m und die Breite maximal 1 m betragen darf. Fahrradanhänger können etwa 40 bis 45 kg Gewicht transportieren.

In einem Test verschiedene Fahrradanhänger untersuchen

Fahrradanhänger gibt es für Kinder und Babys, für Hunde, es gibt Lastenanhänger und Schwenker. Lesen Sie im Folgenden, welche Eigenschaften die jeweiligen Typen vorweisen.

Fahrradanhänger für das Kind

Fahrradanhänger sind für bis zu zwei Kinder konzipiert. Kinder können bis zu einem Alter von sieben Jahren den Fahrradanhänger nutzen. Voraussetzung für den Transport von Kindern ist, dass der Anhänger mit geeigneten Sitzen ausgestattet ist. Er muss so gebaut sein, dass die Kinder nicht in die Speichen greifen können.

Neuere Fahrradhänger punkten durch stabile Fahrgastzellen mit tiefem Schwerpunkt und Sicherheitsgurten. So können die Kleinen sicher und bequem bei den Eltern mitfahren. Die sichersten Kinderanhänger fürs Fahrrad in einem Test sind oft diejenigen, die eine feste Bodenwanne aus Metall oder Kunststoff haben und außerdem eine rundumlaufende Stoßstange aufweisen. Die aus Metall oder Kunststoff bestehende Stoßstange erhöht den Abstand zwischen Fahrzeuginsassen und Autos und bildet somit eine Knautschzone.

Weiterhin sind stabilisierende Polsterungen sowie Liege- und Sitzhilfen für ein bequemes Sitzen oder Liegen von Vorteil. Gegenüber einem Kindersitz am Fahrrad haben Eltern und Kinder mehr Platz und Bewegungsfreiheit. Zudem sind Kinder im Hänger vor Wind, Regen und Sonne geschützt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) urteilt, dass Fahrradanhänger um einiges sicherer sind, als Kindersitze direkt auf dem Fahrrad.

Vorteile eines Kinderfahrradanhängers gegenüber einem Fahrradsitz
  • Stabileres Fahrverhalten
  • Stauraum für Gepäck
  • Besserer Schutz vor Wind und Wetter
  • Bei Unfall kein tiefer Sturz
  • Tragen die Kinder Helme und sind angeschnallt, sind sie im Innenraum geschützt.

Stürzen Sie mit dem Fahrrad, bleibt der Radanhänger stehen. Vor allem bei langen Radtouren ist es für beide Seiten angenehmer, mit einem Kinderanhänger zu fahren.

Die meisten Fahrradanhänger fürs Kind sind zweispurig. Sie verfügen über eine Achse mit zwei nebeneinanderlaufenden Rädern. Hersteller bieten sie als Ein- oder Zweisitzer an. Weniger verbreitet sind die einspurigen Kinderanhänger. Sie sind schmaler, nur für einen Mitfahrer gedacht und eignen sich für unbefestigte Wege.

Wählen Sie ein leichtes Kinderanhänger-Modell für Ihren Test, damit Sie nicht zu schnell aus der Puste kommen. Etwa 13 kg ist ein normales Gewicht. Fahrradanhänger mit einer guten Federung schützen die Kinder und verhindern Erschütterungen. Ideal ist es, wenn die Anhänger so viel Platz vorweisen, dass Sie bequem zusätzlich Einkäufe transportieren können. Optional können Sie Wimpel am Kinderanhänger befestigen, um eine bessere Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Auf ebenen Strecken und mit hoher Last eignet sich ein Fahrradanhänger fürs Kind mit einer stabilen Wanne. In hügeligen Gebieten hingegen sind Modelle mit geringem Eigengewicht vorteilhafter. Ihr persönlicher Fahrradanhänger-Vergleichssieger fürs Kind sollte zudem über einen 5-Punkt-Sicherheitsgurt und einen Überrollbügel verfügen. Diese Komponenten gewähren besondere Sicherheit. Die gängigen Kinderanhänger-Modelle haben 20-Zoll-Reifen.

Bestimmungen im Ausland

Informieren Sie sich, bevor Sie in den Urlaub fahren, über die Bestimmungen von Fahrradanhängern im jeweiligen Reiseland. In einigen Ländern sind Kinderfahrradanhänger verboten.

Länder, in denen der Kindertransport in Fahrradanhängern verboten ist:

In manchen Ländern ist das Radfahren mit Fahrradhänger erlaubt, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. In Österreich zum Beispiel dürfen Rennräder keinen Anhänger ziehen und in Italien dürfen Rad und Hänger zusammen nicht länger als 3 m sein. In Luxemburg benötigen Radfahrer für den Zweck eine spezielle Vignette des Transportministeriums und auch die Schweiz gibt Vorschriften vor, die Radfahrer einhalten müssen.

Sie dürfen Ihre Kinder bis zum siebenten Lebensjahr im Fahrradhänger transportieren. Für behinderte Kinder gilt die Altersgrenze nicht. Das Gewicht im Anhänger darf 45 kg jedoch nicht übersteigen.

Fahrradanhänger für das Baby

Ein Fahrradanhänger fürs Baby lässt sich oft auch zum Buggy umfunktionieren.

Ein Fahrradanhänger fürs Baby lässt sich oft auch zum Buggy umfunktionieren.

Fixierbare Babytragetaschen für Babys erleichtern es Eltern, die gern mit dem Rad unterwegs sind, ihre Sprösslinge jederzeit mitzunehmen. Spezielle Babyschalen werden dafür im Kinderfahrradanhänger sicher befestigt. Eltern können den Fahrradanhänger fürs Baby ab einem Alter von einem Monat mit der speziellen Babyschale nutzen. Die Schalen sind nur für die Fahrradhänger gedacht und dürfen nicht im Auto genutzt werden.

Achten Sie darauf, dass der Fahrradanhänger fürs Baby ausreichend gefedert ist. Die Hinterräder sollten Federungsmechanismen vorweisen. Auch mit Ihrem Vergleichssieger aus einem Test der Fahrradanhänger sollten mit dem Baby im Anhänger nicht über Schotter- und Kieswege fahren, da dieses noch keine ausgeprägte Muskulatur hat.

Eltern können den Fahrradanhänger auch als Kinderwagen-Ersatz nutzen. Durch den tiefen Schwerpunkt können Sie damit sogar Joggen oder Skaten. Einige Modelle verfügen über eine spezielle Jogger-Funktion.

Ein Nachteil der Baby- und Kinderanhänger besteht darin, dass Sie Ihre Kinder während des Radfahrens ohne Rückspiegel nicht im Blick haben. Wollen Sie Ihre Kinder sehen, legen Sie sich einen Rückspiegel zu.

Kinderanhänger: Zahlreiche Tests besagen, dass Kinder und Babys so früh wie möglich – also auch im Anhänger – einen Helm tragen sollten.

Fahrradanhänger als Jogger einem Test unterziehen

Halten Sie sich fit, indem Sie den Fahrradanhänger fürs Kind auch zum Joggen verwenden. Multifunktionale Fahrradhänger bieten diese Möglichkeit für das sportliche Vergnügen mit der ganzen Familie. Ist die Jogger-Funktion nicht in der Grundausstattung inbegriffen, können Sie sie als Zubehör dazukaufen. Für die Jogger-Funktion und auch für die Nutzung als Buggy liefern Hersteller ein zusätzliches 16-Zoll-Rad mit, welches Sie vorn anschrauben können.

Hundefahrradanhänger

Sie können nicht nur Kinder mit den Anhängern transportieren – auch ein Hund findet darin Platz. Für den Transport von Tieren im Fahrradanhänger gibt es keine besonderen Auflagen. Für weite Strecken, für Welpen oder für Hunde, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ist es eine ideale Lösung. Ihr Hund wird die Tour sicher genießen und auch für Sie werden lange Touren stressfreier und bequemer.

Genau wie Kinderfahrradanhänger müssen auch Hundefahrradanhänger kippsicher und gut sichtbar sein. Wählen Sie die Größe des Anhängers je nach Größe Ihres Hundes aus. Der Hund darf sich nicht eingeengt fühlen und Sie sollten sich mit einem großen Gewicht nicht zu sehr belasten.

Achten Sie auf einen stabilen Rahmen und auf eine Möglichkeit im Hänger, den Hund anzuleinen, damit er nicht während der Fahrt herausspringen kann. Durch durchsichtige Plastikfenster am Hänger kann Ihr Hund nach draußen schauen und ist gleichzeitig vor Wind und Wetter geschützt.

Der Hundefahrradanhänger erleichtert Ihnen jegliche Transporte und ist durch die leichte Handhabung schnell montiert und aufgebaut. Besonders bei längeren Reisen werden Sie vom Hundeanhänger profitieren. Besonders praktisch ist es, wenn sich der Fahrradanhänger für den Hund vorne und hinten für einen einfachen Ein- und Ausstieg öffnen lässt. Vorteilhaft ist zudem eine Bodenöffnung, um die Bodenwanne leicht zu säubern. Dafür ist wasserabweisendes Material praktisch, um aufwendiges Putzen zu vermeiden.

Auch den Hundefahrradanhänger sollten Sie mit Lampen und Reflektoren ausstatten. Hochwertigere Modelle für den Transport von Hunden bestehen aus einem Aluminiumgestell und verfügen über eine Federung. Teilweise sind sie sogar mit weichen Teppichböden ausgestattet. An preiswerteren Hundehängern befindet sich lediglich ein Stahlrahmen.

Ein Selbst-Test kann zeigen: Faltbare Fahrradanhänger können Sie auch bequem mit dem Auto transportieren.

Ein Selbst-Test kann zeigen: Faltbare Fahrradanhänger können Sie auch bequem mit dem Auto transportieren.

Lastenanhänger

Lastenanhänger gibt es ein- und zweispurig. Die meisten Lastenanhänger sind zweispurig und einachsig. Sie eignen sich für Einkäufe, aber auch für lange Radtouren. Auch Fahrradkuriere nutzen sie. Sie sollten aus stabilem Kunststoff, Aluminium oder reißfestem Gewebe gefertigt sein. Besonders gut handhabbar sind sie, wenn sie ein geringes Eigengewicht vorweisen. Große, leicht rollende Räder lassen Sie den Lastenanhänger einfach bewegen.

Lastenanhänger bestehen meist aus einem offenen Kasten, den eine wasserdichte Plane vor Regen schützt. Etwa 40 kg lassen sich mit diesem Anhänger transportieren. Mit einer hochwertigen Fahrrad-Anhängerkupplung können Sie den Anhänger schnell und sicher an- und abkuppeln. Ein Lastenanhänger sollte 60 bis 70 Liter Fassungsvermögen vorweisen.

Lastenanhänger verfügen meist über einen Stahlrohrrahmen. Viele Modelle weisen 16-Zoll-Luftreifen auf. Manche haben zusätzlich einen Handgriff, der es ermöglicht, den Anhänger auch als Handwagen zu nutzen.

Schwenker

Schwenker werden auch Fahrradseitenwagen oder Beiwagen genannt. Sie werden an einer Seite des Fahrrads justiert und besitzen nur ein Laufrad. Eine nicht starre Befestigung führt dazu, dass sie über die Längsachse parallel zum Fahrrad drehbar sind. Während das Fahrrad sich in der Kurve neigt, neigt sich die im Schwenker befindliche Last keineswegs.

Der Schwenker eignet sich vor allem für lange Lasten, da diese über das Gespann hinausragen können. Durch die Befestigung des Schwenkers an der Fahrradseite weist das Gespann eine große Breite auf. So können Fahrradfahrer während des Fahrens die Lasten überblicken.

Fahrradanhänger einem Vergleich unterziehen: Was Sie beim Kauf beachten sollten

Achten Sie auf eine hochwertige Anhängerkupplung. Sie ist entscheidend für die Verkehrssicherheit des Gespanns und ist großen Kräften ausgesetzt. Achten Sie ebenfalls darauf, dass der Hänger ein geringes Eigengewicht vorweist und leicht gezogen werden kann. Große Räder sind vor allem dann vorteilhaft, wenn Sie oft über unebene Böden fahren. Ein weiteres Auswahlkriterium ist das Material des Anhängers. Beliebt ist Aluminium, da es leicht und gleichzeitig stabil und rostfrei ist.

Achten Sie auch auf die Qualität der Reifen. Sie sind entscheidend für den Komfort im Radanhänger. Sie geben zudem vor, auf welchem Untergrund gefahren werden kann. Fahrradanhänger können auch klappbar sein. Diese Modelle eignen sich, wenn Sie sie öfter mit dem Auto transportieren wollen. Oft stellten Tests Schadstoffe in Polstern, Sichtfenstern und Schiebegriffen der Fahrradanhänger fest. Hersteller neuerer, qualitativ hochwertiger Anhänger verzichten auf die Verwendung von Schadstoffen.

Ihr Fahrradanhänger-Vergleichssieger sollte kippsicher sein, keine chemischen Schadstoffe beinhalten und eine gute Federung besitzen.

Mögliche Ausstattung eines Fahrradanhängers im Überblick

  • Tiefsitzende Kupplung bietet mehr Sicherheit
  • Einstellbare Federung
  • Schnell und einfach zusammenfaltbar
  • Leichter, stabiler Rahmen, der sich einfach reinigen lässt
  • Auffälliges Material (reflektierend und leuchtend)
  • Schlussleuchte (rot)
  • Ab einer Breite von 80 cm eine zusätzliche Beleuchtung (weiß) an der linken Vorderseite
  • Front-, Rück- und Seitenreflektoren
  • Wahlweise Umrüstzubehör, um den Anhänger zum Buggy oder Jogger umzuwandeln
  • Höhenverstellbarer Schiebebügel
  • Belüftung der Fensterseite zur Temperaturregelung
  • Großes Gepäckfach
  • Wahlweise zusätzlicher Sonnenschutz
  • 5-Punkt-Sicherheitsgurt im Kinderfahrradanhänger
Voraussetzungen am Fahrrad

Sie sollten, wenn Sie Fahrradanhänger einem Test unterziehen, auch folgendes beachten: Nicht alle Fahrräder eignen sich, einen Fahrradanhänger an ihnen anzubringen. Ein Hänger beansprucht den Fahrradrahmen sowie die Räder. Besonders Fahrräder mit Aluminium- oder Carbonfaser-Rahmen eigenen sich nicht, sodass Hersteller in den Betriebsanleitungen grundsätzlich das Nutzen eines Anhängers untersagen. Auch an E-Bikes und Pedelecs sollten Sie keine Fahrradanhänger montieren. Da der Anhänger am Fahrrad-Rahmen befestigt wird, sollte dieser stabil sein.

Die Deichsel und die Anhängerkupplung

Deichsel und Kupplung verbinden Anhänger und Fahrrad miteinander. Deichseln unterscheiden sich in Hochdeichsel mit Kupplung am Sattelrohr und –stütze und Tiefdeichsel mit Kupplung an der Hinterachse. Beide Arten finden sich an ein- und zweispurigen Anhängern.

Für die Nutzung eines Fahrradanhängers hat die Kupplung eine große Bedeutung. Sie ermöglicht Dreh- und Kippbewegungen und die Übertragung der Beschleunigungs- und Bremskräfte auf den Fahrradhänger.

Die Kupplung befindet sich meist im Bereich der Hinterradnabe des Rads. Die Anbindung befindet sich etwas über dem Boden, sodass der Anhänger weniger schaukelt und kippt. Der Fahrradrahmen wird dadurch statisch gänzlich entlastet. Die moderne Kupplung lässt sich schnell und bequem öffnen, trennen und absperren.

Im Lieferumfang eines Anhängers ist meist eine Fahrradanhängerkupplung für die Montierung am eigenen Fahrrad enthalten. Ist dies nicht der Fall, können Sie auch extra eine Fahrradanhängerkupplung für etwa 10 Euro dazu bestellen.

Welchen Ansprüchen muss der Fahrradanhänger für Ihren Test genügen? Hunde- oder Kinderanhänger eignen sich gut für lange Touren im Urlaub.

Welchen Ansprüchen muss der Fahrradanhänger für Ihren Test genügen? Hunde- oder Kinderanhänger eignen sich gut für lange Touren im Urlaub.

Beschleunigen und Bremsen

Gehen Siebei einem Test von der Prämisse aus, dass Fahrradanhänger keine eigenen Bremsen benötigen. Das setzt voraus, dass die Bremsen am Fahrrad einwandfrei funktionieren und auch bei Nässe zuverlässig sind. Die Zusatzlast im Hänger muss mit den am Fahrrad befindlichen Bremsen mitgebremst werden.

Die Beleuchtung am Hänger

Es gibt keine eigenen Vorschriften für die Beleuchtung an Fahrradanhängern, daher gelten die Regelungen für die Beleuchtung am Fahrrad nach § 67 StVZO auch für Anhänger. Es ist Pflicht, den Fahrradanhänger mit einer Schlussleuchte auszustatten, da der Anhänger das Rücklicht des Fahrrads meist verdeckt. Die Schlussleuchten sind in der Regel batteriebetriebene Leuchten und strahlen rotes Licht ab. Sie dürfen nicht mehr als 60 cm über der Fahrbahn befestigt werden.

Ein weißer Strahler an der vorderen linken Seite ist darüber hinaus sehr sinnvoll. Zwei weiße Lichter an der vorderen Seite sind Pflicht, wenn der Anhänger breiter als 80 cm ist. Sie können auch in jedes Laufrad jeweils einen Speichenreflektor anbringen, um die Sichtbarkeit an den Seiten zu erhöhen. Dreieckige rote Reflektoren von Kfz-Anhängern sind nicht für Fahrradanhänger zulässig. Achten Sie darauf, dass es sich bei der Beleuchtung um Dauerlichter handelt – Blicklichter sind verboten. Zusätzlich können Sie eine Konturenmarkierung rund um den Anhänger anbringen.

Beleuchtung für den Fahrradanhänger:
  • weiße Reflektoren an der vorderen Seite
  • Speichenreflektoren an den Seiten
  • ein rotes Schlusslicht

Wie viel kostet ein guter Fahrradanhänger?

Da Sie sich mit dem Anhänger im Straßenverkehr bewegen und Sicherheit für Sie die Sicherheit von Sprössling bzw. Hund an erster Stelle steht, sollten Sie nicht zu sehr auf den Preis achten. Die Kosten sollten Sie bei Ihrem Fahrradanhänger-Test also zunächst hintanstellen. Es könnte passieren, dass Sie mit einem kleinen Preis billige Verarbeitungen kaufen, die Sicherheitsmängel vorweisen.

Bezüge könnten aufreißen oder sie bieten keinen ausreichenden Komfort. Billige Modelle weisen oft keine gute Federung vor. Bei einem guten Kinderfahrradanhänger ist mit etwa 250 Euro zu rechnen. Je nach Hersteller, Ausstattung usw. kann ein Fahrradanhänger auch bis zu 1300 Euro kosten.

Sicherheitsmerkmale an Fahrradanhängern

Noch vor einigen Jahren war auf die Sicherheit der Fahrradanhänger nicht immer Verlass. Mängel waren meist die Deichselverbindungen. Die Folge war, dass ÖKO-Test einheitliche Sicherheitsnormen speziell für Kinderfahrradanhänger forderte. Inzwischen gibt es eine einheitliche, europaweit geltende Sicherheitsnorm. Mit dieser Norm ist eine Prüfung der Deichsel vorgesehen. Bei einigen Fahrradanhängern können Sie im Winter sogar Kufen montieren. So ist die Verkehrssicherheit auch bei Eis und Schnee gewährleistet.

Bekannte Hersteller
  • Chariot
  • Kranich
  • Burley
  • Croozer
  • Qeridoo

Radwegbenutzung – ist sie Pflicht?

Auch mit dem Gespann sollten Sie auf dem Radweg fahren – soweit er mit dem Anhänger erreichbar ist. Nicht erreichbar sind Radwege, die zu schmal sind, bei denen die Absenkung nicht breit genug, er abgepollert oder durch eine Schranke versperrt ist. Ist dies der Fall, müssen Rad-Anhänger-Gespanne auf die Fahrbahn ausweichen – auf dem Gehweg dürfen sie nicht fahren.

Üben Sie!

Üben Sie das Fahren mit dem Anhänger zunächst auf einer wenig befahrenen Straße, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Beladen Sie den Anhänger mit schwerem Gepäck, bevor Sie die erste Tour mit dem Kind wagen. So können Sie ausprobieren, wie es sich mit Anhänger lenkt, wie Sie beschleunigen und bremsen und wie sich der Anhänger in Kurven verhält.

Pflegetipps

Besteht der Hänger aus Aluminium, können Sie ihn leicht mit Wasser oder etwas Öl säubern. Stoff- und Kunststoffteile können Sie mit Spülmittel und Wasser reinigen.

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