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Kompass-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Navigation und Orientierung – ein guter Kompass bietet beides problemlos

Im Gegensatz zu elektronischen Geräten versagt ein Kompass im Praxis-Test nur extrem selten.

Im Gegensatz zu elektronischen Geräten versagt ein Kompass im Praxis-Test nur extrem selten.

Ein Kompass erscheint zuerst altmodisch. Das GPS-Gerät oder Navi, Online-Karten oder ein digitaler Kompass – im Praxis-Test scheint es mannigfaltige Möglichkeiten zu geben, einfacher und mit weniger Aufwand an sein Ziel zu gelangen. Einfach das Smartphone aus der Tasche holen und sich per Navigations-App ans Ziel dirigieren lassen.

Doch was passiert, wenn der Akku leer ist, das technische Gerät einen Defekt aufweist oder der Empfang gestört ist? In der Zivilisation ist das höchstens ärgerlich, aber meist nicht gefährlich – beim Wandern, Trekking, Segeln oder Tauchen hingegen, sprich bei allen Outdoor-Aktivitäten, bei denen ein Verirren gefährlich werden kann, ist der Ausfall eines solchen technischen Geräts mitunter lebensbedrohlich.

Wer sich hingegen mit Karte und Kompass auskennt, sieht dem Ausfall der technischen Geräte gelassen entgegen. Das Navigieren und Orientieren mit einem Kompass mag aufwendiger sein, zugleich ist es jedoch auch zuverlässiger. Was sollte also ein Kompass, der Vergleichssieger werden könnte, bieten?

Die besten Kompasse aus dem Test im Überblick

Hauptfunktion: Bestimmung der Himmelsrichtungen

Grundfunktion eines jeden Kompasses ist die Möglichkeit, mit ihm die Himmelsrichtungen zu bestimmen. Üblicherweise ist der Teil der Kompassnadel, der nach Norden zeigt, farblich markiert, sodass die nördliche Richtung auch im eigenen Kompass-Test möglichst einfach ablesbar ist. Daneben kann mit Karte und Kompass auch der eigene Standort bestimmt, eine Marschrichtung festgestellt oder eine Peilung vorgenommen werden.

Magnetismus: Wie funktioniert ein Kompass?

Ein guter Kompass gehört zur Basisausrüstung auf Trekkingtour im unwegsamen Gelände.

Ein guter Kompass gehört zur Basisausrüstung auf Trekkingtour im unwegsamen Gelände.

Ein Kompass macht sich die Eigenschaft von Magneten zunutze, den jeweils gleichen Pol eines anderen Magneten abzustoßen und den entgegengesetzten Pol anzuziehen.

Daher besteht der handelsübliche Kompass für Test- und Dauereinsatz aus einem Gehäuse, das im Innern eine Windrose enthält, in deren Mitte eine Metallnadel auf einer dünnen Spitze lagert. Die Nadel sollte sich möglichst reibungsarm auf der Spitze bewegen können, weshalb diese meist aus abriebsicheren Edelsteinen gefertigt ist.

Die Nadel ist magnetisiert – sie besitzt also einen Nord- und einen Südpol. Da der magnetische Südpol des Erdmagnetfeldes nahe dem geographischen Nordpol der Erde liegt, wird die Kompassnadel sich mit ihrem Nordpol in Richtung des erdmagnetischen Südpols ausrichten und dadurch die Nordrichtung anzeigen.

Mancher Kompass – etwa fürs Tauchen oder einen Test beim Segeln – hat statt einer Nadel eine Scheibe oder Kugel. Auch diese sind dann entsprechend magnetisiert, sodass sie einen Nord- und Südpol aufweisen.

Gelegentlich wird der Nordpol auch arktischer Pol und der Südpol antarktischer Pol genannt, um Verwirrung um die Benennung der Pole gerade bei Kompass-Anfängern im Test zu verhindern.

Ausstattung des Kompasses: Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Kompass ist nicht gleich Kompass. Von günstigen Exemplaren für wenige Euro, die allenfalls grob die Nordrichtung anzeigen, bis hin zu einige hundert Euro teuren Exemplaren, mit denen eine gradgenaue Peilung möglich ist, bietet der Markt die verschiedensten Abstufungen. Für den Kompass-Test beim Wandern oder Trekking eignen sich in der Regel zwei Typen besonders gut:

  1. Ein Lineal- bzw. Kartenkompass eignet sich hervorragend für die Arbeit auf der topographischen Karte. Fast all seine Bestandteile bestehen aus durchsichtigen Material, um die Kartenmarkierungen lesen zu können, zugleich besitzt er verschiedene Linealskalen für die Arbeit mit unterschiedlichen Kartenmaßstäben.
  2. Ein Wander- bzw. Marschkompass hingegen besitzt eine zusätzliche Peilvorrichtung mit Peilspiegel, Korn und Kimme und eignet sich daher besser dafür, markante Orientierungspunkte im Gelände anzupeilen.

Die Bestandteile vom Kompass sind bei Test-Modellen meist ähnlich.

Die Bestandteile vom Kompass sind bei Test-Modellen meist ähnlich (*click für große Ansicht*).

Der Outdoor-Fachhandel bietet jedoch auch Modelle für den eigenen Kompass-Test, die die Vorteile beider Typen in sich vereinen und sowohl für die Kartenarbeit als auch das direkte Anpeilen geeignet sind.

Lagerung der Nadel

Einer der wichtigsten Aspekte im Kompass-Test ist die Art der Nadellagerung. Um eine möglichst hohe Genauigkeit zu gewährleisten, sollte die Lagerung möglichst reibungsarm erfolgen. Mittel der Wahl ist in der Regel die Edelsteinlagerung, bei der die Spitze, auf der die Nadel ruht, aus einem abriebfesten Edelstein besteht. Rubin oder Saphir sind beispielsweise häufig anzutreffen.

Je qualitativ hochwertiger die Nadellagerung ist, desto genauer ist auch die Nadelausrichtung nach Norden. Allerdings macht das den Kompass schon im Test-Einsatz anfällig für Erschütterungen, etwa durch das Zittern der eigenen Hand. Daher sollte darauf geachtet werden, dass das Modell eine Dämpfung der Kompassnadel bietet. In der Regel wird die Nadel durch die Lagerung in einer Flüssigkeit wie Öl gedämpft. Dieses nimmt Erschütterungen auf, wodurch die Nadel selbst weniger in Schwingungen gerät.

Skalen, Einteilungen, Beschriftungen

Die Kompassnadel ruht in der idealerweise flüssigkeitsgedämpften Kompassdose, die durch einen beweglichen Ring eingefasst wird, mit dem sich u. a. die Missweisung einstellen lässt. Dies ist unerlässlich, soll beispielsweise der Standort ermittelt werden. Der favorisierte Test-Kompass sollte zudem mit einem transparenten Boden sowie Nord-Süd-Linien ausgestattet sein.

Was ist die Missweisung?

Schon beim ersten Kompass-Test sollte die sogenannte Missweisung oder Deklination beachtet werden. Durch Vorgänge im Erdinnern, etwa Bewegungen von flüssigem eisenhaltigem Gestein, wird das Erdmagnetfeld beeinflusst. Dementsprechend wird auch die Kompassnadel abgelenkt, wodurch sie nicht mehr genau auf den arktischen Magnetpol zeigt. Zudem sind geographischer und magnetischer Pol nicht deckungsgleich und weichen zirka 1000 km voneinander ab. Im Vorfeld sollte sich also über den Grad der Missweisung informiert werden, der momentan in der entsprechenden Region herrscht. Für mitteleuropäische Gefilde sind dies meist plus wenige Grad, in anderen Gebieten hingegen können auch zehn, zwanzig, dreißig oder noch mehr Grad Abweichung zusammenkommen. In der Regel ist die Deklination auf jeder topographischen Karte vermerkt.

Ein für die Seefahrt gebauter Kompass weist im Vergleich zu anderen Modellen oft eine runde oder scheibenförmige Gestalt auf.

Ein für die Seefahrt gebauter Kompass weist im Vergleich zu anderen Modellen oft eine runde oder scheibenförmige Gestalt auf.

Daneben weisen die meisten Modelle eine 360°-Einteilung auf, was für den herkömmlichen Kompass-Test bspw. beim Wandern vollkommen ausreichend ist. Standard sollte auch die Kompassmarke sein, welche als Richtungspfeil fest mit dem Gehäuse verbunden ist und nach dem Peilen das Ablesen der eingestellten Richtung auf der Skala möglich macht. Die Anlegekante ist in der Regel mit verschiedenen Linealskalen für verschiedene Maßstäbe ausgestattet.

Verschiedene Kompasstypen: Welche Bauformen gibt es?

Je nach Verwendungszweck und persönlichen Ansprüchen gibt es verschiedene Bauformen, die den Kompass für den Test bei verschiedenen Einsatzarten ideal machen:

  • Taschenkompass: einfaches Modell ohne Peilvorrichtung oder Anlegekante
  • Linealkompass: ausgestattet mit Anlegekante und verschiedenen Skalen für die Kartenarbeit
  • Spiegelkompass: inklusive klappbarem Spiegel für das gleichzeitige Beobachten von Zielobjekt und Kompassnadel beim Peilen
  • Prismenkompass: für besonders genaue Richtungspeilungen

Soll der Kompass einem Test in verschiedenen Disziplinen unterzogen werden, empfehlen sich Mischformen. Besonders häufig ist beispielsweise der Spiegelkompass anzutreffen, der mittels einer Linealplatte ebenso für die Kartenarbeit wie fürs Peilen nutzbar ist.

Grundsätzlich gilt beim Kompass jedoch die Empfehlung, sich im Fachhandel beraten zu lassen, vor allem Navigationsneulinge. Auch Kompass-Testberichte von Nutzern können einzelne Modelle hervorheben.

Grundlagen der Navigation per Kompass

Ein Kompass besteht den Vergleichstest i. d. R. nur dann, wenn entsprechend geeignetes Kartenmaterial vorliegt.

Ein Kompass besteht den Vergleichstest i. d. R. nur dann, wenn entsprechend geeignetes Kartenmaterial vorliegt.

Das Navigieren mit einem Kompass sollte zum Test bereits zuhause geübt werden. Die Grundlagen sind in der Regel leicht zu lernen, bedürfen jedoch praktischer Übung nicht erst auf der Wanderung.

Himmelsrichtung bestimmen, Karte einnorden

In der Regel wird der Kompass auf der flachen Hand in Brusthöhe gehalten. In mitteleuropäischen Gefilden ist die Missweisung zu vernachlässigen, weshalb die Himmelsrichtung anhand des roten Nadelteils einfach abgelesen werden kann.

Dazu wird die Skala der Kompassdose gedreht, bis Nadel und Nordmarke (360°) in dieselbe Richtung zeigen. Dort, wo der Richtungspfeil die Skala schneidet, kann die Gradzahl abgelesen werden. Schneidet der Richtungspfeil im Kompass-Test die Skala z. B. zwischen Nord und Ost bei 40, weist der Richtungspfeil in 40° Nordost.

Genau umgekehrt verhält es sich, wenn aus einer vorgegebenen Gradzahl die Marschrichtung ermittelt werden soll. Dann wird zuerst die Skala der Kompassdose so lange gedreht, bis der Richtungspfeil den gewünschten Grad schneidet. Nun kann der Kompass geschwenkt werden, bis Nordmarke und Kompassnadel übereinstimmen. Die Richtung, in die der Navigator jetzt blickt, ist die gewünschte Richtung.

Bei der Arbeit mit der Karte ist es sinnvoll, diese einzunorden. Dazu wird der Kompass mit der Anlegekante an das Gitternetz der Karte gelegt, welche möglichst auf einer ebenen Fläche ruhen sollte. Nun wird die Karte unter dem Kompass test- und probeweise gedreht – und zwar so lange, bis die Kompassnadel und der Nordpfeil auf der Karte in dieselbe Richtung zeigen.

Missweisung abziehen oder hinzuaddieren

Wer sich beim Kompass-Test in einem Gebiet befindet, in dem die Missweisung eine Rolle spielt, muss diese entweder hinzuaddieren oder abziehen. Die 0°-Abweichung läuft durch die USA: Westlich dieser Linie orientiert sich die Missweisung nach Osten, östlich davon nach Westen. Im Kompass-Test muss die West-Abweichung daher abgezogen, die Ost-Abweichung jedoch hinzuaddiert werden.

Der genaue Grad der Missweisung findet sich normalerweise auf topographischen Karten. Im Oktober 2018 ergibt sich beispielsweise eine Missweisung von etwa 3° für Berlin.

Weitere Tipps zum Umgang mit dem Kompass

Wo geht's lang? Ein Test-Kompass funktioniert bei Wind und Wetter, Hitze und Kälte gleichermaßen.

Wo geht’s lang? Ein Test-Kompass funktioniert bei Wind und Wetter, Hitze und Kälte gleichermaßen.

Wessen Kompass den eigenen Test bereits bestanden hat, kann trotzdem manchmal Störungen oder Fehler aufweisen.

  • Blasen in der Flüssigkeit: Sehr kleine Bläschen ergeben sich meist aus Druckunterschieden der Umgebung und sind in der Regel unproblematisch. Größere Bläschen dagegen können auf eine Undichtigkeit des Gehäuses hinweisen. Wird die Nadel beeinflusst oder behindert, ist der Kompass häufig unbrauchbar.
  • Fehler bei der Nadelausrichtung: Die Kompassnadel reagiert sehr empfindlich auf magnetische Einflüsse. Armbanduhren, Taschenmesser, Halsketten, elektronische Felder von Handys etc. können das Ergebnis beeinflussen und sollten als Fehlerquelle möglichst ausgeschlossen werden.
  • Magnete können den Kompass unbrauchbar machen. Sie sollten ferngehalten werden.
  • Herkömmliche Kompasse zeigen in Beschleunigungs- und Drehbewegungen falsche Werte an. Zu Fuß spielt dies aber in der Regel keine Rolle. Im Auto kann ein Kompass-Test daher aber bspw. problematisch sein.

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