BMX im Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 9. August 2019

Großer Sport auf kleinen Rädern

BMX-Test: Führen Sie diesen selbst durch, sollten Sie auf Funktionsweise der Räder achten.

BMX-Test: Führen Sie diesen selbst durch, sollten Sie auf Funktionsweise der Räder achten.

Seit den achtziger Jahren sind BMX-Räder in Deutschland populär. Der Name BMX leitet sich vom Begriff “Bicycle Motocross” (englisch für Fahrrad Motocross) ab. Diese speziellen Räder sind für das Ausüben bestimmter Radsportarten gedacht. Die älteste davon ist das sogenannte “Race” (englisch für Rennen), wo die Fahrer auf einer Rennstrecke gegeneinander antreten.

Aufgrund der besonderen Anforderungen an ein BMX gibt es Unterschiede zum herkömmlichen Fahrrad in Bezug auf Material und Aufbau. So sind beispielsweise die Speichen eines BMX in der Regel mehrfach gekreuzt, um die Stabilität zu erhöhen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wodurch sich ein BMX-Rad auszeichnet. Außerdem erhalten Sie Informationen darüber, worauf Sie beim Kauf eines solchen Bikes achten sollten.

Die besten BMX aus dem Test im Überblick

Ist ein BMX für den Straßenverkehr zugelassen?

Die in Ihrem Test zu untersuchenden BMX-Räder sind, wie alle Fahrräder dieser Art, als Sportgeräte konzipiert. Sie verfügen in der Regel weder über die notwendige Beleuchtung noch über Schutzbleche oder ausreichende Bremsen, um als verkehrssichere Fahrräder gelten zu können. Die dafür erforderliche Ausrüstung wird in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geregelt, unter anderem in § 64a und § 65. Das bedeutet für BMX-Fahrer, dass sie ohne “Nachrüstung” mit ihrem Fahrrad nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Was ist ein BMX?

BMX-Rad: Bei Ihrem Test sollten Sie die Funktionsfähigkeit der Räder prüfen. Diese gehen auf die Imitation eines Motorrads zurück.

BMX-Rad: Bei Ihrem Test sollten Sie die Funktionsfähigkeit der Räder prüfen. Diese gehen auf die Imitation eines Motorrads zurück.

Das BMX ist ein Fahrrad, das einem Motorrad nachempfunden ist, wie es beim Motocross-Sport Verwendung findet. Die Räder sind üblicherweise 20 Zoll groß und damit kleiner als bei herkömmlichen Fahrradtypen. Der Lenker allerdings ist beim BMX ungewöhnlich hoch. Es existiert im Allgemeinen keine Gangschaltung. Die BMX, die Ihrem Test unterzogen werden sollten, besitzen zwar meist Bremsen, doch muss das nicht bei jedem Modell so sein.

Eine weitere Besonderheit ist die Anordnung der Speichen, welche mehrfach gekreuzt sind. Das soll dem Rad unter anderem mehr Stabilität verleihen. Die Belastbarkeit eines BMX wird darüber hinaus durch einen Rahmen aus Aluminium oder Stahllegierungen erhöht.

Ein BMX-Fahrrad, das beim Test gut abschneiden kann, besitzt oft zusätzliche Elemente wie z. B. die sogenannten Pegs. Dabei handelt es sich um Fußrasten, die an den Achsen der Räder angebracht sind. Sie werden für die Ausführung bestimmter Tricks auf dem BMX benötigt.

Auch der 360-Grad-Rotor gehört zur Spezialausrüstung vieler BMX. Bei Ihrem Test der Räder sollten Sie auch dies prüfen. Dadurch ist eine vollständige Umdrehung des Lenkers möglich.

Wozu wird ein BMX verwendet?

BMX-Räder, die einem Test unterzogen werden sollten, bevor Sie sich entscheiden, sind im Grunde genommen nicht für die simple Fortbewegung gedacht. Das BMX-Rad ist ursprünglich für eine bestimmte Sportart geschaffen worden. Im Lauf der Zeit entwickelten sich für die unterschiedlichen sportlichen Betätigungen verschiedene Varianten des BMX. Zu den Disziplinen, welche mit dem BMX ausgeübt werden können, zählen unter anderem Race und Freestyle. Letztere Sportart lässt sich noch in weitere Spezialdisziplinen unterteilen.

BMX-Sportart Race

Die erste Disziplin beim BMX-Fahren war das sogenannte Race. Dabei geht es um Geschwindigkeit. Die Rennstrecken ähneln den Parcours im Motocross-Sport und führen meist über Erhebungen und durch enge Kurven. Erstere Hindernisse ermöglichen den Fahrern das Absolvieren von hohen Sprüngen. Dementsprechend sind BMX für die Disziplin Race tendenziell leichter gebaut. So weist ein BMX-Rad, das als Race-Typ gekennzeichnet ist, einen Rahmen aus Aluminium auf.

Die verwendeten Bremsen, die Sie bei Ihrem BMX-Test prüfen sollten und welche V-Brakes genannt werden, haben meist eine höhere Bremskraft als diejenigen bei anderen BMX. Es gibt normalerweise zwei Bremsen, eine vorne und eine hinten am BMX. Ein 360 Grad-Rotor oder Pegs sind für den Einsatz beim Race nicht nötig, weshalb solche BMX in der Regel nicht über diese Zusatzelemente verfügen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die besten BMX-Räder für die Sportart Race möglichst leicht sind und zwei Bremsen mit hoher Wirkkraft besitzen. Pegs oder 360-Grad-Rotor sind normalerweise nicht erforderlich.

BMX-Sportart Freestyle

Die Disziplin Freestyle entwickelte sich etwas später als Race. Beim Freestyle geht es um die Präsentation von Stunts und Tricks, also Kunststücken, mit dem BMX. Gefordert ist vor allem Geschicklichkeit. Daher weist ein für Freestyle konstruiertes BMX im Vergleich zu einem Modell für Race einige Unterschiede auf, je nachdem, welche Teildisziplin damit ausgeübt wird.

Freestyle lässt sich nämlich in verschiedene Unterarten gliedern. Darunter zählt Flatland wahrscheinlich zu den bekannteren. Wie die englische Bezeichnung, deren Übersetzung etwa “flaches Land” bedeutet, anzeigt, werden die Tricks auf flachem Untergrund ausgeführt. Hierfür eingesetzte BMX weisen unter anderem oft Pegs und eine besondere Form der Hinterradnabe auf. Diese Nabe, die Freecoaster genannt wird, erlaubt eine Rückwärtsdrehung des Hinterrades, ohne dass die Pedale sich ebenfalls drehen. Außerdem ist ein Flatland-BMX vergleichsweise leicht. Ober- und Unterrohr sind oft kurz und gebogen. Der Rahmen hat bei vielen dieser BMX einen verkürzten Hinterbau. Eine weitere Besonderheit dieser BMX-Spielart ist das Fehlen von Bremsen.

BMX im Vergleich: Beim Vert wird wie beim Skateboarden in einer Halfpipe gefahren.

BMX im Vergleich: Beim Vert wird wie beim Skateboarden in einer Halfpipe gefahren.

Die Unterkategorie Street (englisch für Straße) wird in der Stadt praktiziert. Der Fahrer zeigt Tricks an urbaner Architektur wie beispielsweise Hauswänden oder Treppengeländern. Räder, die dafür genutzt werden, haben oft einen Rahmen aus Aluminium, um Gewicht einzusparen.

Andere Disziplinen des Freestyle sind z. B. Dirt, Park und Vert. Beim Dirt oder Dirt Jump wird über Erdhügel gesprungen. Zum Einsatz kommen nicht nur BMX, sondern auch eine spezielle Variante des Mountainbikes. BMX-Räder für Dirt haben in der Regel keine Pegs. Park kann als eine Form des Street gelten.

Die Tricks werden auf einem festgelegten Areal gezeigt, auf dem sich verschiedene Hindernisse wie Rampen befinden. Bei der Spielart Vert wird, wie mit dem Skateboard, in der Halfpipe gefahren. Sowohl beim Park als auch beim Vert ist es wichtig, dass die Fahrräder leicht sind.

Abschließend lässt sich sagen, dass es nicht so einfach ist, zu definieren, wie das beste BMX für Freestyle auszusehen hat. Das hängt von der jeweiligen Unterdisziplin ab, welcher der Fahrer sich widmen möchte. Die meisten Modelle, die in Ihrem BMX-Test geprüft werden sollten, eignen sich zumindest generell für Freestyle.

Beratung zu Ihrem BMX-Test

Um Ihren persönlichen Vergleichssieger unter den BMX zu finden, sind nicht nur Kenntnisse über die verschiedenen Disziplinen nötig. Auch andere Faktoren wie die Größe des BMX spielen eine entscheidende Rolle. Im Folgenden erläutern wir sämtliche Kriterien für die Auswahl eines BMX, die im Test von Ihnen geprüft werden sollten.

Radtyp

Wie bereits erläutert, gibt es grob gesagt zwei Kategorien des BMX-Sports: Race und Freestyle. Die Räder dafür unterscheiden sich in bestimmten Punkten. Daher ist es vor einem Kauf ratsam, sich darüber im Klaren zu sein, welche Sportdisziplin Sie ausüben möchten. Dann sind Sie bereits einen großen Schritt weiter, um nach Ihrem Test das beste BMX-Rad für Ihre Bedürfnisse wählen zu können. Die meisten BMX eignen sich für Freestyle.

Größe

Ihr BMX-Vergleichssieger sollte unbedingt die passende Größe haben. Selbst das beste BMX der Welt bzw. die beste BMX-Marke ist nutzlos, wenn es nicht den Körpermaßen des Fahrers entspricht. Nicht nur die Größe des Rades muss stimmen, sondern auch der Abstand zwischen Sattel und Lenker. In der Tabelle ist angegeben,  für welche Körpergröße sich ein BMX eignet. Ihr Test sollte dieses Kriterium ebenfalls beinhalten.

Gewicht

Ein BMX für Race sollte möglichst leicht sein. Deshalb weist das für diese Disziplin passende BMX im Vergleich zu den Modellen für Freestyle ein geringeres Gewicht auf. Hier kommt auch das Material des Rahmens ins Spiel. Aluminium wird meist für Race-Modelle verwendet, da es relativ leicht und gleichzeitig stabil genug ist.

Freestyle-Räder hingegen haben oft einen Rahmen aus Stahl (in der Regel High-Tension-Stahl) oder Stahllegierung (normalerweise Chrommolybdän). Erstgenannte Rahmen sind meist schwerer als die aus Chrommolybdän. Beim Freestyle geht es nicht um Schnelligkeit, weshalb ein schwereres, aber belastbareres Material zum Einsatz kommen kann. Der Rahmen der meisten BMX, die einem Test unterzogen werden sollten, bevor Sie sich für eines entscheiden, besteht aus High-Tension-Stahl – kurz Hi-Ten. Viele Profiräder sind größtenteils aus Chrommolybdän – kurz CrMo gefertigt. Doch genügt für einen Anfänger in der Regel auch ein mit einem Hi-Ten-Rahmen ausgestattetes BMX. Durch einen Test des Bikes finden Sie heraus, welches Material Ihnen besser gefällt.

Bremsen

Bei BMX-Rädern üblich sind sogenannte U-Brakes oder V-Brakes. Erstere werden so genannt, weil sie in einer U-Form um das Rad führen. Diese Art der Bremsen wird vor allem bei Freestyle-BMX verbaut. Die Bremsleistung von U-Brakes ist nicht sehr groß, doch lässt sie sich gut dosieren. Darüber hinaus stehen diese nicht weit vom Rahmen ab, so dass sie bei Stürzen nicht so leicht beschädigt werden.

Einige Räder aus dem Bereich Freestyle besitzen allerdings gar keine Bremsen (Brakeless). Denn bei manchen Tricks wie z. B. beim Barspin (Der Fahrer dreht während des Sprungs den Lenker um 360 Grad und lässt ihn während der Drehung los) können Bremskabel und -hebel unter Umständen als störend empfunden werden. Allerdings dürfte die Alternative zu einem Bremssystem, das Stoppen der Räder mit den Füßen, auch nicht jeden überzeugen. Bei Race-Fahrrädern finden meist V-Brakes Verwendung. Ihre Bremskraft ist höher als die von U-Brakes. Allerdings kann diese Kraft nicht so gut dosiert werden wie bei U-Brakes.

Zusatzelemente

Mögliche Zusatzelemente an einem BMX sind z. B. Pegs. Diese angeschraubten Fußrasten werden für die Ausführung verschiedener Tricks benötigt, weshalb Freestyle-Räder in der Regel Pegs aufweisen. Ebenfalls nur für die Disziplin Freestyle erforderlich ist ein 360-Grad-Rotor. Er ermöglicht eine vollständige Drehung des Lenkers. Diese Funktion ist essentiell für bestimmte Tricks. Fast alle BMX die sich für Freestyle eignen, besitzen sowohl Pegs als auch einen 360-Grad-Rotor. Wollen Sie das Rad besonders für solche Spielereien verwenden, sollten Sie bei Ihrem persönlichen BMX-Test auf solche Zusatzelemente achten.

Fazit: Welche Kriterien sind für einen BMX-Test wichtig?

Bestes BMX der Welt? Viele Kriterien sollten in die persönliche Bewertung einfließen.

Bestes BMX der Welt? Viele Kriterien sollten in die persönliche Bewertung einfließen.

Auf der Basis der weiter oben gebotenen Informationen sollte es nun möglich sein, das Modell zu finden, welches für Sie als bestes BMX-Rad gelten kann. Wollen Sie BMX-Bikes durch einen Test gegenüberstellen, sollten Sie beachten, dass viele hauptsächlich für die Disziplin Freestyle konstruiert worden. Ihr Rahmen besteht aus Hi-Ten-Stahl.

Außerdem verfügen sie in der Mehrzahl sowohl über Pegs als auch über einen 360-Grad-Rotor. In Ihrem BMX-Test werden Sie des Weiteren wahrscheinlich merken, dass viele Räder mit einer Größe von 20 Zoll ausgestattet sind.

Je nach der Disziplin, die ein Käufer auf dem BMX ausüben will – Race oder Freestyle – sollte das Rad gewählt werden. Als bestes BMX kann jedoch nur das Modell gelten, welches der Größe des Fahrers entspricht. Für Anfänger genügt es in der Regel, ein Fahrrad aus Hi-Ten-Stahl zu kaufen. Generell ist von einem Preis von mehreren hundert Euro auszugehen. Allgemein gilt: Je leichter ein BMX-Fahrrad, desto höher ist der Preis.

Zahlreiche Hersteller produzieren BMX-Räder. Welche für Sie als beste BMX-Marken gelten können, ist jedoch von Ihren persönlichen Erfahrungen mit den jeweiligen BMX-Modellen abhängig. Es kann zwischen Herstellern unterschieden werden, die Kompletträder produzieren und solchen, die einzelne Fahrradteile verkaufen.

Fahren auf dem BMX – nicht ohne Helm

Ein BMX-Helm ist in jedem Fall zu empfehlen, unabhängig davon, für welches Bike Sie sich nach Ihrem BMX-Test entscheiden. Sowohl beim Race als auch beim Freestyle besteht eine erhöhte Sturzgefahr. Bei erstgenannter Disziplin sind Sprünge mit dem BMX üblich sowie das Fahren in engen Kurven. Auch im Freestyle wird viel gesprungen. Zudem verlangen die Tricks ein hohes Maß an Geschicklichkeit.

BMX-Helme haben tendenziell eine härtere Außenschale als normale Fahrradhelme. Auch der Schutz des Nackens ist bei einem Kopfschutz für den BMX-Sport umfassender. Ein guter BMX-Helm reicht auf jeden Fall bis zum obersten Halswirbel. Stürzt ein Fahrer so, dass sein Kopf seitlich aufprallt, schützt ihn der BMX-Helm durch die Abdeckung der Kopfflanken.

Eine Variante des Helms für den BMX-Sport ist der sogenannte Fullface-Helm. Dieser ähnelt dem Kopfschutz von Motorradfahrern. So weist er z. B. einen Kinnschutz auf.

BMX-Bikes für Kinder

Für Kinder gibt es spezielle BMX-Räder zu kaufen. Diese zeichnen sich in der Regel durch Räder aus, die mit 18 Zoll etwas kleiner sind als bei den Modellen für Erwachsene, deren Räder üblicherweise 20 Zoll groß sind. Auch der Rahmen bei einem BMX für Kinder ist im Normalfall entsprechend kleiner. Für das BMX-Rad für kleine Fahrer gilt dasselbe wie für die Erwachsenenversion: Die Räder sind nicht verkehrssicher und deshalb nicht im Straßenverkehr zugelassen.

Ein Kind sollte bereits das Fahren auf dem normalen Rad beherrschen, bevor es auf ein BMX steigt. Ab welchem Alter die notwendigen Fähigkeiten für das Fahrradfahren vorhanden sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt von der individuellen Entwicklung des Kindes ab.

Der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V.) empfiehlt Eltern, die motorische Entwicklung der Kleinen schon früh durch das Rollerfahren zu trainieren. Der kindliche Gleichgewichtssinn sowie Körperbeherrschung und Reaktionsfähigkeit könnten auf diese Weise verbessert werden. Dadurch würden die kleinen Rollerfahrer sich auf das Fahrradfahren vorbereiten.

Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, sollte das Kind sowohl auf einem herkömmlichen Rad als auch beim BMX-Fahren auf jeden Fall einen Fahrradhelm tragen.

Geschichte des BMX

Die BMX-Räder, die im Test geprüft werden sollten, bevor Sie sich entscheiden, gehen auf eine Erfindung von Jugendlichen zurück.

Die BMX-Räder, die einem Test unterzogen werden sollten, bevor Sie sich entscheiden, gehen auf eine Erfindung von Jugendlichen zurück.

Das BMX-Rad ist in den 1960er Jahren aus Fahrrädern hervorgegangen, mit denen Motocross-Maschinen imitiert wurden. Jugendliche in den USA bauten ihre Räder entsprechend um, indem sie daran Crossreifen und Motorradlenker anbrachten. Auch die ersten Rennen auf diesen Rädern lehnten sich eng an Motocross-Wettbewerbe an. So wird z. B. bis heute auf Rennstrecken über Hügel gefahren.

Neben dieser ursprünglichen Art des BMX-Fahrens entwickelte sich im Lauf der Zeit mit dem sogenannten Freestyle eine weitere Disziplin des BMX-Sports, bei der es um die Durchführung von Kunststücken auf dem Rad, den Tricks, geht. Freestyle wiederum differenzierte sich in verschiedenste Bereiche aus. Seit 2008 ist die Sportart BMX-Race olympisch.

Als ein Vorläufer des heutigen BMX, das im Test Ihren Voraussetzungen genügen sollte, gilt das Stingray oder Bonanzarad. Dieser Radtyp wies bereits die typischen 20-Zoll-Räder auf. Auch der Lenker war relativ hoch. Allerdings hatte das Bonanzarad einen außergewöhnlich langen bananenförmigen Sattel, der heutigen BMX fehlt. Diese sind außerdem wesentlich stabiler, weshalb sie die Bonanzaräder schnell verdrängten.

In Deutschland waren BMX-Räder vor allem in den 1980er Jahren bei Jugendlichen und Kindern sehr beliebt. Dazu haben vermutlich auch Filme aus dieser Zeit beigetragen. Ein Beispiel dafür ist die australische Actionkomödie BMX-Bandits (deutscher Titel: “Die BMX-Bande”) von 1983. Die Helden sind eine Gruppe jugendlicher BMX-Fahrer. In dem Science-Fiction-Film E.T., auch aus den achtziger Jahren, fährt der kindliche Held ebenfalls ein BMX-Rad.

Spezielle Bahnen für BMX-Rennen in Deutschland gibt es unter anderem in Erlangen, Bremen und Cottbus.

BMX-Wettbewerbe

Die in Ihrem BMX-Test auftauchenden Bikes sind normalerweise Sportgeräte, für die es inzwischen eine große Zahl an BMX-Wettbewerben gibt. Auf nationaler Ebene gibt es seit 2012 die Deutschen BMX-Meisterschaften. Älter ist die BMX Cologne, die auch als BMX Masters bekannt ist. In den USA treten BMX-Fahrer unter anderem bei der Extremsportveranstaltung X-Games an.

Darüber hinaus existieren mehrere internationale Wettbewerbe. Neben den Europameisterschaften findet seit 1987 die Weltmeisterschaft im BMX-Freestyle statt. Im Jahr 2008 wurde die Disziplin BMX-Race olympisch. Bei den Sommerspielen in Peking 2008 gingen erstmals BMX-Fahrer an den Start. Auch 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro zählte die Sportart zu den olympischen Disziplinen.

Sieger in Peking 2008 war bei den Herren der Lette Māris Štrombergs und bei den Damen die Französin Anne-Caroline Chausson. Im Jahr 2012 war die Sportart BMX zum zweiten Mal bei den olympischen Spielen vertreten. Māris Štrombergs und die Kolumbianerin Mariana Pajón gewannen in London Gold bei den Wettbewerben der Herren bzw. der Damen. Bei den olympischen Spielen 2016 in Brasilien holte sich die Kolumbianerin Mariana Pajón erneut die Goldmedaille im BMX-Fahren. Sieger im BMX-Wettbewerb der Herren wurde der US-Amerikaner Connor Fields.

Bekannte und erfolgreiche BMX-Sportler

BMX-Fahrrad: Ein Test ist auch für Sportler wichtig, die damit an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

BMX-Fahrrad: Ein Test ist auch für Sportler wichtig, die damit an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Zu den bekannten BMX-Sportlern im Bereich Freestyle gehört unter anderem der US-Amerikaner Mat Hoffman. Wegen seines Fahrstils trägt er den Spitznamen “Condor”. Bei der Extremsportveranstaltung X-Games gewann er 2001 die Bronzemedaille, im Jahr darauf errang Hoffman bei diesen Spielen den zweiten Platz.

Der Lette Māris Štrombergs gewann nicht nur 2008 olympisches Gold im BMX-Race und verteidigte diesen Titel 2012 in London. Er wurde darüber hinaus 2008 und 2013 auch Europameister.

Ebenfalls bei Olympia und anderen Wettbewerben erfolgreich ist die kolumbianische BMX-Sportlerin Mariana Pajón. Sie errang 2012 und 2016 die Goldmedaille. Außerdem wurde sie 2011 Panamerikameisterin im BMX-Race und im Jahr 2014 Südamerikaspielesiegerin in derselben Disziplin sowie im Einzelzeitfahren auf dem BMX.

Ein Jahr später konnte sie in der letztgenannten Disziplin außerdem den Titel Panamerikameisterin erringen. Im selben Jahr, 2015, wurde Mariana Pajón im Einzelzeitfahren auch Weltmeisterin.

In Deutschland dürfte der BMX-Sportler Luis Brethauer bekannt sein. Er gehört zu den ersten deutschen Olympiateilnehmern in dieser Wettkampfdisziplin. Im Jahr 2016 wurde der BMX-Fahrer zum siebten Mal Deutscher Meister (BMX-Race).

Tricks beim Freestyle

Um einen kleinen Einblick in den BMX-Sport Freestyle zu geben, empfiehlt sich eine Übersicht über beliebte Tricks. Es existieren eine ganze Reihe von fest definierten Tricks, die z. B. beim Flatland oder Park gezeigt werden können. Diese lassen sich lose jeweils eine der drei folgenden Kategorien zuordnen: Tricks, Liptricks (an Rampen) und Grinds (auf den Pegs). Allerdings gibt es viele Überschneidungen zwischen den Kategorien. Einige Tricks bzw. Liptricks sind beispielsweise:

  • Nohand: Der Fahrer nimmt während des Sprungs die Hände vom Lenker.
  • Nofoot: Der Fahrer nimmt während des Sprunges die Füße von den Pedalen.
  • Frontflip: Der Fahrer macht einen Vorwärtssalto.
  • Backflip: Der Fahrer macht einen Rückwärtssalto.
  • X-Up: Der Fahrer dreht den Lenker im Sprung um 180 Grad, ohne ihn dabei loszulassen. Daher bilden seine Arme ein X.
  • Barspin: Der Fahrer dreht während des Sprungs den Lenker um 360 Grad und lässt ihn während der Drehung los.
  • Three-Sixty (360 Grad): Der Fahrer dreht sich im Sprung einmal um die eigene Achse.
  • Tabletop: Der Fahrer bringt das Rad im Sprung in eine seitliche “flache” Lage.
  • Tailwhip: Der Fahrer dreht das Hinterteil des Rades im Sprung einmal vollständig um sich und den Vorderteil des Rades herum.
  • Wallride: Der Fahrer springt mit dem Rad an eine Wand und fährt dort einige Sekunden.
  • Manual: Der Fahrer zieht das Vorderrad nach oben und fährt nur auf dem Hinterrad.
  • Bunnyhop: Der Fahrer zieht erst das Vorderrad hoch und springt dann auch mit dem Hinterrad ab, so dass das ganze Rad in der Luft ist. Auf diese Weise können Hindernisse übersprungen werden.

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