Fahrrad Test 2017: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Das beste Fahrrad kaufen: Darauf sollten Sie achten

Kaum wird das Wetter schön, werden Zweiräder wieder gefragt. Finden Sie das richtige Fahrrad mittels Praxis-Test!

Kaum wird das Wetter schön, werden Zweiräder wieder gefragt. Finden Sie das richtige Fahrrad mittels Praxis-Test!

Sobald es draußen warm wird und die Sonne wieder regelmäßig scheint, gibt es für viele nichts Schöneres, als sich auf ihr Fahrrad zu schwingen und in die Pedale zu treten. Vor allem in Deutschland sind Fahrräder sehr beliebt. So waren allein 2014 über 72 Millionen Fahrräder in der Bundesrepublik verbreitet. Folglich gibt es heute so gut wie keinen Haushalt, in dem sich kein Fahrrad auffinden lässt.

Dabei haben die leidenschaftlichen Fahrradliebhaber die unterschiedlichsten Motive für ihr Hobby. Viele fahren einfach aus Spaß an der Sache, andere tun es, um sich sportlich zu betätigen und so fit zu bleiben. Aktives Radfahren lässt auch den sozialen Aspekt nicht außen vor: Es gibt richtige Fahrradgemeinschaften. Dabei werden beispielsweise Portale im Internet genutzt, um Gleichgesinnte zu finden und anschließend zusammen auf dem Rad Gas zu geben. Für viele sind sie aber auch einfach nur praktisch. Mit einem Fahrrad fährt jeder blitzschnell von A nach B, ganz ohne Spritkosten. Entsprechend sind die Drahtesel aus vielen Stadtbildern einfach nicht mehr wegzudenken.

Nicht zuletzt ihrer großen Beliebtheit ist es geschuldet, dass der Markt von Fahrrädern riesig ist und es zahlreiche Angebote gibt. Hinzu kommt, dass es viele spezialisierte Fahrradtypen gibt, die für besondere Einsatzorte besser geeignet sind als gewöhnliche Räder. Diese Vielseitigkeit macht es jedem Neuling schwer, eine Kaufentscheidung zu treffen. Welches neue Fahrrad ist für mich geeignet? Welche Eigenschaften muss ein Bike unbedingt aufweisen und was fällt eher unter optionales Zubehör? Welche Verkehrsregeln gelten für mich mit diesem oder jenem Fahrrad?

Dieser Ratgeber erläutert genau, wie Sie das richtige Fahrrad mittels Test finden und welche Kaufkriterien besonders relevant sind. Welches wird Rad am Ende Ihr persönlicher Fahrrad-Vergleichssieger?

Die besten Fahrräder aus dem Test im Überblick

Fahrradhersteller und Fahrräder selbst im Praxis-Test vergleichen: Nur So finden Sie Ihr Traumrad!

Damit ein Fahrrad zum Testsieger ernannt werden kann, sollte es einige Kriterien erfüllen.

Damit ein Fahrrad zum Vergleichssieger ernannt werden kann, sollte es einige Kriterien erfüllen.

Neben den vielen günstigen Fahrrädern, die heute auch teilweise von Discountern angeboten werden, sind vor allem Räder bestimmter Marken sehr beliebt. Möchten Sie lange Spaß an Ihrem Fahrrad haben, sollten Sie im Test Fahrräder von namenhaften Herstellern wie etwa Bergsteiger, Viking, Kalkhoff, Diamant, Pegasus oder Mercedes-Benz miteinander vergleichen. Viele Fahrradkenner verbinden dabei schon entsprechende Fahrradtypen mit bestimmten Firmennamen.

So wird der Hersteller Stereo Bikes für seine Angebote im BMX-Bereich besonders wertgeschätzt. Die Liebhaber von Mountainbikes legen ihre Hand für ein KTM-Fahrrad ins Feuer, wohingegen Cube-Fahrrad für ihre qualitativen Rennräder bekannt sind. Diamant-Fahrrad und Pegasus-Fahrrad sind wiederrum im Bereich Citybike ganz vorne mit dabei. Im Unterschied dazu ist die Firma Kalkhoff dafür bekannt, hohe Qualität bei allen Fahrradtypen aufzuweisen und sich nicht zu spezialisieren.

Die Frage danach, ob man einen bestimmten Anbieter bevorzugen möchte, muss sich jeder selbst beantworten. Doch egal auf welche Marke schließlich die Entscheidung fällt, gibt es doch Kaufkriterien, die generell für alle Fahrräder gelten und in jedem Fall Beachtung finden sollten. Entsprechend sollte auch jedes Fahrrad einem Test anhand dieser Charakteristika unterzogen und in seiner Qualität bewertet bewertet werden.

Kaufkriterien für Fahrräder: Ihr Test sollte diese Merkmale prüfen

Egal um welchen Fahrradtyp es sich handelt oder von welchem Hersteller ein Rad kommt, es gibt gewisse Eigenschaften, die jedes Fahrrad aufweist und die sicher zu einem potentiellen Fahrer passen müssen, bevor dieser einen Kauf in Erwägung ziehen kann. Dazu zählen die Rahmenhöhe, die Größe der Reifen, die Art des Bremssystems und auch die Schaltung des Bikes. Im Folgenden werden diese Kriterien genau untersucht, damit klar wird, auf was genau bei einem Fahrradkauf geachtet werden muss.

Die Rahmenhöhe

Die Rahmenhöhe ist ein wichtiges Kaufkriterium beim Fahrrad

Die Rahmenhöhe ist ein wichtiges Kaufkriterium beim Fahrrad

Die Länge des Sitzrohres, die sich vom mittleren Tretlager bis zum Sattel zieht, wird allgemein als Rahmenhöhe bezeichnet. Die Rahmenhöhe muss auf die Körpergröße des Fahrers abgestimmt sein, um ein sicheres und angenehmes Fahrgefühl herzustellen. Ist der Rahmen zu lang, trifft das folglich auch auf das quer liegende Oberrohr zu. Die Überstreckung der Sitzposition zwingt dann den Fahrradfahrer zu einer ungesunden Haltung. Umgekehrt führt ein zu kleiner Rahmen dazu, dass der Fahrer sich zusammenstaucht und buckelt. Beide Haltungen sind ungesund und sollten auf keinen Fall auf regelmäßigen Fahrten vorkommen. Entsprechend muss der Rahmenhöhe vor dem Kauf genug Beachtung geschenkt werden.

Unterschiedliche Fahrradtypen kommen mit unterschiedlichen Richtwerten daher, was die Rahmenhöhe betrifft. Jeder hat vermutlich schon mal einen Rennradfahrer gesehen, der eine sehr buckelige Haltung auf seinem Gefährt einnimmt – oder einen Fahrer auf einem Trekkingrad, der eine eher gestreckte Haltung zeigt. Dahingegen bevorzugen es Fahrer von Citybikes, aufrecht zu sitzen und sich dabei nicht verkrampft nach vorn beugen zu müssen. Von den Präferenzen der jeweiligen Fahrer abgesehen, gibt es einen einfachen Test, um die richtige Rahmenhöhe für jeden Menschen zu ermitteln.

Zunächst wird die persönliche Schritthöhe gemessen, damit anschließend die passende Fahrradgröße abgeleitet werden kann. Um die Schritthöhe zu ermitteln, muss der Abstand zwischen Fußsohle und dem Schritt gemessen werden. Für die endgültige Berechnung der passenden Rahmengröße gibt es im Internet einige Seiten, auf denen passende Rechner existieren. Dort muss dann nur die gemessene Schritthöhe eingetragen werden und schon wird die entsprechende Rahmenhöhe ermittelt.

Der Reifenzoll

Neben der Rahmengröße müssen auch die Reifen auf den jeweiligen Fahrer angepasst werden. Die richtige Größe der Reifen errechnet sich aus Ihrer Körpergröße und wird in Zoll angegeben. Generell ist der Reifenzoll für kleinere Fahrer niedriger. So besitzen Kinderfahrräder mit einer 20-Zoll-Bereifung deutliche kleinere Reifen als Bikes für Erwachsene, die mit 26 Zoll daherkommen. Die passende Reifengröße lässt sich anhand der Körpergröße schnell bestimmen. Die folgende Tabelle zeigt hier die empfohlenen Größenvorgaben.

Körpergröße in cmReifengröße in Zoll
70 - 9012
90 - 12016
120 - 14020
140 - 16024
160 - 18026
ab 18028
Wichtig: Diese Größenbestimmung ist auf der Suche eines perfekten Bikes der erste Test, den Sie durchführen sollten. Neben der Körpergröße spielt der Fahrstil aber auch eine Rolle, wenn es um den Reifen-Zoll geht. Es kann eine reine Geschmacksfrage sein, ob jemand lieber mit 26-Zoll- oder mit 28-Zoll-Reifen fährt. Es empfiehlt sich, einfach bei Freunden und Familie bzw. im Fahrrad-Shop verschiedene Reifengrößen auszutesten und so die eigenen Vorlieben zu entdecken.

Das Bremssystem

Im Zuge Ihres Fahrradtests müssen die Kandidaten auch beweisen, dass die Bremsen belastbar und funktionstüchtig sind.

Im Zuge Ihres Fahrradtests müssen die Kandidaten auch beweisen, dass die Bremsen belastbar und funktionstüchtig sind.

Bei Ihrem Fahrradtest sollten Sie einen genauen Blick auf die Bremsen werfen – schließlich gehören diese in Punkto Verkehrssicherheit zu den wohl wichtigsten Einzelteilen jedes Fahrrads. Egal ob die Sonne scheint, es in Strömen regnet oder die Fahrbahn im Winter glatt ist, die Bremsen müssen immer die absolute Kontrolle über das Bike ermöglichen. Kein Fahrrad würde in einem Test gut abschneiden, wenn ein Fahrer damit im Stadtverkehr lange vor jeder Ampel ausrollen oder es mit den Füßen abbremsen müsste. Und ein tollkühner Absprung vom Rad endet wohl in den meisten Fällen mit Verletzungen. Eine präzise Betätigung von Vorder- oder Hinterradbremse ist da um einiges effektiver. Nun wird es aber interessant: Für Fahrräder existieren verschiedene Arten von Bremsmechanismen. Um auch als Laie den Überblick nicht zu verlieren, listet der nächste Abschnitt die Vor-und Nachteil der beiden gängigsten Bremssysteme auf.

Felgenbremse: Einfache Handhabung, geringere Bremskraft

Dem Namen entsprechend ist eine Felgenbremse an der Felge des Laufrads befestigt. Diese Art der Fahrradbremse drückt über einen Griffmechanismus Bremsgummis auf beiden Seiten des Rades auf die Felge. Diese Art der äußeren, leichten Bremskonstruktion erreicht nicht die Bremswirkung einer Scheibenbremse, der Austausch der Bremsbeläge wird jedoch erleichtert. Dazu kommt, dass eine ordentlich montierte Felgenbremse sich nur langsam abnutzt, da auch lange Talfahrten vollführt werden können, ohne dass sie überhitzt. Fehlerhaft eingestellte Felgenbremsen können jedoch schädlich für den Reifen sein und büßen darüber hinaus bei Nässe eine gewisse Bremskraft ein.

Die Scheibenbremse

Soll Ihr Test Fahrräder eines besonderen starken Bremstyps als Vergleichssieger küren, sollten Sie vor Allem Räder mit Scheibenbremsen berücksichtigen. Diese bestehen aus zwei Teilen: An der Nabe des Rades befindet sich eine Bremsscheibe. Ein Bremshebel drückt bei Betätigung der Bremse beidseitig Bremsgummis auf die Scheibe. Durch diese Funktionsweise ist ein reaktionsschnelles und starkes Bremsen möglich. Dadurch dass diese Art der Bremsen im Fahrradbau eher versteckt liegt, ist der Reparaturvorgang aber etwas aufwendiger. Hinzu kommt, dass Scheibenbremsen generell ein hohes Gewicht aufweisen. Auch erhitzt diese Bremse schnell, wenn sie lang und anhaltend betätigt wird. Dafür ist sie aber gut gegen Nässe geschützt und büßt bei Regen keine Bremskraft ein.

Die Schaltung

Auch beim Schaltsystem eines Fahrrads stehen sich hauptsächlich zwei Varianten mit unterschiedlichen Funktionsweisen gegenüber: Die Kettenschaltung und die Nabenschaltung sind die gängigsten Varianten im Bereich Fahrrad. Dabei haben sich verschiedene Hersteller auf dem Markt der Schaltsysteme etabliert. Dazu zählen Campagno aus Italien, Scram aus den USA und Shimano aus Japan.

Beide Schaltvarianten besitzen individuelle Vor- und Nachteile. So muss eine Kettenschaltung recht häufig gewartet werden und weist einen hohen Verschleiß auf. Dafür hat sie aber folgende Vorteile:

  • Sie ist sehr leicht.
  • Ein schnelles Runterschalten ist möglich.
  • Es gibt kaum Reibung, ein entsprechend hoher Wirkungsgrad ist garantiert.
  • Ein großes Spektrum an Gängen kann bedient werden.
  • Das Gewicht der Gangschaltung verteilt sich gleichmäßig auf Vorder- und Hinterrad.

Auf der anderen Seite hat eine Nabenschaltung das Problem, dass sie sehr viel Reibung erzeugt und bei ihr keine Gänge übersprungen werden können. Dazu hat sie recht viel Gewicht. Sie bietet aber auch einige Vorzüge:

  • Es besteht ein nur geringer Verschleiß.
  • Sie muss nur selten gewartet werden.
  • Sie ist auch bei hoher Feuchtigkeit wirksam. Schnee und Matsch sind kein Problem.

Anhand der Vor- und Nachteile kann jeder Radfahrer seinen eigenen Präferenzen folgen und bei der Durchführung von seinem persönlichen Test Fahrräder mit der für ihn passende Gangschaltung auswählen.

Fahrräder im Vergleich: Diese Fahrradtypen gibt es

Rennräder, BMX, Mountainbikes... welche Bikes Sei in Ihrem Test berücksichtigen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab.

Rennräder, BMX, Mountainbikes… welche Bikes Sei in Ihrem Test berücksichtigen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab.

Der eifrige Leser dieses Ratgebers hat schon bemerkt, dass es eine Vielzahl an verschiedenen Fahrradtypen gibt. Das kann einen Laien zunächst überwältigen, bietet aber auf lange Sicht eine beachtenswerte Reihe an Optionen für den interessierten Fahrradkäufer. Vom Kinder-Puky-Fahrrad, über das Mountainbike, bis hin zum Rennrad sind die Möglichkeiten und Spezialisierungen der Einsatzorte hier breitgefächert. Teilen doch alle Fahrräder bestimmte Eigenschaften, das Rahmenmaterial Aluminium ist bei heutigen Rädern beispielsweise sehr verbreitet, haben die unterschiedlichen Radtypen doch verschiedene Stärken und Schwächen. Die nachfolgende Auflistung gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Bike-Varianten.

Das Citybike

Citybikes, auch Cityrad oder Stadtrad genannt, gehören zu den gängigsten Fahrradarten und gelten allgemein als fähige Allrounder. Sie sind generell sehr stabil, verfügen über alle wichtigen Sicherheitsstandards und haben eine bequeme Sitzfläche. Die Bequemlichkeit profitiert dabei besonders von der aufrechten Sitzhaltung, dem niedrigen Einstieg und der dicken Bereifung, die das Fahren auch auf unebenem Boden sehr vereinfacht. Manche Ausführungen kommen sogar mit einem gepolsterten Lenker daher. Auch die Unterkategorien Damenfahrrad und Hollandrad entsprechend vom Typ her einem Citybike.

  • Geeignet für: Freizeitfahrer, Vielfahrer
  • Preisklasse: ab 300 Euro

Das Mountainbike

Mountainbikes (die auch gerne mit MTB abgekürzt werden) sind vor allem dafür entworfen worden, außerhalb der städtischen Grenzen, auf unebenem und rutschigem Terrain in der freien Natur, eine gute Figur zu machen. Ein grobes Reifenprofil und eine qualitativ hochwertige Federung gehören zu den herausstechenden Eigenschaften dieses Typs. Befindet sich die Federung nur am Vorderrad, spricht man von einem Hardtail-Mountainbike. Bei Federung an beiden Rädern handelt es sich um ein sogenanntes Fully-Mountainbike.

  • Geeignet für: Sportler, Abenteurer
  • Preisklasse: ab 300 Euro

Das Trekkingbike

Der Begriff Trekking stammt vom englischen „trek“ und bezeichnet eigentlich eine mehrtägige Wanderung, abseits von festgelegten Wegen und Straßen, ohne feste Unterkunft. Das danach benannte Fahrrad, welches auch als Herrenrad bezeichnet wird, ist jedoch für ebenen und festen Untergrund gedacht, wie er in einer Stadt vorhanden ist. Dieses Fahrrad ist so designt worden, dass jeder damit blitzschnell durch die Stadt kommt: Dafür sorgen der schlanke Rahmen, die dünnen Reifen und die windschnittige Sitzposition, die der Fahrer darauf einnimmt. Der Preis für die hohe Geschwindigkeit ist der etwas eingeschränkte Komfort.

  • Geeignet für: Sportler, Abenteurer
  • Preisklasse: ab 300 Euro

Das Rennrad

Die verschiedenen Fahrräder weisen im Vergleich unterschiedliche Eigenheiten auf.

Die verschiedenen Fahrräder weisen im Vergleich unterschiedliche Eigenheiten auf.

Rennräder sind vor allem für Sportler ausgelegt. Sie sind so konstruiert, dass lange Fahrten, die in rasantem Tempo stattfinden und die Kondition fördern sollen, vereinfacht werden. Für diesen Zweck wurde einiges an Gewicht abgebaut. Folglich wurde einiges Zubehör entfernt, wie die Klingel, der Fahrradständer und die Beleuchtung. Das verwendete Baumaterial ist grundsätzlich sehr leicht, die Reifen sehr dünn und das Schaltsystem besonders ausgeprägt.

  • Geeignet für: Vielfahrer, Sportler
  • Preisklasse: ab 200 Euro

Das Faltrad

Das Faltrad, oder auch Klapprad genannt, kann als das Fahrrad der Pendler beschrieben werden. Dieser Fahrradtyp weist eine besondere Falttechnik auf, mit der das Rad auf eine kompakte Größe zusammengepackt werden kann. Dadurch eignet es sich hervorragend, um damit beispielsweise von zu Hause aus zur Haltestelle zu fahren, dann in Bus oder Bahn einzusteigen und nach dem Erreichen der Zielhaltestelle direkt wieder aufs Klapprad aufzusteigen. Die Räder sind in diesem Fall oft etwas kleiner, wodurch es sich etwas schwergängiger fährt als die anderen Varianten.

  • Geeignet für: Pendler, Freizeitfahrer
  • Preisklasse: ab 200 Euro

Das E-Bike

Ein E-Bike, auch als Elektrofahrrad oder Pedelec beschrieben, kommt mit einem akkubetriebenen Elektromotor daher, der den Fahrer beim Treten der Pedale unterstützt. Diese Fahrräder erreichen eine Geschwindigkeit von 25 km/h und besitzen oft eine Anfahrhilfe. Ältere Menschen können von diesem Bike stark profitieren, aber auch Postzusteller und Menschen auf dem Weg zur Arbeit greifen gerne zum E-Bike.

  • Geeignet für: Senioren, Zusteller
  • Preisklasse: ab 800 Euro

Das Kinderfahrrad

Kinderfahrräder werden speziell dafür konstruiert, dass auch die Kleinsten einen leichten Einstieg in die Welt der Fahrräder finden und dabei stets sicher fahren. In Sachen Optik und Größe unterscheiden sie sich entsprechend von den Rädern für Erwachsene. Oft sind sie in besonders bunten Farben designt und auf die aktuellen Sicherheitsstandards angepasst. Anfängern wird dabei häufig mit Stützrädern geholfen, die den Kinderfahrrädern beiliegen.

  • Geeignet für: Kinder
  • Preisklasse: ab 60 Euro

Das Bike im Test bei Stiftung Warentest

Auch wer vor dem Kauf ein Bike nur einem Test unterzieht, muss sich an die Verkehrsregeln halten.

Auch wer vor dem Kauf ein Bike nur einem Test unterzieht, muss sich an die Verkehrsregeln halten.

Auf der Website der Stiftung Warentest begegnen dem Interessierten einige Tests zum Thema Fahrräder. Nach ihrem Entstehen im Jahr 1967 hat die Stiftung ganze 39 Tests zum Thema Fahrrad abgeschlossen und dabei verschiedene Fahrradtypen und auch Fahrradzubehör auf Herz und Nieren getestet. Nicht jedes Fahrrad im Test der Stiftung kam mit einem guten Ergebnis davon. Die Kritik bezieht sich dabei häufig auf mangelnde Sicherheit, schlechte Stabilität und niedrige Langlebigkeit. Doch qualitativ hochwertige Fahrräder werden auch entsprechend hervorgehoben. Die letzten Produkte im Test waren Elektrofahrräder (Ausgabe 09/2013), Trekkingräder (Ausgabe 04/2007) und Kinderräder (Ausgabe 04/2005).

Verkehrsregeln gelten auch für Fahrradfahrer

Fahrrad-Liebhaber müssen sich ebenso wie Autofahrer an die Verkehrsregeln halten, sonst drohen dem Bußgeldkatalog für Fahrräder entsprechend Strafen. Dabei sind sie an die offizielle Straßenverkehrsordnung (StVO) gebunden. Doch viele Radfahrer sind auf diesem Gebiet eher ahnungslos. Machen Sie mit sich selbst den Test: Fahren Sie Fahrrad und kennen dabei alle wichtigen Vorschriften? Jeder Teilnehmer des Straßenverkehrs sollte so verantwortungsbewusst sein, sich regelmäßig mit den wichtigsten Regelungen vertraut zu machen. Aus diesem Grund haben wir die häufigsten Fehler für Sie zusammengetragen, die von Radfahrern im Straßenverkehr begangen werden.

Auf dem Fußweg fahren

Radfahrern ist es, sofern nicht gesondert ausgeschildert, nicht gestattet, auf dem Fußweg zu fahren. Sie sind angehalten, bei entsprechender Möglichkeit den Radweg zu benutzen. Gibt es keinen Radweg, müssen Sie auf die Straße ausweichen. Die Ausnahme hier sind Kinder bis 10 Jahre, diese dürfen zusammen mit den Fußgängern den Fußweg benutzen.

Wichtig: Das Fahren auf dem Radweg ist grundsätzlich nicht vorgeschrieben, wenn es nicht durch ein entsprechendes Verkehrsschild explizit geregelt ist. Jeder Radfahrer hat das Recht, auch auf der Straße zu fahren.

Auf der falschen Seite

Auch Radfahrer müssen sich dem allgemeinen Rechtsfahrgebot unterordnen. Auch das Fehlen eines Radwegs auf der rechten Fahrbahnseite erlaubt es nicht, auf den linken Radweg oder Bürgersteig auszuweichen. Es gilt die Vorgabe, auf der rechten Fahrbahnseite zu fahren. Weiterhin dürfen Fahrradfahrer auch nicht entgegengesetzt in eine Einbahnstraße fahren. Beide Regelungen können nur durch bestimmte Verkehrsschilder aufgehoben werden.

Kein Licht am Fahrrad

Bei schlechten Lichtverhältnissen, bei Einbruch der Dunkelheit, in der Nacht, bei Nebel und bei dichtem Niederschlag ist eine funktionierende Fahrradlampe sowohl vorne als auch hinten am Bike vorgeschrieben. Bis 2013 musste es sich dabei um dynamobetriebene Lichtanlagen handeln. Doch inzwischen sind auch ansteckbare Lampen gestattet, welche meistens über Batterie oder einen Akku betrieben werden. Ein Anstecklicht darf nicht wackeln und muss fest montiert sein.

Fahren unter Alkoholeinfluss

Vor dem Kauf sollte jeder Fahrradfreund auch Markenfahrräder zum Test ausprobiert haben.

Vor dem Kauf sollte jeder Fahrradfreund auch Markenfahrräder zum Test ausprobiert haben.

Wer in ein Auto oder auf ein Fahrrad steigt und dabei viel Alkohol im Blut hat, muss mit schweren Strafen rechnen. Alkoholisierte Fahrradfahrer gelten dem Gesetzgeber folgend ab 1,6 Promille als absolut verkehrsuntüchtig. Wer in diesem Zustand erwischt wird, erhält nicht nur eine Geldstrafe und drei Punkte in Flensburg, sondern muss sich auch einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) stellen. Und dabei kommen Radfahrer noch gut weg, Autofahrer machen sich schon beim Fahren mit 1,1 Promille strafbar. Es gilt jedoch die Grundregel, dass ein Fahrradfahrer schon ab 0,3 Promille belangt werden kann, wenn der zuständige Beamte die Person als relativ fahruntüchtig einstuft.

Zubehör: Ein Fahrrad richtig ausrüsten

Berücksichtigen Sie das Zubehör, wenn Sie das für Sie perfekte Bike mittels Test ermitteln wollen. Manch ein Verkäufer bietet von vornherein Extras an, generell muss jedoch einiges dazu gekauft werden. Die Möglichkeiten hier sind sehr vielfältig und auch vom jeweiligen Fahrradtyp abhängig. Citybikes gehören zu den Fahrrädern, die im Werkzustand mit den meisten Extras daherkommen. Oft besitzen diese Räder schon eine komplette Fahrradbeleuchtung, Katzenaugen, einen Gepäckträger und einen Fahrradständer. Rennräder sind dabei das andere Extrem. Dadurch dass dieser Fahrradtyp möglichst leicht sein muss, wird oft auf Zubehör verzichtet.

Neben dem Zubehör, das direkt an das Bike montiert wird, gibt es für Fahrrad-Fans auch externe Extras. Ein Fahrrad-Navi bzw. ein Routenplaner ist für Menschen empfehlenswert, die auf dem Drahtesel gerne lange, unbekannte Strecken erkunden. Wer sich für ein teures Markenfahrrad entschieden hat, sollte sich nach praktischen Wandhalterungen umsehen. Diese ermöglichen es, das Fahrrad sicher und platzsparend im Haus aufzubewahren. Weiterhin haben Radfahrer im Bereich Fahrradsattel viel Gestaltungsfreiraum und können sich bei Bedarf besonders weiche und optisch ansprechende Sattel zulegen. Auf diese Weise kann sich jeder Stück für Stück sein Traumfahrrad zusammenstellen.

Die Wartung: Damit es wie geschmiert läuft

Egal wie teuer ein Fahrrad ist oder welch hohe Qualität die Baumaterialien aufweisen, auf Dauer ist kein Rad davor geschützt, sich abzunutzen. Spätestens dann ist eine Wartung fällig, um das heiß geliebte Bike wieder fit zu machen. Je nach Schaden und Verschleiß kann eine Wartung in der Fahrradwerkstatt recht kostspielig werden. Es gibt jedoch einige Präventivmaßnahmen, die den Verschleiß so lange wie möglich hinauszögern können. So bleibt das Fahrrad bei den richtigen Vorkehrungen lange fit:

  • Der Reifendruck muss regelmäßig kontrolliert und mit der Luftpumpe nachgebessert werden.
  • Die Kette sollte von Dreck befreit und ab und zu geölt werden.
  • Ein Fahrrad wird am besten an einem warmen, trockenen Ort abgestellt. Kälte und Nässe provozieren Flugrost.
  • Die Schrauben sollten gelegentlich nachgezogen werden.
  • Bei Bedarf die Bremsbeläge erneuern.

Fazit: Machen Sie den Test und finde Sie Ihr Traumfahrrad!

Ohne intensiven Test ein Fahrrad zu kaufen, endet meist in Unzufriedenheit. Nehmen Sie sich vor dem Kauf die Zeit, das perfekte Rad zu finden:

  1. Bestimmten Sie zunächst, welchen Fahrradtyp Sie bevorzugen
  2. Ermitteln Sie die notwendige Rahmen- und Radgröße – ein Praxis-Test ist vor Ort zu empfehlen
  3. Entscheiden Sie sich für ein Bremssystem
  4. Vergleichen Sie das angebotene Zubehör
  5. Stellen Sie eine Bestenliste mit den drei von Ihnen favorisierten Modellen auf
  6. Unterziehen Sie jedes dieser drei Fahrräder einem Praxis-Test auf der Straße, um Ihren persönlichen Fahrrad-Vergleichssieger zu bestimmen.

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