CookiesMehr Infos

ⓘ Hinweise: Cookie-Nutzung | Produktauswahl, Finanzierung und Bewertungsverfahren

Kletterhelm-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Hartschalen, Schaumschalen, Hybridschalen – für jeden Kopf der richtige Helm

Bester Kletterhelm? Im EN-Test spielt v. a. die Stoßabsorption eine Rolle.

Bester Kletterhelm? Im EN-Test spielt v. a. die Stoßabsorption eine Rolle.

Klettern und Bergsteigen sind keine risikolosen Sportarten. Neben den Schwachstellen Mensch und Material kann es vor allem auch die Umgebung sein, die für den Sportler zur Gefahr wird. Am Berg kann es beispielsweise zu Eis- und Steinschlag kommen.

Bei vielen Touren in den Bergen ist es daher unerlässlich, einen guten Kletterhelm zu tragen. Test- und vergleichsweise sollte sich vor dem Kauf jedoch mit den unterschiedlichen Arten von Kletterhelmen befasst werden. Neben Hart- und Schaumschalenhelmen könnten auch Hybridschalenhelme eine Option darstellen.

Welches Material geeignet ist, hängt auch von der Aktivität ab, bei der der Helm getragen werden soll. Grundsätzlich ist jedoch jeder Kletterhelm im Handel ähnlich wie Kletterseile nach EU-Norm geprüft (EN 12492). Dabei muss der Test-Kletterhelm u. a. den Stoß eines Fünf-Kilo-Metallgewichts aus zwei Meter Fallhöhe aushalten.

Die besten Kletterhelme aus dem Test im Überblick

Schutz vor Stein, Fels und Eis – unverzichtbar

In jedem Fall sollte der Kletterhelm vor dem Test in der Natur anprobiert werden. Nur eine gute Passform garantiert die Sicherheit, viele Helme können jedoch auch in einem gewissen Rahmen eingestellt werden, etwa durch ein Drehrädchen im Nackenbereich. Zudem kann gerade beim Alpinklettern eine auffällige Farbe die Sichtbarkeit in der Wand verbessern.

Kletterhelme im Vergleich: Vor- und Nachteile

Platz für den Zopf: Mancher Kletterhelm speziell für Damen besteht den Test auch mit Pferdeschwanz.

Platz für den Zopf: Mancher Kletterhelm speziell für Damen besteht den Test auch mit Pferdeschwanz.

  • Hartschalenhelme: Harter Polycarbonat-Mantel, weicher Kunststoffkern; gute Stoßabsorption; unempfindlich, belastbar; relativ schwer.
  • Schaumschalenhelme (Inmold-Helme): bestehend aus hochwertigem Polystyrol (EPS); sehr leicht; weniger gute frontale Stoßabsorption als Hartschalenhelme.
  • Hybridschalenhelme: bestehend aus EPS, ummantelt von Polycarbonat; mittleres Gewicht und mittlere Robustheit; Allrounder.

Welcher Kletterhelm für welche Sportart?

Nicht jeder Kletterhelm kann Vergleichssieger jeder Bergaktivität werden. Überlegen Sie sich daher, für welchen Einsatzzweck Sie einen Helm benötigen. Soll ein Kletterhelm den Test in gleich mehreren Sportarten bestehen, eignen sich sogenannte Multifunktionshelme am besten – diese haben aber oft einen stolzen Preis.

  • Alpinklettern: leichte Allrounder, vor allem Schaumschalenhelme
  • Sportklettern: ebenfalls Schaumschalenhelme, besonders auf Leichtigkeit achten
  • Klettersteige: Hartschalenhelme, Robustheit muss sein
  • Hochtouren: Hybridhelme, auf Spielraum für Kopfbedeckungen achten
Bitte beachten Sie: Beim Kletterhelm-Test der Europäischen Norm werden vor allem Stöße von herabfallenden Gegenständen erprobt. Als Sturzhelm eignen sich die Kletterhelme im EN-Test daher nicht! Nur eine zusätzliche entsprechende Zertifizierung ermöglicht die Verwendung als Sturzhelm.

Transport und Pflege von Kletterhelmen

Kletterhelme, die im Test der Europäischen Normen mehrfachzertifiziert sind, können z. B. auch als Skihelm genutzt werden.

Kletterhelme, die im Test der Europäischen Normen mehrfachzertifiziert sind, können z. B. auch als Skihelm genutzt werden.

Dreck, Staub und Schmutz können einfach mit einem feuchten Tuch und ggf. milden Reinigungsmitteln entfernt werden. Besonders vorsichtig sollten Besitzer jedoch beim Transport von Schaumschalen- und Hybridhelmen sein.

Während Hartschalenhelme einigermaßen robust sind, ist der Schaumschalen-/Hybrid-Kletterhelm im EN-Test auf ein einziges Extremereignis geprüft worden. Eine Mehrfachnutzung ist in der Regel nicht vorgesehen! Wer den Helm also beispielsweise am oder im Rucksack transportiert und diesen dann nach der anstrengenden Tagestour einfach in die Ecke pfeffert, produziert ein solches Extremereignis möglicherweise selbst.

Daher gilt: Den Kletterhelm auch beim Test-Einsatz oben im Rucksack transportieren, nicht hinwerfen oder sonstigen Belastungen aussetzen. Nach einem Stoß auf den Kletterhelm sollte dieser ausgetauscht werden – auch bei fehlenden äußerlichen Anzeichen eines Risses!

Ist kein Stoßereignis erfolgt, sollten Helme nach einigen Jahren getauscht werden, denn die Kunststoffe altern und werden spröde. In der Regel gibt auch der Hersteller die Haltbarkeit des Helms an.

Weitere Utensilien fürs Klettern und Bergsteigen

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (29 votes, average: 4,60 out of 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar


Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2018 des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.