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Einmannzelt-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Das Ein-Personen-Zelt im Solo-Test: Klein, leicht und praktisch

Ein gutes Einmannzelt kann den Test auch unter schwierigen Witterungsbedingungen meistern.

Ein gutes Einmannzelt kann den Test auch unter schwierigen Witterungsbedingungen meistern.

Der Camping-Ausflug, die mehrtägige Fahrradtour oder das Trekkingabenteuer – Zelte bieten dem unternehmungslustigen Erdenbewohner eine mobile, leichte und klein verpackbare Unterkunft.

Schon seit Jahrtausenden setzen die Menschen auf diese Art der Behausung. Vor allem Nomadenvölker leben auch heute noch in Jurten und Koten. In der westlichen Welt dient das Zelt aber überwiegend als Unterkunft auf Zeit zu besonderen Anlässen, etwa dem Urlaub.

Beliebt bei Alleinreisenden und Solo-Trekkern ist dabei das Einmannzelt, denn den Test auf Packmaß und Gewicht besteht es häufig spielend. Wer den Inhalt seines Rucksacks nicht auf mehrere Rücken verteilen kann, lernt ein gutes Einmannzelt zu schätzen.

Die besten Einmannzelte aus dem Test im Überblick

Bestes Einmannzelt? Körpergröße ist mitbestimmend

Neben den allgemeinen Kriterien beim Zeltkauf (Gewicht, Wassersäule, Gestänge etc.) sollte beim Einmannzelt im eigenen Test auch auf die nötige Innenzeltlänge geachtet werden. Denn diese ist aus Gewichtsgründen manchmal recht knapp gewählt, sodass größere Personen sich in einigen Modellen möglicherweise nicht austrecken können.

1-Mann-Zelt: Kaufen oder nicht kaufen?

Lieber Zelt 1 oder 2? Person und Ausrüstung müssen mindestens hineinpassen und sollten vorher probeverstaut werden.

Lieber Zelt 1 oder 2? Person und Ausrüstung müssen mindestens hineinpassen und sollten vorher probeverstaut werden.

Ein Einmannzelt ist günstig in Anwendung und Transport für jene, die überwiegend allein unterwegs sind und mit wenig Platz gut zurechtkommen. Interessierte sollten sich keiner Illusion hingeben: In einem Einmannzelt ist üblicherweise nicht viel Platz. Selbst Sitzhöhe ist keine Selbstverständlichkeit.

Aus diesem Grund ist beim Einmannzelt ein eigener Test dringend anzuraten. In Outdoor-Geschäften sind viele Modelle fertig aufgebaut. Wenn die Füße bereits ohne Isomatte und Schlafsack beinah das Innenzelt berühren, hat das Ein-Mann-Zelt den Test definitiv nicht bestanden – es sollte ein längeres Modell gewählt werden.

Aspekte beim Zeltkauf: Konstruktion, Wassersäule, Gestänge und mehr

Zelte sind eine Wissenschaft für sich. Welches Einmannzelt jedoch persönlicher Vergleichssieger wird, ist individuell sehr verschieden. Nur ein eigener Einmannzelt-Test kann klären, auf welche Details wertgelegt wird.

Falls sich keine Gelegenheit in freier Natur bietet, sollte zumindest im Fachhandel das favorisierte Modell ausführlich unter die Lupe genommen werden. Die folgenden Aspekte sind jedoch beim Zeltkauf allgemein von entscheidender Bedeutung.

Konstruktionsart des Zeltes

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Bauweisen des modernen Zeltes durchgesetzt. Besonders für die Trekkingtour oder das Bergsteigen ist die Konstruktionsart zudem nicht unwichtig: Sie entscheidet mitunter, ob das Einmannzelt den nächsten Test der Natur in Form von Sturm oder Schneefall überlebt.

Vor allem Kuppel-, Geodät- und Tunnelzelte, neuerdings aber auch Tipizelte finden sich im Outdoor-Sortiment. Jede Form hat Vor- und Nachteile:

KonstruktionVorteileNachteile
Kuppelzelt- freistehend
- windstabil
- gutes Platz-Gewicht-Verhältnis
- flexibel abnehmbare Außenhaut
- leichter Aufbau
- windanfälliger als Geodäten
- flacher ansteigende Wände als bei Tunnelbauform
Geodätzelt- freistehend
- sehr sturmfest
- flexibel abnehmbare Außenhaut
- meist große Apsiden
- etwas komplizierterer Aufbau
- etwas schwerer
Tunnelzelt- optimale Raumausnutzung
- einfacher Aufbau auch bei schwieriger Witterung
- nicht freistehend
- etwas weniger windfest
Tipizelte- Stehhöhe, gutes Platzangebot
- beheizbar
- gutes Verhalten unter Schneelasten
- nicht freistehend
- mittelmäßige Windstabilität
- meist etwas schwerer
- oft teurer
- häufig keine Apsis

Außenzelt: Materialien, Beschichtung, Wasserdichtigkeit

Wenn das 1-Mann-Zelt im Test nicht dicht zu sein scheint, liegt das wahrscheinlich am Kondenswasser.

Wenn das 1-Mann-Zelt im Test nicht dicht zu sein scheint, liegt das wahrscheinlich am Kondenswasser.

Im Einmannzelt-Test sind in der Regel Innen- und Außenzelt zu beachten. Die Materialien, die für letzteres üblicherweise verwendet werden, sind entweder Polyester oder Polyamid, auch Nylon genannt.

  • Polyester ist das Standardmaterial und bspw. für den Aufenthalt auf dem Campingplatz völlig ausreichend. Es ist leicht, reißfest und behält auch bei Nässe seine Form.
  • Nylon ist höherwertiger, denn es ist bei besserer Reißfestigkeit von geringerem Gericht. Als Ripstop-Variante besitzt es zudem hervorragende Weiterreißeigenschaften.

Daneben spielt für die Wasserfestigkeit die Beschichtung eine entscheidende Rolle, daher sollte diese besondere Beachtung finden, wenn das Einmannzelt einem Test vor dem Kauf unterzogen wird:

  • PU-Beschichtung: Die Beschichtung mit Polyurethan (PU) ist Standard, denn sie ist lange dicht und abriebfest. Allerdings ist sie recht UV-empfindlich, daher empfiehlt sich ein Schattenplatz für das Einmannzelt im Test wie im Einsatz.
  • SI-Beschichtung: Die Beschichtung mit Silikon (SI) ist hingegen hochwertiger, denn sie reduziert nicht die Reiß- und Weiterreißfestigkeit des Materials bei gleichzeitig hoher Wasserdichtigkeit.
  • Mischbeschichtungen: Beschichtungen aus beiden Materialien (SI auf der Ober-, PU auf der Unterseite) sind ein guter Kompromiss, reichen jedoch an beidseitige SI-Beschichtungen eher nicht heran.
Die Wasserdichtigkeit wird anhand der Wassersäule gemessen. Je höher die Werte liegen, desto höher war der Wasserdruck, den das entsprechende Material ausgehalten hat, ohne dass sich Wasser hindurchgedrückt hätte. Die Außenhaut vom Einmannzelt sollte im Test eine Wassersäule von mindestens 2.000 Millimetern aufgewiesen haben; Zeltböden sollten nicht unter 5.000 Millimetern rangieren.

Sie glauben, ein undichtes Test-Einmannzelt erwischt zu haben? In der überwiegenden Zahl der Fälle ist es jedoch kein Regen, der mitunter ganze Pfützen im Zelt bilden kann, sondern es handelt sich schlicht um Kondenswasser, das von der Außenhaut abtropft. Eine gute Belüftung durch entsprechende Schlitze kann hier Abhilfe schaffen.

Auch Geodäten sind als 1-Personen-Zelt oft persönlicher Testsieger.

Auch Geodäten sind als 1-Personen-Zelt oft persönlicher Vergleichssieger.

Gestänge des Zeltes: Fiberglas versus Aluminium

In der Regel muss ein Einmannzelt im Test- oder Dauereinsatz auch von einer einzelnen Person gehandhabt werden können. Schon allein aus diesem Grund scheidet ein Stahlgestänge aus, denn es ist extrem schwer.

Nicht nur das üblicherweise für einen Test bereitstehende 1-Personen-Zelt, auch andere Trekkingzelte sind daher mit einem Aluminiumgestänge ausgestattet. Leichtigkeit, Biegsamkeit, Bruchfestigkeit und die Möglichkeit, es im Fall eines Gestängebruchs zu reparieren, machen Aluminium ideal.

Für den Aufenthalt auf dem Campingplatz oder bei ausschließlich guten Witterungsverhältnissen ohne hohe Windgeschwindigkeiten kann Fiberglas eine Alternative sein. Vorteil ist hier der geringere Preis, dafür müssen jedoch Einbußen bei der Robustheit in Kauf genommen werden.

Manche Zelthersteller setzen auch beim Einmannzelt für den Test im Windkanal auf Karbon. Es ist sehr leicht, aber zugleich extrem bruchfest. Allerdings hat es seinen Preis, sodass Karbongestänge eher im High-End-Bereich wie etwa bei Expeditionszelten zu finden ist.

Zeltheringe: Lieferumfang nicht immer ausreichend

Wer mit seinem 1-Personen-Zelt zum ersten Test aufbricht, sollte eines nicht vergessen haben: die richtigen Heringe. Im Lieferumfang finden sich meist sogenannte Zeltnägel – diese sind jedoch für den Einmannzelt-Test nicht immer geeignet.

Je nach Bodenbeschaffenheit sollten Camping- und Trekkingfreunde daher einen zusätzlichen Satz Zeltheringe anschaffen. Besonders weiche Böden oder gar das Zelten auf Sand/im Schnee stellen hohe Anforderungen an die Verankerung des Zeltes.

Zeltpflege und -lagerung: Tipps

Nach der Tour ist vor der Tour: Ein gutes Einmannzelt kann nur bei adäquater Pflege über Jahre Freude bringen.

Nach der Tour ist vor der Tour: Ein gutes Einmannzelt kann nur bei adäquater Pflege über Jahre Freude bringen.

Sich ein gutes Einmannzelt zu kaufen, kann ziemlich ins Geld gehen. Daher sollte das Zelt auch zwischen den Outdoor-Abenteuern pfleglich behandelt werden. Nach einiger Zeit kann auch eine Nachimprägnierung mit speziellen Mitteln oder das Auftragen eines Nahtdichters sinnvoll sein.

Nach der Nutzung

  • Innen- und Außenzelt gut durchtrocknen lassen
  • Schmutz und Mitbringsel wie kleine Steinchen etc. entfernen
  • Auf Beschädigungen prüfen, ggf. reparieren

Während der Lagerung

  • Niemals feucht wegpacken (Schimmelgefahr!)
  • Vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt aufbewahren
Einige Experten empfehlen, das Einmannzelt nach dem Test nicht im Packsack zu lagern, da das Material so über einen längeren Zeitraum an der immergleichen Stelle belastet wird. Wer sichergehen möchte, kann das Zelt auch locker zusammengelegt verstauen.

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