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Schlafsack-Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Das Bett für unterwegs: Ein guter Schlafsack

Auch im Sommer kann die Nacht im Zelt frisch werden. Gut, wenn der Schlafsack im Test die richtige Komforttemperatur hatte.

Auch im Sommer kann die Nacht im Zelt frisch werden. Gut, wenn der Schlafsack im Test die richtige Komforttemperatur hatte.

Schlafsäcke dienen unterwegs als mobile Decke und Teil des Bettes zugleich: Sie isolieren den Schläfer gegen kühle nächtliche Temperaturen und polstern die Liegefläche. Zudem sind Schlafsäcke im Vergleich zu Alternativen wie der Bettdecke leicht, klein verpackbar und gut zu transportieren.

Doch wer sich dem ersten eigenen Schlafsack-Test stellen will, wird schnell erfahren, dass der Markt vor allem im Outdoor-Bereich kaum zu überblicken ist und es einige Faktoren bei der Wahl des richtigen Schlafsacks zu beachten gilt.

Vor allem am Füllmaterial scheiden sich die Geister. Die Daune hat zwar ideale Isoliereigenschaften, kommt mit Nässe jedoch nicht gut klar und ihre Produktion ist ethisch fragwürdig. Die Kunstfaser dagegen hat ein weniger gutes Schlafklima.

Sie sind auf der Suche nach besonderen Schlafsacktypen? Im Folgenden finden Sie Kaufberatungen zu unterschiedlichen Modellen:

Die besten Schlafsäcke aus dem Test im Überblick

Andere Füllungen: Baumwolle oder Wolle

Für den leichten Camping-Bereich, den Einsatz zu Hause oder auf Reisen in Hostels kann sich auch ein Schlafsack im Test mit Baumwollfüllung bewähren. Auch Wolle wurde in den letzten Jahren wiederentdeckt, denn sie bietet ein sehr gutes Schlafklima. Die überwiegenden Füllungen gerade im Outdoor-Bereich bestehen jedoch weiterhin aus Daune oder Kunstfaser.

Kaufkriterien: Worauf ist beim Schlafsack zu achten?

Beste Voraussetzungen: Manche Schlafsäcke können auch miteinander gekoppelt werden - für die romantische Nacht unter Sternen.

Beste Voraussetzungen: Manche Schlafsäcke können auch miteinander gekoppelt werden – für die romantische Nacht unter Sternen.

Eine Schlafsack-Empfehlung auszusprechen oder einen absoluten Schlafsack-Vergleichssieger zu küren, ist kaum möglich. Immer spielen die individuellen Anforderungsprofile der Käufer eine große Rolle. Vor allem der Temperaturbereich und der Einsatzzweck entscheiden darüber, welche Eigenschaften der Schlafsack mitbringen sollte.

Daneben spielen aber auch persönliche Vorlieben eine Rolle. Daher sollte der favorisierte Schlafsack möglichst einem Test im Handel unterzogen werden.

Passform und Länge des Schlafsacks

Die Passform des Schlafsacks bestimmt in der Regel, wie viel Bewegungsfreiheit dem Schläfer zugutekommt, aber auch die Isolierleistung wird von ihr beeinflusst.

  • Deckenschlafsack: Die rechteckige Form bietet ein Maximum an Bein- und Bewegungsfreiheit. Darunter leidet allerdings auch die Wärmeleistung, denn viel unnötige Luft muss miterwärmt werden oder Wärme geht über die große Öffnung im Halsbereich verloren.
  • Mumienschlafsack: Der körpernahe Schnitt lässt nur eingeschränkte Bewegung im Schlafsack zu, dafür bietet er jedoch eine optimale Ausnutzung der Isolierleistung und wenig Wärmeverlust im Halsbereich, da Kapuze und Wärmekragen dies verhindern.

Zudem sollte der Schlafsack beim Test-Liegen weder zu kurz noch zu lang sein. Zu viel Platz erschwert die Erwärmung der Luft; zugleich wird ein gewisses Luftpolster als isolierende Schicht jedoch benötigt.

Gewicht und Packmaß des Schlafsacks

Besonders bei Outdoor-Aktivitäten, während denen alle Ausrüstungsgegenstände selbst getragen werden müssen, spielen das Gewicht sowie das Packmaß eine zentrale Rolle. Sommerschlafsäcke sind naturgemäß leichter als ein Winterschlafsack für den Test in Eis und Schnee.

Je mehr Füllmaterial verarbeitet wurde, desto höher ist in der Regel auch das Packmaß, das meist in Litern angegeben wird. Auch spielt der Preis eine Rolle: Klein und leicht bedeutet in der Regel einen höheren Preis, ebenso auch gute Isolierwerte. Für den eigenen Schlafsack-Test muss normalerweise ein Kompromiss gefunden werden, was am ehesten im Fachhandel gelingt.

Schlafsack-Füllung: Daune oder Kunstfaser – Vor- und Nachteile

Beim Outdoor- bzw. Trekking-Schlafsack haben Test- und Prüfverfahren die exzellente Isolierleistung von Daunenfedern immer wieder bestätigt. Doch auch Kunstfaser hat Vorteile.

Daune als Füllung

Neben der bereits erwähnten ausgezeichneten Isoliereigenschaft bietet Daune

  • ein optimales Verhältnis aus Wärmfunktion und Gewicht.
  • ein kleines Packmaß.
  • ein hervorragendes Schlafklima durch gute temperatur- und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften.

Größter Nachteil der Daune ist ihre Empfindlichkeit bei Nässe. Denn diese wird durch die Naturfaser aufgenommen, zu viel Feuchtigkeit führt aber zum Verklumpen, womit die Isoliereigenschaften fast vollständig verloren gehen.

Wer den eigenen Schlafsack-Test in feuchtem Klima oder bei Aktivitäten mit eingeschränkten Trocknungsmöglichkeiten starten will, sollte daher besser auf eine Kunstfaser-Füllung zurückgreifen.

Vor allem das exzellente Verhältnis aus maximaler Isolierung bei gleichzeitig geringem Gewicht macht einen Daunenschlafsack zum idealen Begleiter in kalten Erdregionen und bei extremen Touren wie Expeditionen. Allerdings ist ein mit Daune gefüllter Schlafsack nicht günstig.

Ethische Aspekte bei Daune

Käufer, die Schlafsäcke im Test mit Daunenfüllung nutzen, haben auch eine ethische Verantwortung.

Käufer, die Schlafsäcke im Test mit Daunenfüllung nutzen, haben auch eine ethische Verantwortung.

Daune ist ein High-End-Produkt der Outdoor-Branche und hat nicht nur für den Schlafsack-Test ideale Voraussetzungen zu bieten: Auch bei Hosen, Jacken und Ähnlichem wird Daune verwendet. Zugleich ist Daune ein tierisches Produkt und Käufer sollten sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst sein, wenn sie auf Daune zurückgreifen.

Die Gewinnung von Daune in Verbindung mit Verfahren wie der Stopfleber und dem Lebendrupf sind in höchstem Maße tierquälerisch. Viele Hersteller setzen daher mittlerweile auf Daunenfedern, die ein Nebenprodukt der Lebensmittelbranche sind und ausschließlich bei bereits toten Tieren gerupft werden.

Käufer können dies anhand der Zertifizierung des Endprodukts erkennen: Labels wie der Responsible Down Standard, Down Codex oder der Global Traceable Down Standard stehen für ethisch möglichst vertretbare Aufzucht und Produktion. Auch die Rückverfolgbarkeit der Daune haben viele Hersteller gesichert.

Käufer sollten sich aber auch fragen, ob ausschließlich ein Daunenprodukt die Anforderungen beim Schlafsack-Test erfüllen kann, oder ob die Kunstfaser nicht vergleichbare Ergebnisse liefern würde. Ist dies der Fall, sollte auf Daune verzichtet werden.
Kunstfaser als Füllung

Zwar hat ein Kunstfaserschlafsack bei gleicher Isolierleistung ein höheres Gewicht und ein größeres Packmaß, zugleich

  • nimmt Kunstfaser kaum Feuchtigkeit auf, weshalb sie auch bei Nässe ihre isolierenden Eigenschaften nicht verliert und zuverlässig wärmt.
  • ist er günstiger in der Anschaffung.
  • ist er robust und unempfindlich.

Für die meisten Outdoor-Aktivitäten ist ein mit Kunstfaser gefüllter Schlafsack im Winter-Test wie für den Einsatz im Sommer ausreichend.

Lebensdauer von Schlafsäcken

Die Lebensdauer eines guten Schlafsacks hängt nicht unerheblich vom fachgemäßen Gebrauch und einer angemessenen Pflege/Lagerung ab (s. u.). Richtigen Umgang vorausgesetzt, kann ein mit Daune gefüllter Schlafsack die Test-Nacht auch nach zehn oder mehr Jahren noch angenehm machen.

Ein aus Kunstfaser bestehender Schlafsack ist im Vergleich dazu weniger ausdauernd – nach einigen Jahren verhaken sich die synthetischen Fasern, wodurch Isolierleistung verloren geht. Oft relativiert sich dadurch der geringere Preis wieder.

Bei Daune ist auch der Verlust derselben im Laufe der Jahre problematisch. Hier kann eine Nachbefüllung, die viele Hersteller und Händler anbieten, sinnvoll sein.

Komforttemperatur, Grenztemperatur, Extremtemperatur: Was bedeutet das?

Ein guter Schlafsack funktioniert nur mit entsprechender Isolierung nach unten optimal.

Ein guter Schlafsack funktioniert nur mit entsprechender Isolierung nach unten optimal.

Üblicherweise wird die Wärmeleistung eines Schlafsacks anhand von drei Temperaturangaben verdeutlicht: Komfort-, Grenz- und Extremtemperatur.

  1. Komforttemperatur (TComf): Bereich, in dem eine „Standardfrau“ von 25 Jahren, 60 Kilogramm und 160 cm Körpergröße gerade so noch nicht friert.
  2. Grenztemperatur (TLim): Bereich, in dem ein „Standardmann“ von 25 Jahren, 70 Kilogramm und 173 cm Körpergröße gerade so noch nicht friert.
  3. Extremtemperatur (TExt): Bereich, in dem die Standardfrau in einem Zeitraum von sechs Stunden nicht erfriert.

Die Komforttemperatur ist in der Regel der Wert, an dem sich Käufer für den Schlafsack-Test in freier Natur orientieren sollten. Bei der Extremtemperatur jedoch geht es nicht mehr darum, möglichst „fröstelfrei“ über die Nacht zu kommen, sondern ums Überleben. Das Risiko einer Unterkühlung ist beträchtlich!

Beachten Sie, dass alle Werte lediglich Orientierungen für den eigenen, optimalen Test-Schlafsack bieten können. Die individuellen Voraussetzungen (Kälteempfinden, körperlicher Zustand, Fitness, mentale Verfassung etc.) variieren von Mensch zu Mensch stark und können daher nur schwer in „Standardmenschen“ oder absolute Zahlen gegossen werden.

Andere Fachbegriffe: Cuin, Bauschkraft usw.

Vor allem beim Kauf eines Daunenschlafsacks begegnen dem Interessenten häufig Fachbegriffe, die meist Aufschluss über die gemessene Isolierleistung im Schlafsack-Test des Herstellers geben. Was bedeuten diese?

  • Die Füllmenge gibt an, wie viel Material für die Füllung verwendet wurde (Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter).
  • Bauschkraft/Füllkraft/Fillpower/Loft: Diese Synonyme beschreiben die Fähigkeit von Daune oder Kunstfaser, sich nach einer Kompression wieder aufzubauschen.
  • Cuin (Abk. f. cubic inches) werden in Kubikzoll angegeben und stellen die Maßeinheit dar, in der die Bauschkraft gemessen wird.
  • Das Mischverhältnis ist speziell bei Daunenfüllungen interessant und beschreibt das Verhältnis zwischen Daunen und Stützfedern (90/10 = 90 % Daune, 10 % Stützfeder). Je mehr Daune, desto hochwertiger.

Tipps für den Gebrauch

Ein normaler Schlafsack produziert eigenständig keine Wärme, sondern isoliert lediglich den Körper gegen Wärmeverlust. Um den Schlafsack im Praxis-Test optimal nutzen zu können, sollten daher folgende Tipps insbesondere bei eisigen Temperaturen beherzigt werden:

  • Mütze aufsetzen: Viel Wärme geht über den Kopf verloren. Zusätzlich Wärmekragen und Kapuze des Schlafsacks schließen.
  • Warm in den Schlafsack steigen: Wer bereits ausgekühlt in den Schlafsack schlüpft, wird länger brauchen, die Luft im Innern zu erwärmen und selbst warm zu werden. Heißgetränke und etwas Bewegung zuvor helfen.
  • Isomatte nutzen: Selbst Ihr bester Schlafsack nützt wenig gegen Bodenkälte. Achten Sie daher auf ausreichende Isolierung gegen Kälte von unten durch die Schlafunterlage (R-Wert!).
  • Kleidung tragen: Trotz allem frieren Sie? Weitere Kleidungsschichten, dicke Socken, Handschuhe und die bereits erwähnte Mütze helfen!

Tipps für die Pflege und Lagerung

Auch noch nach Jahren kann der Trekking-Schlafsack den Test in Zelt oder Tarp bestehen.

Auch noch nach Jahren kann der Trekking-Schlafsack den Test in Zelt oder Tarp bestehen.

Soll der Schlafsack einen Test bezüglich der Temperaturangaben auch noch nach Jahren bestehen, sollte Folgendes bei Lagerung und Pflege beachtet werden:

  • Keine Lagerung im Packsack! Dieser dient ausschließlich dem Transport, ansonsten schadet die starke Komprimierung dem Material.
  • Ideale Lagerung: Luftig und trocken, bspw. in einem Kissenbezug.
  • Nicht in feuchtem Zustand wegpacken.
  • Regelmäßig lüften und aufschütteln.
  • Waschen: Maschine oder Handwäsche, auf Herstellerangaben achten! Dient der Bauschkraft. Trockner von Vorteil.

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