Kinderhelm für das Motorrad im Test 2019: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 12. August 2019

Sicherheit für kleine Beifahrer

Auch für die Kleinen ist der Motorradhelm Pflicht: Welcher Kinderhelm kann in einem Test am besten abschneiden?

Auch für die Kleinen ist der Motorradhelm Pflicht: Welcher Kinderhelm kann in einem Test am besten abschneiden?

Es ist in Deutschland möglich, unter bestimmten gesetzlich festgeschriebenen Voraussetzungen, Kinder auf einem Motorrad als Beifahrer mitzunehmen. Denkbar ist auch, dass Kinder selbst fahren – nämlich im Rahmen des Motorsports auf Motocross-Rädern oder auf Pocket-Bikes. Daher gibt es den Motorradhelm auch als Kinderhelm. In einem Test sollen grundsätzlich die Vor- und Nachteile geprüft und die besten Helme gekürt werden. Zwar verfügt ein Kinderhelm für das Motorrad allgemein gesprochen über dieselben Funktionen wie ein Helm für Erwachsene. Auch er soll vor allem Schutz bieten. Doch ist ein für Kinder geeigneter Motorradhelm leichter und und mit einer speziellen Passform für den Kopf des Kindes ausgestattet.

Wir zeigen Ihnen, welche Kriterien in einem Motorrad-Kinderhelm-Test für die Bewertung eines Kinderhelms für das Motorrad von Bedeutung sind. Darüber hinaus erklären wir, was Sie beachten müssen, wenn Sie Kinder auf Ihrem Motorrad mitnehmen wollen.

Die besten Motorradhelme für Kinder aus dem Test im Überblick

Haltbarkeit eines Kinderhelms für das Motorrad: Wichtiges Test-Kriterium

Ein Kinderhelm für das Motorrad ist nicht unbegrenzt haltbar. Wie Helme für Erwachsene verliert auch das Modell für die Kleinen mit zunehmendem Alter an Schutzwirkung. Bei regelmäßiger Nutzung sollte ein Kinderhelm nach fünf Jahren durch einen neuen ersetzt werden. Hier können Ihnen Kinderhelm-Tests wichtige Hinweise und Tipps für den Kauf geben.

Nach einem Motorradunfall, z. B. einem Sturz, ist der Helm allerdings sofort auszutauschen. Denn auch wenn mit bloßem Auge keine Schäden festzustellen sind, ist es möglich, dass innere Risse einen Kinderhelm für das Motorrad dessen Schutzfunktion berauben.

Verschiedene Arten von Motorradhelmen für Kinder

Wie bei dem Kopfschutz für Erwachsene wird ein Kinderhelm für das Motorrad in einem Test hinsichtlich diverser Aspekte überprüft. Zunächst spielen die verschiedenen Varianten der Helme eine Rolle. Im Folgenden erläutern wir kurz, wodurch sich diese jeweils auszeichnen.

Wird ein Kinderhelm fürs Motorrad einem Test unterzogen, spielen die verschiedenen Varianten des Helm eine wichtige Rolle.

Wird ein Kinderhelm fürs Motorrad einem Test unterzogen, spielen die verschiedenen Varianten des Helm eine wichtige Rolle.

  • Integralhelm: Dieser Helmtyp gilt als sehr sicher. Er bedeckt unter anderem auch das Kinn durch eine entsprechende Kinnpartie. Das verschließbare Visier schützt die Augen. Integralhelme finden beispielsweise Verwendung im Motorradrennsport. Manche Modelle haben jedoch ein vergleichsweise hohes Gewicht.
  • Motocrosshelm: Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Helmtyp um einen Integralhelm mit einer anderen Form – so ist z. B. der Abstand vom Helm zum Kinn größer. Außerdem besitzen Motocrosshelme einen Schirm. Sie sind zwar gut belüftet, weisen jedoch kein Visier auf.
  • Jethelm: Ein anderer Name für diese Helmvariante lautet “Halbschalenhelm”. Daraus lässt sich bereits schließen, dass hier keine feste Kinnpartie vorhanden ist. Wenn ein Jethelm der europäischen Norm entsprechen soll, müssen Nacken, Ohren und Stirn des Trägers geschützt sein.

Beratung zum Motorrad-Kinderhelm: Diese Test-Kriterien geben den Ausschlag

In unserer Beratung beleuchten wir unterschiedliche Aspekte, die zu beachten sind, wenn Sie einen Kinderhelm für das Motorrad in einem Test überprüfen wollen.

  • Helmart: Wie bereits ausgeführt, bieten Integralhelme eine hohe Sicherheit. Motocrosshelme eignen sich für den Motocross-Sport und Jethelme sind eher für langsames Fahren ausgelegt.
  • Visier: Diese Vorrichtung schützt die Augen während der Fahrt. Ein kratzfestes Visier garantiert auch bei längerer Benutzung eine freie Sicht. Motocrosshelme besitzen meist nur einen Blendschutzschirm.
  • Prüfsiegel: Nur ein Kindermotorradhelm, der bestimmte Bedingungen erfüllt, ist in Deutschland für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen. Die zu erfüllende europäische Norm lautet ECE-R 22.05. Auch Modelle, die der amerikanischen Norm Dot FMVSS entsprechen, können auf deutschen Straßen eingesetzt werden.
  • Belüftung: Eine gute Belüftung ist besonders dann wichtig, wenn das Kind den Motorradhelm längere Zeit trägt. Da Integralhelme ein geschlossenes Visier besitzen, sollte eine ausreichende Luftzufuhr bei der Auswahl unbedingt berücksichtigt werden.
  • Größe: Selbstverständlich spielt die Größe des Helmes eine herausragende Rolle. Erst wenn der Helm genau passt, schützt er den Kopf auch zuverlässig.
  • Gewicht: Je leichter ein Kinderhelm, desto besser, denn dadurch wird die Halswirbelsäule nicht so stark belastet. Ein Nackenschutz kann den Kopf übrigens zusätzlich stützen. Das höhere Gewicht ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb ein Erwachsenenhelm für Kinder nicht geeignet ist.

Wichtige Aspekte bei der Anprobe eines Motorradhelms für Kinder

In einem Test über Kinder-Motorradhelme können Sie wichtige Kaufhinweise erhalten.

In einem Test über Kinder-Motorradhelme können Sie wichtige Kaufhinweise erhalten.

Ob ein bestimmter Helm für das Kind geeignet ist, lässt sich bei der Anprobe herausfinden. Zunächst sollte die benötigte Größe ermittelt werden. Zu diesem Zweck ist die Nutzung eines Maßbandes zu empfehlen. Damit können Sie den Kopfumfang ermitteln.

Gemessen wird am Besten, indem Sie das Maßband direkt oberhalb der Ohren und über den Augenbrauen anlegen.

Folgende Punkte sind beim Anprobieren zu beachten:

  • Sollte der Helm beim Tragen stark drücken, ist er unter Umständen zu klein. Ein geringes Druckgefühl ist allerdings normal.
  • Zwischen Helm und Gesicht dürfen keine zwei Finger mehr passen, sonst ist er zu groß.
  • Kann das Kind den Helm einfach abziehen, ist er ebenfalls zu groß.
  • Schüttelt das Kind kräftig den Kopf, darf der Helm nicht wackeln – auch das wäre ein Zeichen dafür, dass er zu groß ist.

Vorschriften zur Mitnahme von Kindern auf Motorrädern

In Deutschland existiert eine Helmpflicht für Fahrer von Krafträdern. In § 21a Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist festgelegt, dass auch Beifahrer diese Pflicht zu erfüllen haben. Ein Kinderhelm für das Motorrad ist also notwendig.

Außerdem gibt § 35a Absatz 9 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vor, dass Krafträder für die Beförderung eines Beifahrers mit einem Sitz für diesen ausgerüstet sein müssen. Eine Ausnahme stellt die Beförderung von Kindern dar, die jünger als sieben Jahre sind. Auf einen Beifahrersitz kann in einem solchen Fall verzichtet werden, wenn ein entsprechende Vorrichtung für das Kind vorhanden ist. Außerdem muss das Kraftrad über Einrichtungen verfügen, die verhindern, dass das Kind mit den Füßen in die Speichen gerät.

Fazit: So finden Sie in einem Kinderhelm-Motorrad-Test den passenden Helm

Jeder Kinderhelm sollte eine bequeme Polsterung haben. Denn erst das ermöglicht ein angenehmes Tragegefühl. Auch eine feste Kinnpartie und ein kratzfestes Visier ist bei einem Kinderhelm ratsam. Und grundsätzlich sollte jeder Kinderhelm-Vergleichssieger die europäischen Norm erfüllen. Ein wichtiges Test-Kriterium bei Kinderhelmen fürs Motorrad ist auch die Belüftung, Verarbeitung und das Gewicht.

Achten Sie in einem Test über Kinderhelmen fürs Motorrad auch auf die Geschwindigkeitsangaben. Einige Helme eignen sich nicht für Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten.

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