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Outdoormesser im Test 2018: Aktuelle Empfehlungen im Überblick

Messer, Taschenmesser, Multitool – für jeden das richtige Werkzeug

Beste Bedingungen: Outdoormesser für den Test in freier Natur sind stabil und schneidfähig.

Beste Bedingungen: Outdoormesser für den Test in freier Natur sind stabil und schneidfähig.

Wer viel draußen unterwegs ist, hat üblicherweise nicht seinen gesamten Hausstand inklusive der heimischen Werkbank dabei. Trotzdem kommen insbesondere Outdoorsportler, die sich auch über mehrere Tage am Stück in der Natur aufhalten, in Situationen, in denen sie das ein oder andere Werkzeug gebrauchen könnten.

Vor allem Messer erweisen sich immer wieder als äußerst nützlich. Sei es zum Öffnen der Tütennahrung, zum Zerschneiden eines Seiles oder bei nötigen Reparaturarbeiten an Zelt, Wanderrucksack oder –schuhen.

Sogenannte Multitools bieten außerdem weitere Werkzeuge, beispielsweise Flaschenöffner, Zangen oder kleine Sägen. Doch bei Form, Schliff und Material der Outdoormesser für einen Test zuhause gibt es einiges zu beachten, damit ein ansonsten sehr gutes Outdoormesser auch den Ansprüchen den Verwenders entspricht.

Die besten Outdoormesser aus dem Test im Überblick

Das beste Outdoormesser für jeden Test-Einsatz

Ob Schweizer Taschenmesser, Einhandmesser oder Klappmesser – selbst die besten Outdoormesser können als Vergleichssieger nur dann überzeugen, wenn Einsatzzweck und Ansprüche des Verwenders übereinstimmen. Ein Multitool ist dem Minimalist zu viel, eine schlichte Klinge dem Ausrüstungsfetischisten zu wenig. Überlegen Sie sich daher genau, für was und wie Sie das Messer benötigen.

Outdoormesser im Vergleich: Verschiedene Messertypen

Auch für Angler kann ein Test mit einem Outdoormesser vielversprechend enden.

Auch für Angler kann ein Test mit einem Outdoormesser vielversprechend enden.

Welches Outdoormesser zu kaufen sich lohnt, hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab. Einer der wichtigsten Aspekte ist jedoch die Art des Messers.

  • Feststehende Messer: Durch die feststehende Klinge können solche Outdoormesser im Praxis-Test mit besonderer Stabilität aufwarten. Meist haben feste Messer eine glatte Klinge, es gibt aber auch Modelle mit partiellem Wellenschliff. Es ist ein universell einsetzbares Allzweckmesser, das allerdings häufig etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt und nur unter Einsatz beider Hände aus der Scheide herausgeholt werden kann.
  • Klappmesser: Das Klappmesser zeichnet sich durch die klappbare Klinge aus, die im Griff verschwindet, wenn das Messer nicht genutzt wird. Dadurch ist es besonders sicher zu transportieren und kann nicht versehentlich andere Ausrüstung wie den Klettergurt oder das Seil beschädigen. Es eignet sich ebenfalls als Allzweckmesser. Zugleich ist allerdings auch das Klappmesser meist nur beidhändig zu bedienen und das Gelenk ist nicht ganz so stabil wie die Verbindung zwischen Klinge und Griff bei feststehenden Modellen.
  • Multitools/Taschenmesser: Die landläufig als Schweizer Taschenmesser bezeichneten Modelle sind als gutes Outdoormesser für Test- und Dauereinsatz vor allem wegen ihrer Funktionalität beliebt. Sie integrieren verschiedenste Werkzeuge wie bspw. ein Messer, eine Zange, eine Pinzette oder eine Schere in sich. Ihre Kompaktheit kombiniert mit der Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten machen solche Messer zu Allroundern. Allerdings sind sie oft klobiger und schwerer.

Messerklinge und -griff

Zumeist werden Outdoormesser draußen einem Test unterzogen. Infolgedessen sollte das verwendete Material feuchtigkeitsresistent sein. Eine Klinge aus rostfreiem Edel- oder beschichtetem Karbonstahl ist daher obligatorisch.

Der Griff ist am häufigsten aus Kunststoff, Metall, Holz oder Horn gefertigt. Besonders hochwertig sind sogenannte Vollintegralmesser, bei denen Klinge und Griff aus einem einzigen Teil gefertigt sind und der Griff lediglich von einem der oben genannten Materialien ummantelt ist, um bestmögliche Haptik zu bieten.

Klingenlänge: Rechtliche Begrenzungen

Auch wenn das Outdoormesser im Praxis-Test eher Pilze schneidet oder Salamis köpft, ist es doch ein Messer und gilt damit u. U. als Waffe. Das Waffenrecht schreibt hier Grenzen vor, wie lang die Klinge des Messers sein darf. Zu finden sind die Regelungen in § 42a des Waffengesetzes (WaffG). Unter diesen Paragraphen fallende Messertypen dürfen öffentlich nicht getragen werden und sind zum Transport in einem verschlossenen Behältnis zu verstauen.

Demnach dürfen feststehende Messer eine Klingenlänge von 12 cm nicht überschreiten und keine Waffenmerkmale besitzen (z. B. beidseitiger Schliff). Klappmesser mit Arretierung oder einhändig auszuklappender Klinge sind ebenfalls vom Trageverbot betroffen. Allerdings gibt es umfassende Ausnahmen, z. B. bei der Jagd, der Brauchtumspflege oder dem Sport. Zudem legen die Bundesländer das Gesetz nicht einheitlich aus.

Je nach Outdoormesser ist ein Test in der Öffentlichkeit nicht anzuraten.

Je nach Outdoormesser ist ein Test in der Öffentlichkeit nicht anzuraten.

Viele Outdoormesser sind jedoch Klappmesser, die keine Arretierung besitzen oder nur beidhändig zu öffnen sind und fallen daher im Allgemeinen nicht unter den genannten Paragraphen. Im Zweifelsfall ist es aber immer besser, die örtliche Polizei oder Waffenbehörde um Rat zu fragen.

In Deutschland vollständig verboten sind Fall-, Faust- und Butterflymesser sowie Springmesser mit nach vorne herausschnellender Klinge, einer Klinge über 8,5 cm oder zweischneidiger Klinge.

EU-weit einheitliche Regelungen zum Outdoormesser im Test- oder Dauereinsatz gibt es leider nicht. Oft sind nichtfeststellbare Messer aber zulässig, vor allem bei berechtigtem Interesse (also z. B. Essenszubereitung). Informieren Sie sich in jedem Fall jedoch über die gesetzlichen Bedingungen in Transit- und Zielländern.

Anschliff: Flach-, Hohl- und balliger Schliff

Um die Schneidfähigkeit und die Stabilität zu prüfen, muss das Outdoormesser keinem Praxis-Test unterzogen werden. Die meisten Händler wären wohl wenig begeistert, würde jeder Kunde vor dem Kauf erstmal einige Äste durchsäbeln. Stattdessen kann bereits die Art des Schliffs viel über die Klingeneigenschaften verraten:

  • Der Hohlschliff weist eine besonders gute Schneidfähigkeit auf, muss dafür aber häufig Einbußen bei der Stabilität hinnehmen. Viele Rasiermesser sind beispielsweise mit einem Hohlschliff versehen.
  • Der ballige Schliff formt die Klinge konvex, wodurch eine besonders hohe Stabilität erreicht wird und das Messer auch in harten Schnittgütern kaum verkantet. Bei Outdoormessern ist der ballige Schliff besonders beliebt.
  • Der Flachschliff kombiniert Schneidfähigkeit und Stabilität und ist gewissermaßen ein Mittelding aus Hohl- und balligem Anschliff. Küchenmesser, Jagdmesser und Outdoormesser können im Test mit diesem Anschliff durchaus punkten. Eine Variante ist der Scandischliff, der eine optimale Kontrolle über das Messer erlaubt und so etwas fürs Schnitzen bestens geeignet ist.
  • Der Wellenschliff ist ebenfalls im Outdoor-Segment vertreten, allerdings meist nur partiell am hinteren Ende der Klinge. Mit ihm lassen sich bspw. Seile gut durchtrennen.

Bestes Outdoormesser für einen Test zuhause oder auf Tour ist immer jenes, das die Anforderungen des Verwenders weitmöglichst erfüllt. Wer ein Outdoormesser für die Jagd sucht, ist z. B. mit einem Hohlschliff gut beraten, wogegen das Allzweckmesser eher einen flachen oder balligen Schliff aufweist.

Welches Outdoormesser geeignet ist, kommt auf den Einsatzzweck an. Scandischliffe eignen sich bspw. für's Schnitzen.

Welches Outdoormesser geeignet ist, kommt auf den Einsatzzweck an. Scandischliffe eignen sich bspw. für’s Schnitzen.

Gute Pflege, lange Freude: Tipps

Teure wie günstige Outdoormesser erweisen sich in aller Regel als ziemlich robust. Trotzdem sollten Messer hin und wieder gepflegt werden, um so lang wie möglich Freude daran zu haben.

  • Dreck und Schmutz können mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel entfernt werden. Insbesondere Karbonklingen sollten gut getrocknet werden.
  • Bei Klappmessern sollte auch das Scharnier gereinigt werden.
  • Das regelmäßige Nachschleifen erhält die Schneidfähigkeit und sorgt für einen erfolgreichen Outdoormesser-Test auch noch nach Jahren. Selbiges gilt für die Behandlung mit speziellen Ölen.

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